Übersicht / ÖKO-TEST / Meldung vom 26.10.2012

Freitag, 26. Oktober 2012, 09:30 Uhr

ÖKO-TEST

ÖKO-TEST Erkältungsmittel

Hilfe für Schniefnasen

Frankfurt – Zwar gibt es bis heute kein Mittel, das einen grippalen Infekt heilt, die typischen Erkältungssymptome lassen sich jedoch gut lindern. Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat in der aktuellen November-Ausgabe die 60 besten Medikamente gegen Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, grippale Infekte sowie Kopf- und Gliederschmerzen zusammengestellt.

Menschen mit Schnupfennase können beispielsweise bestimmte Nasensprays mit unkonservierten Salzlösungen nutzen. Denn diese befeuchten die Nasenschleimhäute und wirken regenerierend. Während man diese Mittel problemlos über einen längeren Zeitraum einnehmen kann, sollte man Sympathomimetika, die die Schleimhäute abschwellen lassen, nur fünf bis maximal sieben Tage verwenden. Denn sie können abhängig machen und einen medikamentösen Dauerschnupfen auslösen.
Bei starken Halsschmerzen hilft der kurzfristige Gebrauch von Halstabletten mit dem lokal betäubend wirkenden Lidocain. Die Schmerzen lassen sich auch mit Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen bekämpfen. Wenn sie aber länger als eine Woche anhalten oder wenn Fieber, Schluckbeschwerden oder ein Ausschlag dazukommen, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Wer unter Husten leidet, sollte vor allem viel trinken und erst in zweiter Linie ein Arzneimittel nehmen. Denn schleimlösende Präparate wirken bestenfalls unterstützend, ganz gleich, ob der Wirkstoff chemischen oder pflanzlichen Ursprungs ist. Hustenreiz lässt sich mit pflanzlichen Zubereitungen aus Spitzwegerich als auch mit chemischen Wirkstoffen dämpfen.

Bei grippalen Infekten sollte man die Finger von Kombinationspräparaten lassen. Sie gleichen einer Schrotschusstherapie, die vielfach nicht nur unsinnig ist, sondern auch ein erhebliches Risiko für Nebenwirkungen birgt. Die gezielte Einnahme von Husten-, Schnupfen- oder Schmerzmitteln ist sinnvoller. Die wenigen „sehr guten“ und „guten“ Grippemittel sind teure Schmerzmittel, die nur einen Wirkstoff – Ibuprofen oder Paracetamol – enthalten. Sie lindern Schmerzen, können aber das Erkältungsgeschehen ebenso wenig beeinflussen wie zugesetztes Vitamin C.