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Harte Zeiten für Hessens Apotheker

Arzneimittelausgaben in Hessen

Offenbach – Die Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind im Juni in Hessen um 8,9 Prozent zurückgegangen. Sie lagen bei 149 Mio. Euro (2011: 164 Mrd. Euro). Im ersten Halbjahr 2011 wurden mit 908 Mio. Euro 5,5 Prozent weniger ausgegeben als im Vorjahreszeitraum mit 961 Mio. Euro. Damit ist der Rückgang in Hessen noch um 0,4 Prozent höher ausgefallen als im Bundesdurchschnitt (5,1 %). Die Gesamtausgaben lagen hier in den ersten sechs Monaten des Jahres bei 13,3 Mrd. Euro zu 14,0 Mrd. Euro in 2010. In diesen Zahlen sind noch nicht die Einsparungen durch die Rabattverträge der Krankenkassen mit den Herstellern berücksichtigt. Diese beliefen sich im vergangenen Jahr auf 1,3 Mrd. Euro bundesweit.

Die Zahl der in den hessischen Apotheken zu Lasten der GKV abgegebenen Packungen ist ebenfalls zurückgegangen. Im Juni waren es 6,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Für das erste Halbjahr 2011 beträgt der Rückgang 1,2 Prozent. Da sich der Verdienst der Apotheker an der Zahl der abgegebenen Packungen bemisst, schlägt dies voll auf das Einkommen der Apotheker durch. Hinzu kommt, dass seit Anfang des Jahres der Gesetzgeber den Betrag pro Packung von 6,35 Euro auf 6,05 Euro reduziert hat. Damit würden die Apotheker gleich doppelt belastet, teilt der Hessische Apothekerverband (HAV) mit. Die Folge sei, dass bereits jetzt eine größere Zahl an Apothekenschließungen als im Vorjahr zu verzeichnen sei. Genaue Zahlen will der HAV in Kürze veröffentlichen.

Die Zahl der von hessischen Ärzten ausgestellten Rezepte ist im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum praktisch konstant geblieben (+ 0,7 %). Das bedeutet, dass hier preisgünstigere Arzneimittel verschrieben wurden.

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Der Hessische Apothekerverband e.V. (HAV) vertritt die Interessen der selbstständigen hessischen Apothekerinnen und Apotheker. Von den 1.614 Apotheken in Hessen, die mehr als 11.000 Arbeitsplätze bieten, sind 97 Prozent Mitglied im HAV. Er ist Vertragspartner der Krankenkassen und schließt mit diesen Verträge ab.