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Schwimm-EM: Über Funchal nach RioEmely Telle investiert viel für den Leistungssport – und träumt von einer Paralympics-Medaille

Schwimm-EM: Über Funchal nach Rio
Emely Telle investiert viel für den Leistungssport – und träumt von einer Paralympics-Medaille

Pressemitteilung – Deutscher Behindertensportverband e.V.

Frechen, – 28. April 2016. Die sehbehinderte Emely Telle (19) vom Berlin Schwimmteam hofft in Rio auf ihre erste Paralympics-Teilnahme und strebt eine Medaille über 100 Meter Brust an – doch zunächst steht bei der EM in Funchal (1. bis 7. Mai) eine wichtige Standortbestimmung auf dem Programm.

Emely Telle kann sehr anschaulich schildern, wie es sich für sie unter Wasser kurz vor der Wende anfühlt: „Stell dir vor, du schwimmst schnell und dann kommt eine Wand, die du erst ganz spät siehst. So ist es bei mir.“ Die deutsche Spitzenschwimmerin hat seit ihrer Geburt eine Sehkraft von etwa zehn Prozent. „Alles im Abstand von fünf Metern ist für mich nur in Umrissen zu sehen“, sagt die 19 Jahre alte Berlinerin. „Ob ich vor der Wand noch einen Zug machen muss oder nicht, übe ich immer und immer wieder.“

25 Stunden in der Woche arbeitet sie mit ihrem Heim-Trainer Maik Zeh vom Berliner Schwimmteam. Ihr Ziel ist eindeutig definiert. Telle will eine Medaille bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro im September gewinnen – in ihrer Lieblingsdisziplin Brust, natürlich am liebsten die goldene: „Ich stelle mir täglich vor, wie das wohl sein wird, vielleicht irgendwann einmal ganz oben zu stehen. Das spornt mich sehr an.“ Am 1. Mai beginnen im portugiesischen Funchal die IPC-Schwimm-Europameisterschaften. Die Nationalmannschaft Paralympisches Schwimmen im Deutschen Behindertensportverband (DBS) reist mit einem 19-köpfigen Aufgebot an (siehe unten) – darunter Emely Telle, die Zweite der WM 2015 in Glasgow über 100 Meter Brust. Nicht nur deswegen hat sie gute Chancen, von Bundestrainerin Ute Schinkitz vorgeschlagen und schließlich am 1. August vom DBS nominiert zu werden.

Für den Leistungssport die Heimat verlassen

Die Schülerin steht nicht nur aufgrund ihres wöchentlichen Trainingspensums beispielhaft dafür, dass der Sport von Athleten mit Behinderung Hochleistungssport ist. Nur wer viel investiert, kann sich auf dem deutlich gestiegenen internationalen Niveau behaupten. Emely Telle kam mit 15 Jahren aus der Nähe Weimars nach Berlin zum Schul- und Leistungssportzentrum (SLZB) und ins Berliner Schwimmteam unter dem Dach des PSC Berlin, wo Athletinnen und Athleten unterschiedlicher Behinderungen miteinander trainieren und sehr gut gefördert werden. „Am Anfang war es nicht ganz leicht. Ich musste mich erst zurechtfinden. Aber die Art, wie hier alles organisiert ist, hat mir geholfen“, sagt sie. Heimweh habe sie selten verspürt. Vielleicht auch, weil immer etwas zu tun war, ob Schule oder Schwimmen.

Am SLZB möchte Emely Telle 2017 ihr Abitur ablegen und dann Modejournalismus studieren. Sie hebt hervor, wie wohl sie sich in ihrer Trainingsgruppe fühlt, wie motivierend die Gemeinschaft sei. In den erfahrenen paralympischen Schwimmerinnen Daniela Schulte, Verena Schott und Elena Krawzow hat Telle genügend Vorbilder im eigenen Team. Ihre beste Freundin Maike Naomi Schnittger startet für das nur unweit entfernte Schwimmteam Potsdam. Die Brandenburger aus Potsdam und das Schwimmteam NRW aus Leverkusen bilden die anderen beiden paralympischen Trainingsstützpunkte von Deutschlands Schwimmerinnen und Schwimmern mit Behinderung. „Wir haben eine Zentralisierung gebraucht, um mehr Leistungsstärke zu bekommen“, erklärt DBS-Vizepräsident Leistungssport, Dr. Karl Quade.

