Porträt
DR. URSULA VON DER LEYEN
Traumberuf Gesundheitsministerin
Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, dann würde eine Konstellation von CDU/CSU und FDP derzeit rund die Hälfte der Stimmen erhalten. Dr. Ursula von der Leyen stünde für den Posten der Gesundheitsministerin parat, wenn es am 27. September tatsächlich zu einer schwarz-gelben Koalition käme. Unlängst hat die amtierende Familienministerin ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, in das Gesundheitsressort zu wechseln. Aus der Luft gegriffen ist diese Idee nicht, denn die promovierte Ärztin hat Erfahrung im Gesundheitswesen.
Von der Leyen wird am 8. Oktober 1958 in Brüssel geboren. Obwohl sie erst 2001 in die Kommunalpolitik einsteigt, legt sie einen rasanten Aufstieg hin. Vorläufiger Höhepunkt ihrer Karriere ist die Ernennung zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nach den vorgezogenen Bundestagswahlen 2005.
Nach dem Abitur studiert von der Leyen Volkswirtschaftslehre in Göttingen und Münster. Nach sechs Semestern bricht sie 1980 das Studium ab und entscheidet sich für die Medizin. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) schließt sie 1987 mit dem Staatsexamen und Approbation als Ärztin ab und ist kurz darauf als Assistenzärztin an der Frauenklinik der MHH tätig. 1991, vier Jahre nach ihrer Approbation, folgt die Promotion zur Dr. med. Ein Jahr zuvor tritt von der Leyen in die CDU ein. Von 1998 bis 2002 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrer alten Universität in Hannover: An der Abteilung für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung macht sie 2001 ihren Master für „Public Health“ (MPH).
Ursula von der Leyen, die Tochter des ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Ernst Albrecht, nimmt die politische „Ochsentour“ im Schnelldurchlauf: 2001 wird sie zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin von Ilten gewählt, einer kleinen Ortschaft in der Nähe Hannovers. Dazu kommt der CDU-Fraktionsvorsitz im Rat der Stadt Sehnde; zu dieser Zeit ist sie auch Mitglied der Regionsversammlung Hannover und dort Vorsitzende des Ausschusses Gesundheit und Krankenhäuser.
2003 zieht von der Leyen in den niedersächsischen Landtag ein; sie wird Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit unter Ministerpräsident Wulff und bleibt dies bis 2005. Zwischenzeitlich steigt die Ärztin und siebenfache Mutter in das Bundespräsidium der CDU auf; im Wahlkampfjahr 2005 holt Angela Merkel sie in ihr Kompetenzteam für die Bereiche Familie und Gesundheit.
Den erfolgreichen Spagat zwischen beruflicher Karriere und Familie hat die heute 50-Jährige geschafft. In diesem Jahr will sie nun als Spitzenkandidatin der niedersächsischen CDU erstmals in den Bundestag einziehen. Gesundheitspolitik ist, neben der Familienpolitik, eines ihrer Steckenpferde. Ob an der Spitze des Gesundheitsministerium zukünftig der Name Ursula von der Leyen steht ist zum heutigen Zeitpunkt reine Spekulation – die Kompetenz und nötige Erfahrung für dieses schwierige Ressort hat sie durchaus. Zu den Gerüchten um einen eventuellen Wechsel in das BMG sagte sie kürzlich: „Ich bin leidenschaftlich gern Familienministerin.
Von der Leyen wird am 8. Oktober 1958 in Brüssel geboren. Obwohl sie erst 2001 in die Kommunalpolitik einsteigt, legt sie einen rasanten Aufstieg hin. Vorläufiger Höhepunkt ihrer Karriere ist die Ernennung zur Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nach den vorgezogenen Bundestagswahlen 2005.
Nach dem Abitur studiert von der Leyen Volkswirtschaftslehre in Göttingen und Münster. Nach sechs Semestern bricht sie 1980 das Studium ab und entscheidet sich für die Medizin. An der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) schließt sie 1987 mit dem Staatsexamen und Approbation als Ärztin ab und ist kurz darauf als Assistenzärztin an der Frauenklinik der MHH tätig. 1991, vier Jahre nach ihrer Approbation, folgt die Promotion zur Dr. med. Ein Jahr zuvor tritt von der Leyen in die CDU ein. Von 1998 bis 2002 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an ihrer alten Universität in Hannover: An der Abteilung für Epidemiologie, Sozialmedizin und Gesundheitssystemforschung macht sie 2001 ihren Master für „Public Health“ (MPH).
Ursula von der Leyen, die Tochter des ehemaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Ernst Albrecht, nimmt die politische „Ochsentour“ im Schnelldurchlauf: 2001 wird sie zur stellvertretenden Ortsbürgermeisterin von Ilten gewählt, einer kleinen Ortschaft in der Nähe Hannovers. Dazu kommt der CDU-Fraktionsvorsitz im Rat der Stadt Sehnde; zu dieser Zeit ist sie auch Mitglied der Regionsversammlung Hannover und dort Vorsitzende des Ausschusses Gesundheit und Krankenhäuser.
