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„Insektizide gehören nicht auf  Kinderköpfe!“

„Insektizide gehören nicht auf Kinderköpfe!“

Umfrage: Große Mehrheit ist für ein Verbot

Bielefeld – Bei der Bekämpfung von Kopfläusen sind insektizidhaltige Präparate nach wie vor weit verbreitet, obwohl ihr Einsatz beispielsweise bei Lebensmitteln inzwischen stark eingeschränkt worden ist. Dies wird von Fachleuten wegen möglicher toxischer Nebenwirkungen zunehmend als problematisch eingestuft – vor allem, wenn Kinder mit den Stoffen in Berührung kommen. In der Bevölkerung sind diese Bedenken angekommen, wie eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Healthcare (Emnid) herausfand. 77 Prozent aller Befragten sprechen sich sogar für ein generelles Verbot der Mittel aus. Allerdings zeigt sich auch, dass vielen Menschen der Einsatz von Insektiziden gegen Kopfläuse nicht bekannt ist. Dieser Anteil liegt bei 86 Prozent.

Neuerdings gibt es wirkungsvolle insektizidfreie Alternativen. In Ländern wie England, Frankreich und Dänemark haben sie inzwischen die giftigen Klassiker verdrängt. In Deutschland wird der Erfolg zurzeit noch durch bürokratische Hürden behindert. Hier dauert es voraussichtlich noch zwei Jahre, bis diese Mittel (z. B. von Dr. Wolff) auf der so genannten Entwesungsmittelliste steht. Nur dann können diese Präparate von Gesundheitsämtern empfohlen werden.

Anders als bei den insektizidhaltigen Mitteln werden die Kosten in aller Regel nicht von den Kassen übernommen. Diese unterschiedliche Verfahrensweise wird in der TNS-Untersuchung als Ungerechtigkeit empfunden. 94 Prozent der Befragten meinen, dass die Kosten insektizidfreier Mittel genauso von den Kassen übernommen werden sollten wie die Kosten insektizidhaltiger Mittel.

Die Befragung von TNS-Healthcare wurde Anfang Januar 2008 vorgenommen. Es nahmen insgesamt 1.002 Personen ab 14 Jahren teil. Auftraggeber war der Bielefelder Arzneimittelhersteller Dr. Wolff.