Übersicht / Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz / Meldung vom 27.04.2011

Mittwoch, 27. April 2011, 09:48 Uhr

Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Persönliche Schilderungen sind Thema des 3. "Mainzer Frühstücksgesprächs - Organspende im Dialog" am 7. Mai 2011

Organspende und Transplantation - Angehörige und transplantierte Patienten berichten

Mainz – Beim 3. "Mainzer Frühstücksgespräch - Organspende im Dialog" am Samstag, den 7. Mai berichten Angehörige von Organspendern und transplantierte Patienten von ihren Erfahrungen mit dem Thema Organspende und Transplantation. Moderiert wird das Gespräch von Anne-Bärbel Blaes-Eise, Koordinatorin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO). Die Veranstaltung findet von 9.00 bis 11.00 Uhr im Hörsaal der Hautklinik (Gebäude 401H, Universitätsmedizin Mainz, Langenbeckstraße 1, 55131 Mainz) statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Um Anmeldung wird gebeten bei Dr. Johannes W. Rey (E-Mail: johannes.rey@unimedizin-mainz.de, Tel.: 0151-15791000 oder Fax: 06131 17 471717).

Mehr als 12.000 schwerkranke Patientinnen und Patienten warten in Deutschland auf eine lebensrettende Organtransplantation. Jedes Jahr sterben etwa 1.000 Menschen, die nicht rechtzeitig ein Organ erhalten. "Wir erfahren bei unserer täglichen Arbeit immer wieder, dass die Bürgerinnen und Bürger zu diesem Thema sehr verunsichert und möglicherweise falsch informiert sind", nennt der Transplantationsbeauftragte der Universitätsmedizin Mainz und Direktor der Klinik für Anästhesiologie, Univ.-Prof. Dr. Christian Werner, einen möglichen Grund für den Mangel an Organen. "Dies spiegelt sich auch darin wider, dass nach einer aktuellen Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nur rund 25 Prozent der Bevölkerung in Deutschland einen Organspendeausweis haben."

Aufklärung tut also not. Hierzu möchte der Qualitätszirkel Organspende der Universitätsmedizin Mainz mit der Veranstaltungsreihe „Mainzer Frühstücksgespräch – Organspende im Dialog“ einen Beitrag leisten. Nachdem in den ersten beiden Frühstücksgesprächen die Themen Hirntod und gesetzliche Regelungen besprochen wurden, erwarten die Besucher beim dritten Frühstücksgespräch am 7. Mai sehr persönliche Einblicke in das Thema. Angehörige und transplantierte Patienten werden von ihren Erfahrungen berichten. Nach Meinung der Organisatoren sind solche persönlichen Schilderungen eine bedeutende Möglichkeit, Verunsicherungen und Vorbehalte zur Transplantationsmedizin in der Gesellschaft abzubauen.

„Die Universitätsmedizin Mainz als Transplantationszentrum hat sich seit Jahren im Besonderen auch bei der Gemeinschaftsaufgabe Organspende erfolgreich engagiert. Jetzt möchten wir dieses Engagement intensivieren und laden die Bürgerinnen und Bürger ein, sich mit zentralen Aspekten dieses Themas vertrauter zu machen“, so Dr. Johannes W. Rey, der als Inhousekoordinator der Universitätsmedizin Mainz als ständiger Ansprechpartner für Fragen zur Organspende vor Ort tätig ist. „Um eine Diskussion zu erreichen, die sich an dem tatsächlichen Informationsbedürfnis der Menschen orientiert, möchten wir die Teilnehmer auch dieses Mal ermuntern, schon im Vorfeld bestimmte Anliegen oder Fragen zur Diskussion beizutragen“, so Dr. Stefan Welschehold, Oberarzt der Neurochirurgischen Klinik und Mit-Organisator der neuen Vortragsreihe.

Über die Veranstaltung:

Die Transplantationsmedizin in Deutschland – und damit die Themen Hirntod, Organspende und Transplantation – sind immer wieder Gegenstand aktueller Berichterstattungen in den Medien. Dennoch bestehen in der Bevölkerung große Unsicherheiten und Vorbehalte beim Thema Organspende. Vor diesem Hintergrund hat der Qualitätszirkel Organspende der Universitätsmedizin Mainz die neue Veranstaltungsreihe „Mainzer Frühstücksgespräch – Organspende im Dialog“ ins Leben gerufen. Dabei werden Experten auf dem Gebiet der Organspende und Transplantation im Dialog mit den Besuchern zentrale Fragestellungen besprechen und diskutieren. Schon im Vorfeld können die Teilnehmer bestimmte Anliegen oder Fragen zur Diskussion beitragen (per E-Mail an johannes.rey@unimedizin-mainz.de, telefonisch (0151 15791000) oder per Fax an 06131 17 471717).

Weitere Informationen: http://www.dso.de, www.bzga.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de