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Donnerstag, 23. November 2017, 08:30 Uhr

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH

Im Fokus zur Weihnachtszeit: Phytopharmakon Myrrhe

Früher: Geschenk der Heiligen Drei Könige
Heute: Darmarznei mit belegter Wirkung

Eschborn – Alle Jahre wieder liest man in der (Vor)Weihnachtszeit von den kostbaren Gaben der Heiligen drei Könige für das neugeborene Jesuskind: Myrrhe, Weihrauch und Gold. „Myrrhe war seinerzeit nicht nur Opfergabe für Götter und Könige und ein Zeichen der Heiligung, sondern auch eine begehrte Arzneipflanze“, erläutert Dr. Johannes G. Mayer, Medizinhistoriker, Universität Würzburg. Heute wird das Phytopharmakon mit „biblischer Tradition“ jedoch mit Kamille und Kaffeekohle kombiniert: Als Fertigarzneimittel* hat sich die in Deutschland einzigartige Drei-Pflanzen-Kombination zur Unterstützung der Magen-Darm-Funktion bei verschiedenen Darmerkrankungen wie Durchfall, Reizdarm oder chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen bewährt. „Zahlreiche aktuelle Studien an deutschen Kliniken und Universitäten konnten sowohl die spasmolytische als auch antiphlogistische Wirkung[1-4] der Myrrhe allein und in Kombination mit Kamille und Kaffeekohle belegen. Darüber hinaus zeigen weitere Publikationen, dass Myrrhe die Darmbarriere stärkt[5] und einen positiven Einfluss auf die metabolische Leistung der Mikrobiota ausübt[6]“, erläutert Dr. Rainer Stange, Studienleiter, Charité – Universitätsmedizin Berlin. In einer von ihm geleiteten klinischen Multi-Center-Beobachtungsstudie mit mehr als 1.000 Patienten in 131 deutschen Arztpraxen stellte sich parallel zur Einnahme eines pflanzlichen Arzneimittels aus Myrrhe, Kaffeekohle und Kamille* nach Arzt- und Patientenurteil eine deutliche Besserung der Diarrhoesymptomatik und des Gesamtbeschwerdebilds bei Reizdarm, chronischen Darmerkrankungen und akuten Durchfällen ein[7].

Nach der Weihnachtsgeschichte bei Matthäus haben die Sterndeuter das neugeborene Kind in Betlehem mit Gold, Weihrauch und Myrrhe beschenkt - letztere waren damals genauso wertvoll wie Gold. Auch als Arzneipflanze wurde die Myrrhe schon früh verwendet. „Seit dem 5. Jahrhundert vor Christus wurde sie von den Griechen zur Wundbehandlung, bei chronischem Husten, Asthma und Entzündungen der Mundhöhle eingesetzt. Arabische Ärzte legten dann um 1000 nach Christus den Schwerpunkt der Anwendungen auf den Magen-Darm-Bereich, was auch von europäischen Ärzten des Mittelalters übernommen wurde“, ergänzt Mayer. Die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten der Myrrhe wurden bis ins 20. Jahrhundert fortgeführt, die genauen Wirkmechanismen waren wie bei vielen pflanzlichen Mitteln lange nicht bekannt. Myrrhe besteht aus dem an der Luft gehärteten Gummiharz, das aus verschiedenen Myrrhenbaum-Arten gewonnen wird. Wichtige Inhaltsstoffe sind das ätherische Öl, Harz sowie Bitter- und Gerbstoffe. Die Myrrhe besitzt antiphlogistische Eigenschaften, senkt den Tonus der glatten Darmmuskulatur und lindert so Darmspasmen. In den letzten Jahren wurden die aus der Erfahrungsmedizin lange bekannten Wirkungen der biblischen Arzneipflanze in verschiedenen klinischen und Grundlagenstudien belegt.

Grundlagenstudien zeigen Wirkmechanismen

Eine Forschergruppe der Universität Leipzig konnte bereits 2012 belegen, dass Myrrhe den Tonus der glatten Darmmuskulatur senkt, die Stärke der Darmkontraktionen verringert und dadurch Darmspasmen lindern kann. Weitere aktuelle Untersuchungen an der Universität Leipzig bestätigen sowohl die anti-inflammatorische als auch spasmolytische Wirkung des gastroenterologischen Phytotherapeutikums[1-4]. „Die darin enthaltenen Arzneipflanzen Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle zeichnen sich dabei durch einen ausgeprägt synergistischen Multi-Target-Effekt aus“, erläutert Stange. Darüber hinaus hat eine Studie an der Berliner Charité gezeigt, dass die Arzneipflanze Myrrhe durch Regulation der Tight-Junctions die Darmbarriere stabilisiert und sie damit vor schädlichen Einflüssen durch das entzündungsfördernde Zytokin TNFalpha schützt[5]. Jüngste Untersuchungen der Forschergruppe um Prof. Jost Langhorst, Leiter Integrative Gastroenterologie, Universität Duisburg-Essen, haben gezeigt, dass das Myrrhe-Phytotherapeutikum im akuten Colitis ulcerosa-Schub für eine höhere Konzentration an kurzkettigen Fettsäuren (SCFA) im Stuhl sorgt als Mesalazin[6]. SCFA sind beispielsweise für die Energieversorgung der Enterozyten sowie für die Mucinproduktion sehr wichtig.

Klinische Studien belegen Multi-Target-Wirkung

In der Multi-Center-Beobachtungsstudie mit mehr als 1.000 Patienten in 131 deutschen Arztpraxen erschien das Kombinations-Arzneimittel zur Unterstützung der Magen-Darm-Funktion bei der Behandlung von Diarrhoe unterschiedlicher Genese gut wirksam und verträglich. Es kam zu einer deutlichen Besserung der Durchfallsymptomatik und des Gesamtbeschwerdebilds bei Reizdarm, chronischen Darmerkrankungen und akuten Diarrhoen. Reizdarm-Patienten gaben außerdem eine signifikante Reduktion der Flatulenzen an[7]. Des Weiteren konnte in einer 2013 publizierten RCT (randomised-clinical-trial) gezeigt werden, dass das Myrrhe-Therapeutikum zum Remissionserhalt bei Colitis ulcerosa annähernd vergleichbar wirksam war wie das chemisch definierte Standardmedikament Mesalazin[8].

Den neuen Informationsfilm für Journalisten zum Thema „Mystische Myrrhe – Aktuelle Datenlage“ mit Studienleiter Dr. med. Rainer Stange, Charité – Berliner Universitätsmedizin, finden Sie hier

*MYRRHINIL-INTEST® www.myrrhinil.de

Myrrhe-Fotos (und weitere Motive) können Sie anfordern bei knop@cgc-pr.com, Uwe Knop, CGC, Telefon 06196/7766115

Literatur:

Die Quellen 1-7 können angefordert werden bei knop@cgc-pr.com