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Mittwoch, 17. Mai 2017, 15:58 Uhr

Vincentz Network - Berlin

Pressemitteilung - Vincentz Network - Berlin

Studie belegt: Diagnostik hat enormen „ökonomischen Fußabdruck“

Berlin – Was macht die In-vitro-Diagnostik in Deutschland so wertvoll? – Eine Frage, mit der sich Experten aus der Mikrodatenanalyse, Diagnostik sowie Labormedizin auseinandergesetzt haben. Aus dem neuesten Gutachten der Mikrodaten-Analyse (IfMDA) „Ökonomischen Fußabdruck – In-vitro-Diagnostik (IVD)“ geht hervor, dass unter Einsatz von IVD der gesamte Lebenszyklus der gesundheitlichen Versorgung optimiert werden kann, was infolgedessen auch die Wirtschaft stärkt. Nur ein Arbeitsplatz bei Herstellern steht in Verbindung mit 36.000 Patienten. Gesamtwirtschaftlich betrachtet, generiert ein Beschäftigter im Diagnostika-Bereich rund 1,3 Millionen Umsatz - darin enthalten das Entgelt für Arbeitnehmer, Steuern und Sozialabgaben.

Mit dem Gutachten „Ökonomischer Fußabdruck In-vitro-Diagnostik (IVD)“ wird erstmalig der ökonomische Wertschöpfungsprozess im deutschen Gesundheitssystem quantifiziert. Der Wertschöpfungsprozess IVD ist dabei ein volkswirtschaftlicher Vorgang, bei dem beginnend bei der Herstellung von IVD-Produkten (z.B. Reagenzien und Laborgeräte) über Transformationen und Multiplikatoren zu­sätzliche wertschöpfende Leistungen in den Laboren zur medizini­schen Versorgung der Patienten bereitgestellt werden. Wertschöpfung im ökonomischen Sinn fokussiert deshalb primär auf Kennzahlen wie Beschäftigtenzahl, Lohnsumme, Steuerein­nahmen und Sozialversicherungsbeiträge.

Die Analysen zeigen, dass mit der In-vitro-Diagnostik (IVD) ein viel­gestaltiger sozial-ökonomischer Wertschöpfungsprozess ausgelöst wird. So zeigt sich, dass 1 Arbeitsplatz bei den Herstellern von IVD im Wertschöpfungsprozess aggregiert Löhne und Gehälter von 184 Tsd. €, Steuereinnahmen von 94 Tsd. € und Sozialversicherungs­einnahmen von 93 Tsd. € generiert. Hinzu kommt, dass 1 Arbeitsplatz bei den Herstellern von IVD mit 11 Arbeitsplätzen in den Laboren und mit der medizinischen Ver­sorgung von 1.500 Patienten im Krankenhaus und 36.000 Patienten in den Arztpraxen verbunden ist.

Hierzu Institutsleiter Dr. Drabinski: „Die Gesundheitspolitik sollte bei Reformen immer darauf achten, dass im IVD- und Labormarkt ineinandergreifende Wertschöpfungs- und Versorgungsprozesse wir­ken. Deshalb sollten Gesetzesfolgen-Analysen erfolgen. Dies ist nötig, um abschätzen zu können, inwiefern Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl, Löhne sowie Steuer- und Sozialversicherungseinnahmen einerseits und Auswirkungen auf eine effektive diagnostische Versorgung zur Steuerung der Therapie im Lebenszyklus andererseits zu erwarten sind.“

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