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Neue Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie untersucht Lernleistung im Alter – Probanden ab 80 Jahre noch gesucht

Leistungsfähigkeit der grauen Zellen auf dem Prüfstand

Mainz – Schlechtes Gedächtnis und abnehmende Lernfähigkeit sind natürliche Erscheinungen des Alterns. Doch Ausmaß und Geschwindigkeit dieser eigentlich normalen Prozesse können individuell stark variieren. Welche Voraussetzungen in der Struktur und Funktion des Gehirns gegeben sein müssen, damit sich dieses besser auf neue Situationen einstellen kann und bis ins hohe Alter entsprechend flexibel und lernfähig bleibt, überprüft eine Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Das Wissen über solche Voraussetzungen ist wichtig, um zu klären, ob bestimmte Faktoren besonders geeignet sind, die geistige Fitness im Alter zu erhalten und somit auch Demenzerkrankungen vorzubeugen. Wer über 80 Jahre alt ist und Interesse hat an der Studie teilzunehmen, kann mit Dipl.-Psych. Christine Wolf unter 06131 17-2163 oder -2474 in Kontakt treten.

Ist das alternde Gehirn nicht mehr lernfähig? Die Frage beschäftigt die Hirnforschung seit vielen Jahren, und endgültig beantwortet ist sie bis heute nicht. Sicher ist: Die geistigen Fähigkeiten nehmen zwar im Alter ab, es gibt hierbei aber große individuelle Unterschiede. So scheint die Fähigkeit zu lernen, die mit der sogenannten Neuroplastizität des Gehirns zusammenhängt, bei einigen älteren Menschen sehr gut erhalten, während andere auch unabhängig von Alterserkrankungen wie etwa Demenz mit ihrer Leistungsfähigkeit deutlicher abfallen. Ziel der vom Interdisziplinären Forschungsschwerpunkt Neurowissenschaften (IFSN) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unterstützten Studie ist es, Einflussfaktoren für die Lernleistung im Alter zu identifizieren. Unter der Leitung von PD Dr. Andreas Fellgiebel werden nun 50 ältere Personen zwischen 60 und 70 Jahren und ab 80 Jahren untersucht. Besonders für letztere Altersgruppe werden noch Probanden gesucht. Als Kontrollgruppe dient eine Gruppe mit jüngeren Personen zwischen 20 und 40 Jahren. Nach Abschluss des Programms erhalten die Teilnehmer eine Aufwandsentschädigung von 150 Euro sowie einen kurzen Bericht über ihre geistige Leistungsfähigkeit und ihre möglichen Fortschritte durch das Training.

Alle Studienteilnehmer erhalten zu Beginn eine umfangreiche neuropsychologische Untersuchung. Hierbei werden unter anderem deren allgemeinen geistigen Leistungen, wie beispielsweise in Gedächtnis und Aufmerksamkeit, bestimmt. Um diese Leistungen mit bestimmten Hirnstrukturen in Beziehung setzen zu können, erhalten die Teilnehmer zu Beginn der Studie zwei Aufnahmen des Kopfes (MRT und PET). Anschließend startet eine vierwöchige Trainingsphase, in der das Gedächtnis und andere geistige Leistungen intensiv trainiert werden. Dabei absolvieren die Probanden dreimal in der Woche jeweils einstündige Übungen in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zu verschiedenen Bereichen der Denkfähigkeit. Nach einer dreimonatigen Pause wird eine Wiederholung der neuropsychologischen Untersuchung durchgeführt, um den Effekt des Trainings auf die Hirnleistung zu untersuchen.

Ansprechpartnerin für Nachfragen und Anmeldungen ist Dipl.-Psych. Christine Wolf. Sie ist telefonisch unter den Telefonnummern 06131 17-2163 oder -2474 sowie per E-Mail wolf_c@psychiatrie.klinik.uni-mainz.de zu erreichen.

Kontakt PD Dr. Andreas Fellgiebel Leitender Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Telefon 06131 17-6786, Fax 06131 17-6690, E-Mail: fellgiebel@psychiatrie.klinik.uni-mainz.de Internet: http://www.unimedizin-mainz.de

Über die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die einzige Einrichtung dieser Art in Rheinland-Pfalz. Mehr als 60 Kliniken, Institute und Abteilungen sowie zwei Einrichtungen der medizinischen Zentralversorgung – die Apotheke und die Transfusionszentrale – gehören zur Universitätsmedizin Mainz. Mit der Krankenversorgung untrennbar verbunden sind Forschung und Lehre. Rund 3.500 Studierende der Medizin und Zahnmedizin werden in Mainz kontinuierlich ausgebildet. Weitere Informationen im Internet unter http://www.unimedizin-mainz.de