Übersicht / Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Meldung vom 10.03.2011

Donnerstag, 10. März 2011, 16:50 Uhr

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Interdisziplinäres Studienzentrum der Universitätsmedizin Mainz wird weiterhin gefördert

Interdisziplinäres Zentrum Klinische Studien erhält 4,4 Millionen Euro Förderung für die nächsten vier Jahre

Mainz – Nach einer umfangreichen Begutachtung erhielt das seit 2007 bestehende Interdisziplinäre Zentrum Klinische Studien (IZKS) der Universitätsmedizin Mainz jetzt die erfreuliche Nachricht: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Zentrum für vier weitere Jahre mit insgesamt 4,4 Millionen Euro fördern. Heute hat der Parlamentarische Staatssekretär, Dr. Helge Braun, die Bewilligungsurkunde persönlich an die Universitätsmedizin Mainz übergeben. Ein unabhängiges Gutachtergremium hatte sich einstimmig für eine Verlängerung der Förderung ausgesprochen. Das engagierte Team um die Leiterin des IZKS, Dr. med. Monika Seibert-Grafe, kann seine erfolgreiche Arbeit in der patientenorientierten klinischen Forschung an der Universitätsmedizin Mainz damit fortsetzen. Klinische Studien sind eine Voraussetzung für den medizinischen Fortschritt. Ärzte und Wissenschaftler der Universitätsmedizin Mainz führen jedes Jahr zahlreiche Studien mit unterschiedlichsten medizinischen Fragestellungen durch: Dabei handelt es sich einerseits um Untersuchungen, mit denen neue Therapien erforscht oder bestehende verbessert werden sollen, andererseits um Projekte zur Risikoerkennung, die längerfristig der Prävention von Erkrankungen – etwa des Herz-Kreislaufsystems – dienen sollen. „Klinische Studien sind Motor für Innovationen in der Gesundheitsforschung und im Gesundheitswesen“, sagt Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung. „Durch die Förderung der klinischen Forschung, wie hier am IZKS in Mainz, schafft die Bundesregierung wichtige Voraussetzungen, damit Forschungsergebnisse schneller in die medizinische Versorgung und damit zu den Patientinnen und Patienten gelangen.“

Die Stärken des Mainzer Standortes liegen besonders in der exzellenten Forschungsinfrastruktur sowie der engen Zusammenarbeit zwischen den Ärzten und Wissenschaftlern aller Kliniken und Fachgebiete und dem Team des IZKS. „Die interdisziplinäre Kooperation“, so die IZKS-Leiterin Dr. Monika Seibert-Grafe, „wird an der Universitätsmedizin Mainz gelebt. Sie ermöglicht, dass auch komplexe klinische Studien durchgeführt werden können und die hohen wissenschaftlichen, ethischen und gesetzlichen Anforderungen erfüllen.“ „Die Leistungen im Rahmen der ersten vierjährigen Förderphase überzeugten die Gutachter in jeder Hinsicht“, so der Wissenschaftliche Vorstand der Universitätsmedizin, Univ.-Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban. „Mit diesen Leistungen wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass an der Universitätsmedizin Mainz bundesweite, industrie-unabhängige Arzneimittelstudien zum Wohle unserer Patienten federführend durchgeführt werden können.“ Als weitere Schwerpunkte wurden in den vergangenen Jahren fachspezifische Studieneinheiten in der Neurologie, der Psychiatrie, Psychosomatik sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgebaut. Zahlreiche Fortbildungsveranstaltungen trugen zur Qualifizierung interner und externer Forscher bei. Die große Anzahl von aktuell laufenden, von Ärzten initiierten Studienprojekten sowie die damit verbundenen erfolgreich eingeworbenen Drittmittel sind Beleg für die erfolgreiche Arbeit. Der Fokus der nächsten vier Jahre wird neben der planmäßigen Weiterentwicklung der bisherigen Schwerpunkte vor allem auf der Einrichtung eines Kompetenzzentrums für Medizinproduktestudien und dem Aufbau von weiteren Studienzentren, beispielsweise in der Anästhesie, Radiologie, Rheumatologie und Chirurgie liegen. Darüber hinaus sollen die Fortbildungsaktivitäten erweitert sowie regionale Studiennetzwerke unterstützt und aufgebaut werden. Der Medizinische Vorstand und Vorstandsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Guido Adler betont: „Das Ergebnis der Begutachtung ist eine Anerkennung unserer bisherigen Leistungen im Rahmen der patientenorientierten klinischen Forschung und ein Vertrauensvorschuss für unsere künftigen Aktivitäten. Diese außerordentlich positive Begutachtung macht deutlich, dass wir die Schwerpunkte richtig gesetzt haben und auf einem guten Weg sind, die klinische Forschung in Deutschland durch unsere Studien zu stärken. Wir werden weiterhin alle an einem Strang ziehen, um die Anzahl und Qualität hochinnovativer klinischer Studien in Mainz kontinuierlich zu steigern und damit die Optionen für unsere Patienten zu verbessern.“

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de