Emely Telle hat davon profitiert. Jeden Tag, auch im Kleinen. Die Wege vom Schul- und Leistungssportzentrum zum Berliner Schwimmforum im Stadtteil Alt-Hohenschönhausen sind kurz. Lehrer und Trainer sind im ständigen Austausch. Als ‚Eliteschule des Sports’ (prämiert vom Deutschen Olympischen Sportbund) hat das SLZB das Wohl seiner Athleten immer im Blick. „Ich kann mich dadurch gut auf das Lernen und das Schwimmen konzentrieren“, sagt Telle. Aus Grundschulzeiten in einer Schule für Sehschwache kannte sie es, dass sie in der ersten Bankreihe sitzen durfte und bei Klassenarbeiten zehn Minuten länger Zeit bekam. „Ich kann kleine Schriften nun mal nicht sehen“, sagt die 19-Jährige, „aber es war gut, dass ich auf eine Schule für Sehbehinderte gegangen bin und dort Tipps und Tricks für den Alltag bekommen habe“. Offen mit der Behinderung umzugehen, gehört dazu. In Berlin haben einige andere Mitschüler und Sportler eine ähnliche Einschränkung. Das erspart viele Worte.

Beucher: „Emely ist die personifizierte Leistungsbereitschaft für Jugendliche mit Behinderung“

Die blonde Athletin mit dem sympathischen Lächeln genießt die professionelle Betreuung durch DBS, PSC Berlin und das Berliner Schwimmteam. In der Woche vor der EM feilte sie mit ihren Nationalmannschaft-Kollegen im Trainingslager auf Lanzarote weiter an ihrer Form. „Wir haben dadurch beste Bedingungen und können uns auch durch die gefühlte Nähe zu Funchal toll vorbereiten“, sagt Heimtrainer Maik Zeh. Zusammen mit Verena Schott, Janina Breuer, Daniel Simon und Niels Grunenberg profitiert auch Telle von solchen Camps. Sie sagt: „Ich bin einfach dankbar, was Verein und Verband für uns tun.“ Von Lanzarote wird die Gruppe gemeinsam nach Funchal fliegen.

Gern würde Emely Telle das in sie gesetzte Vertrauen mit einer paralympischen Medaille zurückzahlen. Dazu müsste sie in ihrer Startklasse ihre schärfste Kontrahentin und Freundin Karolina Pelenditrou aus Zypern bezwingen – oder auch mit Elena Krawzow Konkurrenz aus dem eigenen Team. Was sie besonders motiviert? „Ich stelle mir unsere gemeinsame Freude nach dem Wettkampf vor.“ Doch so weit ist es noch nicht.

Emely Telle scheint auf einem guten Weg – auch als Vorbild. Manches Lob muss sie aushalten, wie etwa das von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher: „Emely ist die personifizierte Leistungsbereitschaft für Jugendliche mit Behinderung. Sie schwimmt sich in die Weltspitze, weil ihr Umfeld persönlich und sachlich passt.“ Ein Vorbild will sie gern sein. Aber auf ihre Weise: „Ich möchte zeigen, dass auch Menschen mit Handicap schnell schwimmen können.“

Quelle: Frank Heike/Medienmannschaft

Hintergründe zu den Sportlerinnen und Sportlern unserer Deutschen Paralympischen Mannschaft finden Sie auf

www.deutsche-paralympische-mannschaft.de

oder unter www.abteilung-schwimmen.de.

Selbstbewusstsein sammeln für die Paralympics

Mit einem 19-köpfigen Aufgebot reist die deutsche Nationalmannschaft von Bundestrainerin Ute Schinkitz zu den Schwimm-Europameisterschaften ins portugiesische Funchal (1. bis 7. Mai). Es ist eine Premiere, dass im paralympischen Jahr eine EM stattfindet. „Für unsere Rio-Kandidaten geht es darum, unter Wettkampfdruck ihre Leistung zu bringen und natürlich die Norm für die Paralympics zu schwimmen, sofern noch nicht geschehen“, erklärt Ute Schinkitz. „Da gilt es auch, Selbstbewusstsein zu sammeln für Rio und mentale Stärke hinzuzugewinnen.“ Schließlich sei es auch bei der EM wichtig, auf den Punkt das Leistungsvermögen abzurufen, so die Bundestrainerin – wenngleich der europäische Maßstab nicht mit dem Weltklasseniveau zu vergleichen sei, welches die Athletinnen und Athleten in Rio erwarten wird.

