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Donnerstag, 20. Dezember 2018, 15:35 Uhr

Verband der Ersatzkassen e. V.

Pressemitteilung - Verband der Ersatzkassen e.V.

Eckpunkte zur Notfallversorgung
Ersatzkassen erwarten bundesweit einheitliche Notfallstrukturen

Berlin – Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) begrüßt, dass der Bundesgesundheitsminister Eckpunkte zur Notfallversorgung vorgelegt hat und damit gesetzgeberischen Handlungsbedarf signalisiert. Es ist geplant, Kassenärztliche Vereinigungen (KV) und Krankenhäuser gemeinsam zu beauftragen, sogenannte Integrierte Notfallzentren (INZ) an deutschen Krankenhäusern als erste Anlaufstelle für alle gehfähigen Patienten zu etablieren. Von dort aus sollen die Patienten dann in die richtige Versorgungsebene – stationär ins Krankenhaus oder ambulant in die Vertragsarztpraxis - gesteuert werden. Die Vorstandsvorsitzende des vdek, Ulrike Elsner, sagte: „Dieses Modell entspricht grundsätzlich dem Konzept der Portalpraxen, das der vdek 2016 vorgelegt hat. Mit den Integrierten Notfallzentren kann es gelingen, die Patienten schneller und damit besser zu versorgen und zu verhindern, dass die Notfallaufnahmen der Kliniken weiterhin mit vermeintlichen Notfällen überfüllt sind.“ Dringend notwendig seien aber bundesweit einheitliche Notfallstrukturen, damit die Patienten wissen, wohin sie sich im Notfall wenden können.

Positiv wertete die Vorstandsvorsitzende auch den Ansatz, gemeinsame Notfallleitstellen von Rettungsdienst, vertragsärztlicher Praxis oder INZ zu bilden, die über eine einheitliche Rufnummer 112 oder 116 117 von den Patienten zu erreichen sind, um dort eine qualifizierte Ersteinschätzung (erste Triage) vorzunehmen.

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) ist Interessenvertretung und Dienstleistungsunternehmen aller sechs Ersatzkassen, die zusammen nahezu 28 Millionen Menschen in Deutschland versichern:

- Techniker Krankenkasse (TK)

- BARMER

- DAK-Gesundheit

- KKH Kaufmännische Krankenkasse

- hkk - Handelskrankenkasse

- HEK – Hanseatische Krankenkasse

Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek) wurde am 20. Mai 1912 unter dem Namen „Verband kaufmännischer eingeschriebener Hilfskassen (Ersatzkassen)“ in Eisenach gegründet. Bis 2009 firmierte der Verband unter dem Namen „Verband der Angestellten-Krankenkassen e. V.“ (VdAK).

In der vdek-Zentrale in Berlin sind mehr als 270 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. In den einzelnen Bundesländern sorgen 15 Landesvertretungen mit insgesamt rund 340 sowie mehr als 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Pflegestützpunkten für die regionale Präsenz der Ersatzkassen.