Übersicht / Ebert u. Jacobi GmbH / Meldung vom 04.05.2007

Freitag, 04. Mai 2007, 15:56 Uhr

Ebert u. Jacobi GmbH

Pressemitteilung

PHARMA PRIVAT kommentiert Doc Morris-Übernahme durch Celesio

Würzburg – PHARMA PRIVAT: Selbstständige Apotheke wettbewerbsstark!

Sehr kritisch beobachten die mittelständischen pharmazeutischen Großhandlungen, die unter PHARMA PRIVAT auf dem pharmazeutischen Großhandelsmarkt agieren, die Geschehnisse im deutschen Apotheken- und Arzneimittelmarkt. "Art und Zeitpunkt der Übernahme von DocMorris durch die Gehe-Muttergesellschaft Celesio verwundern doch sehr", erklärte Hanns-Heinrich Kehr, Geschäftsführer der Kooperation, zu dieser Entwicklung.

Hatte man bei Gehe noch vor Monaten das Loblied auf den selbständigen Heilberufler Apotheker gesungen, so ließen die Pressemeldungen und Interviews der Celesio in den letzten Wochen erahnen, dass eine grundlegende Veränderung in der Unternehmenspolitik ansteht.

Anlass zur Sorge geben der neue Zungenschlag und der Versuch, die Apothekerschaft zu verunsichern. Kehr: "Denn dass Europa bereits Weichenstellungen oder gar Fakten für den Fall des Fremdbesitzverbotes geschaffen hat, wie aus Stuttgart behauptet wird, ist schlichtweg falsch."

Doch damit nicht genug: Celesio versucht nun außerdem, direkt Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen. Und zwar, indem man Bundestagsabgeordnete gezielt auffordert, sie sollten doch besser jetzt selbst Fakten schaffen, bevor europäische Gerichte dies tun! Im Klartext: Hier wird als Gewissheit suggeriert, was in Wahrheit höchst spekulativ ist. "Außer von dem Verfahren gegen DocMorris vor dem Europäischen Gerichtshof droht den deutschen Apotheken keine Gefahr aus Europa. Diese Klagenotwendigkeit könnte Celesio als Mehrheitsgesellschafter aber sofort beseitigen. Nur genau dies will das Unternehmen nicht. Celesio will sich nicht dem Wettbewerb stellen, sondern mit Hilfe europäischer Gerichte Druck auf die deutsche Politik ausüben, um am Ende über die eigene Kette auch noch die Apothekenmarge in die Konzernkasse zu lenken", stellte Kehr richtig.

"Wer Kunden Waren verkauft", so der PHARMA PRIVAT-Geschäftsführer, "gewinnt automatisch Einblicke. Für einen Lieferanten, der gleichzeitig als Apothekenkonkurrent auftritt, fast schon geniale Voraussetzungen. Derartiges lehnen wir als mittelständische Unternehmen schon im Ansatz ab." PHARMA PRIVAT habe sich als Kooperation starker selbständiger Unternehmen gegründet, um einer möglichen Übermacht weniger Konzerne auf dem deutschen Apothekenmarkt entgegenzutreten. Und genau dabei solle es bleiben.

Als die Alternative im Pharmagroßhandel biete man in diesen Zeiten der großen Verunsicherungen und Veränderungen ein breites Portfolio an Dienstleistungen, damit die selbständigen Apotheken den kommenden Wettbewerb in allen Facetten erfolgreich mitgestalten können. "Ein sich verändernder Markt hat Risiken, aber auch sehr viele Chancen. Diese Chancen möchten wir gemeinsam mit unseren Kunden nutzen", bekräftigte Hanns-Heinrich Kehr.

Braunschweig, den 4. Mai 2007

Hanns-Heinrich Kehr PML - Pharma-Marketing & Logistik GmbH Geschäftsführer

PML-Gesellschafter sind die vollsortierten Pharma-Großhandlungen:

Ebert + Jacobi GmbH & KG, Würzburg, Heidenheim Eduard Finze GmbH & Co. KG, Pfreimd Kehr Holdermann GmbH & Co. KG, Dessau Ebert + Jacobi Holdermann GmbH & Co. KG, Baden-Baden, Ludwigshafen Otto Geilenkirchen OHG, Aachen, Mönchengladbah C. Krieger & Co. Nachf. GmbH & Co. KG, Koblenz Max Jenne GmbH, Kiel, Neumünster, Lübeck, Lüneburg spangopharm GmbH & Co. KG Pharm. Großhandl., Spangenberg Leopold Fiebig GmbH & Co. KG, Karlsruhe Richard Kehr GmbH & Co. KG, Braunschweig