Neben Paralympics-Medaillengewinnern wie Daniela Schulte, Sebastian Iwanow, Verena Schott oder Elena Krawzow sind auch zahlreiche Nachwuchstalente in Portugal dabei, darunter die drei EM-Debütanten Peggy Sonntag (17), Max Gelhaar und Taliso Engel. Mit 13 Jahren ist der sehbehinderte Taliso, der für die SG Bayer startet und aus Nürnberg kommt, nicht nur der mit Abstand jüngste Athlet im deutschen Aufgebot, sondern der gesamten Europameisterschaft. „Taliso hat die Norm für die EM geschafft und ist für sein Alter schon sehr gut“, sagt Ute Schinkitz und ergänzt: „Unser Nachwuchs soll die große Bühne nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und daraus Motivation für die Zukunft zu ziehen.“ So liegen spannende sieben Wettkampftage mit vielen Erkenntnissen vor der deutschen Nationalmannschaft – sowohl für den Kreis der Rio-Kandidaten als auch für die jungen Talente. Ganz besonders groß dürfte die Vorfreude bei Taliso Engel sein – und auch das Herzklopfen vor den ersten „großen“ Wettkämpfen seiner jungen Karriere.

Das deutsche EM-Aufgebot: Janina Breuer (17, PSC Berlin, Karlsruhe), Christoph Burkard (32, TV Rottweil, Zimmer-Horgen/BaWü), Annke Conradi (40, SC Regensburg, Regensburg), Taliso Engel (13, SG Bayer, Nürnberg), Bastian Fontayne (19, SG Bayer, Leverkusen), Max Gelhaar (18, BV Leipzig, Leipzig), Denise Grahl (22, Hanse SV Rostock, Brüsewitz/MVP), Niels Grunenberg (41, PSC Berlin, Berlin), Sebastian Iwanow (30, SG Bayer, Wuppertal), Elena Krawzow (22, PSC Berlin, Nürnberg), Tobias Pollap (30, SG Bayer, Bochum), Torben Schmidtke (27, SC Potsdam, Potsdam), Maike Naomi Schnittger (22, SC Potsdam, Potsdam), Verena Schott (27, PSC Berlin, Berlin), Daniela Schulte (33, PSC Berlin, Berlin), Hannes Schürmann (18, SG Bayer, Remscheid), Daniel Simon (27, VSG Darmstadt, Berlin), Peggy Sonntag (17, BV Leipzig, Leipzig), Emely Telle (19, PSC Berlin, Rittersdorf/Thüringen).

Die beiden Fotos von Emely Telle können Sie unter Angabe der Quelle „DBS / Ising“ honorarfrei verwenden.

5 Stunden in der Woche arbeitet sie mit ihrem Heim-Trainer Maik Zeh vom Berliner Schwimmteam. Ihr Ziel ist eindeutig definiert. Telle will eine Medaille bei den Paralympischen Spielen in Rio de Janeiro im September gewinnen – in ihrer Lieblingsdisziplin Brust, natürlich am liebsten die goldene: „Ich stelle mir täglich vor, wie das wohl sein wird, vielleicht irgendwann einmal ganz oben zu stehen. Das spornt mich sehr an.“ Am 1. Mai beginnen im portugiesischen Funchal die IPC-Schwimm-Europameisterschaften. Die Nationalmannschaft Paralympisches Schwimmen im Deutschen Behindertensportverband (DBS) reist mit einem 19-köpfigen Aufgebot an (siehe unten) – darunter Emely Telle, die Zweite der WM 2015 in Glasgow über 100 Meter Brust. Nicht nur deswegen hat sie gute Chancen, von Bundestrainerin Ute Schinkitz vorgeschlagen und schließlich am 1. August vom DBS nominiert zu werden.

Für den Leistungssport die Heimat verlassen

Die Schülerin steht nicht nur aufgrund ihres wöchentlichen Trainingspensums beispielhaft dafür, dass der Sport von Athleten mit Behinderung Hochleistungssport ist. Nur wer viel investiert, kann sich auf dem deutlich gestiegenen internationalen Niveau behaupten. Emely Telle kam mit 15 Jahren aus der Nähe Weimars nach Berlin zum Schul- und Leistungssportzentrum (SLZB) und ins Berliner Schwimmteam unter dem Dach des PSC Berlin, wo Athletinnen und Athleten unterschiedlicher Behinderungen miteinander trainieren und sehr gut gefördert werden. „Am Anfang war es nicht ganz leicht. Ich musste mich erst zurechtfinden. Aber die Art, wie hier alles organisiert ist, hat mir geholfen“, sagt sie. Heimweh habe sie selten verspürt. Vielleicht auch, weil immer etwas zu tun war, ob Schule oder Schwimmen.

