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Auch in den Ferien: Forschen für mehr Lebenschancen
Fotograf Oliver Krato

Auch in den Ferien: Forschen für mehr Lebenschancen

• Wichtige Grundlagenforschung der DKMS • Aktueller Erfahrungsbericht von Blutkrebspatientin Caroline

Köln / Dresden – Sommerzeit gleich Ferienzeit? Das gilt leider oft nicht für Blutkrebspatienten in der Therapie. In der DKMS Clinical Trials Unit (CTU) mit Sitz in Dresden wird geforscht, um auch die Lebensqualität von Blutkrebspatienten zu verbessern. Denn allgemein ist Aufgabe der CTU, den medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation voranzutreiben. Auch die an Blutkrebs erkrankte Studentin Caroline hofft auf diese Hilfe und dass sich dadurch vielleicht einer ihrer größten Wünsche erfüllt: Ferien in Island machen.

Vor drei Jahren erhielt Caroline aus Delbrück in Nordrhein-Westfalen die Diagnose Knochenkrebs. Es folgten anderthalb Jahre Chemotherapie, Bestrahlung und Operationen an Ferien ist seither nicht zu denken. Der Körper der jungen Frau reagierte zunächst erfolgreich auf die Therapien, so dass sie im Herbst 2015 ihr Studium der Ökotrophologie (Ernährungswissenschaften) in Münster fortsetzen konnte. Anfang 2017 dann die schockierende Nachricht: Die 26-Jährige ist erneut erkrankt und leidet an MDS*. Wieder bekam sie Chemotherapie und dieses Mal auch eine Stammzelltransplantation. Doch das Aufatmen war nur von kurzer Dauer, denn im Mai 2017 fanden die Ärzte erneut Leukämiezellen in Carolines Knochenmark. Das dritte Mal Krebs! „Man ist erschüttert und steht unter Schock. Die Erkrankung bringt mit sich, dass ich sehr erschöpft bin und wie bei den anderen Therapien mit starker Übelkeit zu kämpfen habe. Des Weiteren belastet es mich sehr, dass ich nicht am normalen Leben teilhaben kann und die meiste Zeit im Krankenhaus verbringen muss“, sagt Caroline. Termine mit Ärzten im Krankenhaus bestimmen ihren Alltag. An eine Auszeit, wie etwa eine langersehnte Reise nach Island, um die Nordlichter zu sehen, ist derzeit nicht zu denken. Zu geschwächt ist Carolines Immunsystem, der Körper somit viel zu anfällig für Infekte. Stattdessen stehen wieder Chemotherapie und Krankenhausaufenthalte auf der Tagesordnung. Trotz der Rückschläge lässt sich Caroline nicht unterkriegen. Ihr Herzenswunsch ist es, mit ihrem Schicksal auch auf die Situation von anderen Blutkrebspatienten aufmerksam zu machen. Denn alleine in Deutschland erkranken jährlich über 36.000 Menschen an Blutkrebs. Davon erhalten über 3.000 Blutkrebspatienten eine Stammzellspende von einem verwandten oder unverwandten Spender**.

Forschung ist wichtig und rettet Leben

Wie Carolines Fall zeigt, führt die Transplantation leider nicht immer zum dauerhaften Heilungserfolg. Um ihr und anderen Betroffenen weltweit zu helfen, forscht die DKMS sehr intensiv für die Weiterentwicklung bestmöglicher Behandlungen für Blutkrebspatienten. Seit 2013 trägt die Clinical Trials Unit (CTU) in Dresden dazu bei, den medizinischen Fortschritt auf dem Gebiet der Stammzelltransplantation voranzutreiben. In einer der aktuellen Studie geht es beispielsweise um die Grundlagenforschung: Warum besiegt der eine Patient durch die Stammzelltransplantation seine Erkrankung, ein anderer Patient, wie Caroline, jedoch nicht. Wenn es gelingt, Erkenntnisse darüber zu erlangen, wie Spender und Patient noch besser zusammenpassen, treten weniger Probleme auf, beziehungsweise Rückfälle könnten gar vermieden werden. Die DKMS untersucht beispielsweise neben den für die Transplantation wichtigen Gewebemerkmalen weitere Eigenschaften, die sich als relevant für den Erfolg einer Transplantation herausgestellt haben. Beim Typisierungsprofil aller Spender wird so u.a. auch der KIR-Faktor bestimmt****. Dieser hat einen entscheidenden Einfluss auf die Aktivität der so genannten natürlichen Killerzellen. Sie sind Bestandteil des körpereigenen Immunsystems und sind beispielsweise in der Lage, Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. Wissenschaft und Forschung sind daher eine wichtige Säule für die die gemeinnützige DKMS, die hier auf finanzielle Unterstützung
angewiesen ist.

Helfen auch Sie und Unterstützen Sie die DKMS im Kampf gegen Blutkrebs – damit Patienten wie Caroline eine Lebenschance erhalten und sich Zukunftsträume, wie etwa Ferien machen, erfüllen können.

Über eine Nennung unseres DKMS-Spendenkontos freuen wir uns im Sinne der Patientenhilfe weltweit und bedanken uns bereits jetzt sehr herzlich.

DKMS Spendenkonto (IBAN: DE64 6415 0020 0000 2555 56; BIC: SOLADES1TUB)

Über die DKMS
Die DKMS ist eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs verschrieben hat. Sie wurde vor 26 Jahren in Deutschland von Dr. Peter Harf gegründet, dessen Ehefrau an den Folgen einer Leukämieerkrankung verstarb. Heute ist die DKMS-Familie außer in Deutschland auch in den USA, in Polen, Spanien und in UK aktiv. Gemeinsam haben sie 7,4 Millionen Lebensspender registriert und die DKMS zu einer weltweit bedeutenden Organisation im Kampf gegen Blutkrebs gemacht. Über 600 DKMS-Mitarbeiter aus mehr als 20 Nationen setzen sich täglich dafür ein, jedem Blutkrebspatienten eine zweite Lebenschance zu ermöglichen.

* Myelodysplastisches Syndrom. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung des Knochenmarks, bei der die Blutbildung nicht von gesunden, sondern von genetisch veränderten Ursprungszellen (Stammzellen) ausgeht.

** Quelle: DRST (Deutsches Register für Stammzelltransplantation)
*** Aktuell hat die internationale gemeinnützige DKMS mehr als 64.000 Stammzelltransplantationen ermöglicht (Stand Juli 2017)
**** Killerzell-Immunglobolin ähnlichen Rezeptoren