2003 zieht von der Leyen in den niedersächsischen Landtag ein; sie wird Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit unter Ministerpräsident Wulff und bleibt dies bis 2005. Zwischenzeitlich steigt die Ärztin und siebenfache Mutter in das Bundespräsidium der CDU auf; im Wahlkampfjahr 2005 holt Angela Merkel sie in ihr Kompetenzteam für die Bereiche Familie und Gesundheit.
Den erfolgreichen Spagat zwischen beruflicher Karriere und Familie hat die heute 50-Jährige geschafft. In diesem Jahr will sie nun als Spitzenkandidatin der niedersächsischen CDU erstmals in den Bundestag einziehen. Gesundheitspolitik ist, neben der Familienpolitik, eines ihrer Steckenpferde. Ob an der Spitze des Gesundheitsministerium zukünftig der Name Ursula von der Leyen steht ist zum heutigen Zeitpunkt reine Spekulation – die Kompetenz und nötige Erfahrung für dieses schwierige Ressort hat sie durchaus. Zu den Gerüchten um einen eventuellen Wechsel in das BMG sagte sie kürzlich: „Ich bin leidenschaftlich gern Familienministerin.
Weitere Porträts
26.07.2010
BfArM: Die Arzneimittel-Kontrolleure
02.07.2010
Rolf Becker: Der Vater der Apotheken-Umschau
19.05.2010
Marburger Bund: Von der studentischen Idee zur Ärztegewerkschaft
27.04.2010
Thomas Ballast: Experte für Modellverträge
15.03.2010
Hubert Hüppe: Einsatz für behinderte Menschen
02.02.2010
Mechthild Ross-Luttmann: Gesundheitsministerin statt Tierärztin
07.01.2010
Birgit Fischer: Pädagogin wird Kassenchefin
14.12.2009
Ständige Impfkommission: Experten für Immunisierung
23.11.2009
Wolfgang Zöller: Offenes Ohr für Patientensorgen
18.11.2009
Professor Dr. Karl Lauterbach: Endlich Gesundheitssprecher
26.10.2009
Dr. Philipp Rösler: FDP-Youngster wird Gesundheitsminister
08.10.2009
Nobelpreisträgerin Elizabeth Blackburn: Sammlerin begehrter Preise
08.10.2009
Nobelpreisträgerin Carol Greider: Nobelpreis trotz Legasthenie
08.10.2009
Nobelpreisträger Jack Szostak: Forscher mit vielen Interessen
04.09.2009
Marsieh Wahid-Dastdscherdi: Irans erste Gesundheitsministerin
13.08.2009
Johannes Löwer: Schweinegrippe als Chefsache
22.07.2009
Margaret Chan: Die Seuchen-Bekämpferin
06.07.2009
Helga Kühn-Mengel: Die Patientenrechtlerin
16.06.2009
Ulla Schmidt: Die lächelnde Reformerin
07.05.2009
CDC: Schaltzentrale der Virenabwehr
09.04.2009
Josef Hecken: Der Fonds-Verwalter
13.03.2009
Kathleen Sebelius: Obamas Reformerin
26.02.2009
Dr. Ursula von der Leyen: Traumberuf Gesundheitsministerin
05.01.2009
Dr. Herbert Reichelt: Neuer Mann an AOK-Spitze
10.11.2008
Markus Söder: Mann für die soziale Mitte
27.10.2008
Dr. Angelika Niebler: Kämpferin für die Freiberufler
06.10.2008
Harald zur Hausen: Der Entdecker der Krebs-Viren
24.09.2008
Karl Hermann Haack: Botschafter des Behindertensports
03.09.2008
Dr. Andreas Köhler: KBV-Chef – hart aber fair
19.08.2008
Georg Baum: Streikführer für die Kliniken
07.08.2008
Jöns Jacob Freiherr von Berzelius: Vater der modernen Chemie
06.08.2008
Dr. Doris Pfeiffer: First Lady der Kassen
23.06.2008
Marie-Luise Müller: Pflege ist ihre Mission
11.06.2008
Professor Dr. Günter Neubauer: Ökonom als Berater im Gesundheitswesen
02.06.2008
Professor Dr. Elisabeth Pott: Ein Leben für die Prävention
19.05.2008
Christine Lieberknecht: Pastorin wird Gesundheitsministerin
07.05.2008
Professor Dr. Jörg-Dietrich Hoppe: Präsident der Bundesärztekammer
30.04.2008
Professor Dr. Gerhard Vigener: Superminister auf vermintem Gelände
20.04.2008
Androula Vassiliou: Von der First Lady zur Kommissarin
20.04.2008
Götz Werner: Unternehmer und Anthroposoph
20.04.2008
Professor Dr. Tim R. Mosmann: Geld für gute Forschung








Topthemen