Am SLZB möchte Emely Telle 2017 ihr Abitur ablegen und dann Modejournalismus studieren. Sie hebt hervor, wie wohl sie sich in ihrer Trainingsgruppe fühlt, wie motivierend die Gemeinschaft sei. In den erfahrenen paralympischen Schwimmerinnen Daniela Schulte, Verena Schott und Elena Krawzow hat Telle genügend Vorbilder im eigenen Team. Ihre beste Freundin Maike Naomi Schnittger startet für das nur unweit entfernte Schwimmteam Potsdam. Die Brandenburger aus Potsdam und das Schwimmteam NRW aus Leverkusen bilden die anderen beiden paralympischen Trainingsstützpunkte von Deutschlands Schwimmerinnen und Schwimmern mit Behinderung. „Wir haben eine Zentralisierung gebraucht, um mehr Leistungsstärke zu bekommen“, erklärt DBS-Vizepräsident Leistungssport, Dr. Karl Quade.

Emely Telle hat davon profitiert. Jeden Tag, auch im Kleinen. Die Wege vom Schul- und Leistungssportzentrum zum Berliner Schwimmforum im Stadtteil Alt-Hohenschönhausen sind kurz. Lehrer und Trainer sind im ständigen Austausch. Als ‚Eliteschule des Sports’ (prämiert vom Deutschen Olympischen Sportbund) hat das SLZB das Wohl seiner Athleten immer im Blick. „Ich kann mich dadurch gut auf das Lernen und das Schwimmen konzentrieren“, sagt Telle. Aus Grundschulzeiten in einer Schule für Sehschwache kannte sie es, dass sie in der ersten Bankreihe sitzen durfte und bei Klassenarbeiten zehn Minuten länger Zeit bekam. „Ich kann kleine Schriften nun mal nicht sehen“, sagt die 19-Jährige, „aber es war gut, dass ich auf eine Schule für Sehbehinderte gegangen bin und dort Tipps und Tricks für den Alltag bekommen habe“. Offen mit der Behinderung umzugehen, gehört dazu. In Berlin haben einige andere Mitschüler und Sportler eine ähnliche Einschränkung. Das erspart viele Worte.

Beucher: „Emely ist die personifizierte Leistungsbereitschaft für Jugendliche mit Behinderung“

Die blonde Athletin mit dem sympathischen Lächeln genießt die professionelle Betreuung durch DBS, PSC Berlin und das Berliner Schwimmteam. In der Woche vor der EM feilte sie mit ihren Nationalmannschaft-Kollegen im Trainingslager auf Lanzarote weiter an ihrer Form. „Wir haben dadurch beste Bedingungen und können uns auch durch die gefühlte Nähe zu Funchal toll vorbereiten“, sagt Heimtrainer Maik Zeh. Zusammen mit Verena Schott, Janina Breuer, Daniel Simon und Niels Grunenberg profitiert auch Telle von solchen Camps. Sie sagt: „Ich bin einfach dankbar, was Verein und Verband für uns tun.“ Von Lanzarote wird die Gruppe gemeinsam nach Funchal fliegen.

Gern würde Emely Telle das in sie gesetzte Vertrauen mit einer paralympischen Medaille zurückzahlen. Dazu müsste sie in ihrer Startklasse ihre schärfste Kontrahentin und Freundin Karolina Pelenditrou aus Zypern bezwingen – oder auch mit Elena Krawzow Konkurrenz aus dem eigenen Team. Was sie besonders motiviert? „Ich stelle mir unsere gemeinsame Freude nach dem Wettkampf vor.“ Doch so weit ist es noch nicht.

