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Montag, 25. Juni 2007, 09:47 Uhr

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

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Bernhard: Übergewicht bei Kindern - Ernährungserziehung intensivieren - Eltern und Schulen unterstützen

München – Ernährungserziehung muss besonders für Kinder in Familien mit niedrigem sozialen Status intensiviert werden. Dies forderte Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard nach Auswertung einer neuen Studie der Universität Gießen im Auftrag des Gesundheitsministeriums. "Wir müssen neue Wege finden, ganz gezielt Kinder aus sozial schwachen Familien für gesunde Ernährung zu motivieren. Wie die Studie gezeigt hat, lassen sich Kinder und ihre Eltern mit attraktiven Medien wie Pocket-PCs für gesunde Ernährung interessieren", machte Bernhard heute bei den Verbraucherberatungstagen in Erlangen deutlich. Die Studie untersuchte unter Berücksichtigung des sozialen Status Ernährungs- und Gesundheitsverhalten sowie Ernährungsstatus von mehr als 300 Nürnberger Viertklässlern. Neu eingesetzt wurden speziell für Grundschulkinder programmierte Pocket-PCs zur Erhebung von Ernährungsprotokollen. Befragungen der Eltern und Kinder sowie Gewichtsmessungen und Bluta! nalysen der Kinder standen zudem auf dem Studienplan.

Die Studie zeigt: Kinder aus sozialen Brennpunkten oder aus Familien mit vermindertem Einkommen bewegen sich weniger, sind selten Mitglieder im Sportverein, verbringen mehr Zeit vor Fernseher und Computer, konsumieren häufiger Softdrinks und Fast Food und sind häufiger übergewichtig als Kinder aus Familien mit höherem Einkommen. Das spiegelt sich auch im Blut mit ungünstigeren Cholesterinwerten. Die Studie wurde mit 39.000 Euro Förderung des Gesundheitsministeriums durchgeführt von Prof. Ingrid-Ute Leonhäuser vom Institut für Ernährungswissenschaften der Uni Gießen und unterstützt von der Gesellschaft für Konsumforschung, Schulverwaltung, Gesundheitsamt, einem Labor und örtlichen Firmen.