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Eine Stellungnahme von Dr. Matthias Wagner zum Gesetzesentwurf der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Einstiegsalter für Schönheits-OPs:

München – Nach dem Medieninteresse, das der öffentlichen Anhörung im Bundestag zum Thema Schönheits-Operationen bei Minderjährigen folgte, bewertet Dr. Matthias Wagner, Vorsitzender der Bayerischen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie, die Situation folgendermaßen:

„Die Zahl der Schönheitsoperationen, abgesehen von Ohrkorrekturen, ist bei unter 18-Jährigen verschwindend gering, weil jeder verantwortungsvolle Operateur einen Eingriff bei Personen, die noch nicht ausgewachsen sind, ablehnt. Wenn heute in sehr vereinzelten und begründbaren Fällen eine Schönheitsoperation bei einem Minderjährigen durchgeführt wird, setzt dies eingehende Beratung und eine elterliche Einverständniserklärung voraus.“

„Eine gesetzliche Regelung ist meines Erachtens nicht erforderlich, da es kein real existierendes Problem darstellt.“

„Kursierende Zahlen über die Anzahl von Schönheitsoperationen insgesamt und insbesondere bei unter 18-Jährigen müssen kritisch und im Kontext beurteilt werden. Auch bei Angaben über Komplikationen muss der Kontext zu den Zahlen mitgelesen werden, etwa wie viele solcher Problemfälle durch „Billig-OPs“ im Ausland und mangelnder Nachsorge entstehen. Die Veröffentlichung solcher Zahlen ist kontraproduktiv zur engagierten Arbeit all jener medizinischen Fachverbände, die sich seit Jahren für eine seriöse Arbeit innerhalb der ästhetisch-plastischen Chirurgie einsetzen.“

„Sie ignorieren die – und das ist die absolute Mehrheit – die seriöse ästhetische Chirurgie betreiben, verantwortungsbewusst beraten, aufklären und auch mal eine Operation ablehnen. Die Bayerische Gesellschaft für ästhetische Chirurgie leistet einen Beitrag dazu, bestehende Qualitätsstandards weiter zu entwickeln und ethische Standards festzulegen, um im Einzelfall verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Aufgabe ist es auch, den Patienten Kontakte zu qualifizierten Fachärzten zu vermitteln.“

„Als Vorsitzender der Gesellschaft plädiere ich für eine Schönheitschirurgie mit Augenmaß. Ästhetische Chirurgie ist als Instrument zur Problemlösung nicht geeignet, auch wenn der Zeitgeist dies manchmal suggeriert. Die Psyche kann dadurch nicht behandelt werden. Nur bei einem ausgewachsenen, psychisch gefestigten Menschen mit einem ausgeprägten Selbstbewusstsein, spricht nichts gegen einen ästhetischen Eingriff.Um Kinder in der heutigen Gesellschaft zu stärken, sollte man ihnen Selbstbewusstsein, Wissen und Erfahrung mit auf den Weg geben und sie zu verantwortungsbewussten Menschen erziehen.“