Emely Telle scheint auf einem guten Weg – auch als Vorbild. Manches Lob muss sie aushalten, wie etwa das von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher: „Emely ist die personifizierte Leistungsbereitschaft für Jugendliche mit Behinderung. Sie schwimmt sich in die Weltspitze, weil ihr Umfeld persönlich und sachlich passt.“ Ein Vorbild will sie gern sein. Aber auf ihre Weise: „Ich möchte zeigen, dass auch Menschen mit Handicap schnell schwimmen können.“

Quelle: Frank Heike/Medienmannschaft

Hintergründe zu den Sportlerinnen und Sportlern unserer Deutschen Paralympischen Mannschaft finden Sie auf www.deutsche-paralympische-mannschaft.de oder unter www.abteilung-schwimmen.de.

Selbstbewusstsein sammeln für die Paralympics

Mit einem 19-köpfigen Aufgebot reist die deutsche Nationalmannschaft von Bundestrainerin Ute Schinkitz zu den Schwimm-Europameisterschaften ins portugiesische Funchal (1. bis 7. Mai). Es ist eine Premiere, dass im paralympischen Jahr eine EM stattfindet. „Für unsere Rio-Kandidaten geht es darum, unter Wettkampfdruck ihre Leistung zu bringen und natürlich die Norm für die Paralympics zu schwimmen, sofern noch nicht geschehen“, erklärt Ute Schinkitz. „Da gilt es auch, Selbstbewusstsein zu sammeln für Rio und mentale Stärke hinzuzugewinnen.“ Schließlich sei es auch bei der EM wichtig, auf den Punkt das Leistungsvermögen abzurufen, so die Bundestrainerin – wenngleich der europäische Maßstab nicht mit dem Weltklasseniveau zu vergleichen sei, welches die Athletinnen und Athleten in Rio erwarten wird.

Neben Paralympics-Medaillengewinnern wie Daniela Schulte, Sebastian Iwanow, Verena Schott oder Elena Krawzow sind auch zahlreiche Nachwuchstalente in Portugal dabei, darunter die drei EM-Debütanten Peggy Sonntag (17), Max Gelhaar und Taliso Engel. Mit 13 Jahren ist der sehbehinderte Taliso, der für die SG Bayer startet und aus Nürnberg kommt, nicht nur der mit Abstand jüngste Athlet im deutschen Aufgebot, sondern der gesamten Europameisterschaft. „Taliso hat die Norm für die EM geschafft und ist für sein Alter schon sehr gut“, sagt Ute Schinkitz und ergänzt: „Unser Nachwuchs soll die große Bühne nutzen, um Erfahrungen zu sammeln und daraus Motivation für die Zukunft zu ziehen.“ So liegen spannende sieben Wettkampftage mit vielen Erkenntnissen vor der deutschen Nationalmannschaft – sowohl für den Kreis der Rio-Kandidaten als auch für die jungen Talente. Ganz besonders groß dürfte die Vorfreude bei Taliso Engel sein – und auch das Herzklopfen vor den ersten „großen“ Wettkämpfen seiner jungen Karriere.

Das deutsche EM-Aufgebot: Janina Breuer (17, PSC Berlin, Karlsruhe), Christoph Burkard (32, TV Rottweil, Zimmer-Horgen/BaWü), Annke Conradi (40, SC Regensburg, Regensburg), Taliso Engel (13, SG Bayer, Nürnberg), Bastian Fontayne (19, SG Bayer, Leverkusen), Max Gelhaar (18, BV Leipzig, Leipzig), Denise Grahl (22, Hanse SV Rostock, Brüsewitz/MVP), Niels Grunenberg (41, PSC Berlin, Berlin), Sebastian Iwanow (30, SG Bayer, Wuppertal), Elena Krawzow (22, PSC Berlin, Nürnberg), Tobias Pollap (30, SG Bayer, Bochum), Torben Schmidtke (27, SC Potsdam, Potsdam), Maike Naomi Schnittger (22, SC Potsdam, Potsdam), Verena Schott (27, PSC Berlin, Berlin), Daniela Schulte (33, PSC Berlin, Berlin), Hannes Schürmann (18, SG Bayer, Remscheid), Daniel Simon (27, VSG Darmstadt, Berlin), Peggy Sonntag (17, BV Leipzig, Leipzig), Emely Telle (19, PSC Berlin, Rittersdorf/Thüringen).

Die beiden Fotos von Emely Telle können Sie unter Angabe der Quelle „DBS / Ising“ honorarfrei verwenden.

Die beiden Fotos von Emely Telle können Sie unter Angabe der Quelle „DBS / Ising“ honorarfrei verwenden.