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Freitag, 21. September 2012, 10:00 Uhr

Verband für Ernährung und Diätetik e.V.

Pressemitteilung

Sport und Ernährung im Fokus

Aachen – 20. Aachener Diätetik-Fortbildung im Aachener Universitätsklinikum. Vom 14. bis 16. September 1.834 Besucher aus dem In- und Ausland.

Zum 20. Geburtstag wartete die Aachener Diätetik-Fortbildung (ADF), eine Veranstaltung von deutschlandweitem Renommee, vom 14. bis zum 16. September mit mehr als 80 Fachvorträgen und Seminaren auf. Besonderes Highlight: Der Verband für Ernährung und Diätetik e.V., der die Aachener Diätetik-Fortbildung ausrichtet, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Im Jubiläumsjahr nahmen mehr als 1.800 Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an der Tagung teil – „das ist eine Auszeichnung für die vielen Mitglieder, die dem Verband schon seit Jahren die Treue halten, und es ist eine Art Gütesiegel für die geleistete Arbeit“, sagt Esther Linker, Vorsitzende des Verbands. Schirmherrin der Veranstaltung war die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Ilse Aigner (CSU), Tagungspräsident war Prof. Dr. Klaus-Dieter Jany, früherer Leiter des Molekularbiologischen Zentrums an der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel (Max-Rubner-Institut) und Mitglied des Wissenschaftlichen Ausschusses für Lebensmittelkontaktstoffe, Enzyme und Aromen (CEF-Panel) bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA).

Umfassende Weiterbildung für Fachkräfte

Ein wichtiger Schwerpunkt der ADF lag in diesem Jahr auf dem Thema „Sport und Ernährung“. „Schließlich sind unser Ess- und unser Bewegungsverhalten untrennbar aneinander gekoppelt“, so Hedwig Hugot, Geschäftsführerin des VFED. Zu der interessanten Fragestellung „Sport statt Ernährung?“ hielt Uwe Schröder, Institut für Sporternährung, Bad Nauheim und Hochschule Fulda, einen Impulsvortrag. Er stellte dabei die Sportlerbetreuung in der Sportklinik Bad Nauheim dar. Anschließend fand ein Podiumsgespräch statt, an dem neben Schröder auch PD Dr. med. Edmund Purucker, Vorstand des VFED, Tagungspräsident Prof. Klaus-Dieter Jany, Dr. Nora Bönnhoff, Universität Dortmund, Hans-Martin Stork, ehem. Leiter des Olympiastützpunkts Westfalen (Dortmund) und Günter Wagner, Institut für Sporternährung, Bad Nauheim sowie Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des VFED, teilnahmen. Als aktive Sportlerin war die Leichtathletin Mana Hölzel vertreten.

Auch die Ökologie war ein zentrales Thema der ADF. Hierbei fand unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Thomas Ellrott (Universitätsmedizin Göttingen/Ernährungspsychologie) ein Symposium zu Nachhaltigkeit in der Ernährung statt. Die weiteren Themen reichten von Adipositas (Fettleibigkeit), Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“), Gastroenterologie (Magen- und Darmheilkunde), Nephrologie (Nierenheilkunde) und enteraler Ernährung (mit einer Sonde) bis zu Allergien, Interpretation von Laborwerten und Kommunikation.

Insgesamt informierten rund 70 namhafte Wissenschaftler und Praktiker die Teilnehmer rund um Ernährungsberatung, -therapie und Prävention, die begleitende Industrieausstellung lieferte Neuigkeiten zu Produkten und Informationsmaterialien.

Geschichte des Verbands für Ernährung und Diätetik e.V.

Vor 20 Jahren gründeten Diätassistenten, Diplom Oecotrophologen und Mediziner den "Verein zur Förderung der gesunden Ernährung und Diätetik (VFED) e.V." Er ist ein Fachverband für alle im Bereich der Ernährung und Diätetik Arbeitenden und Interessierten. Im Jahr 2000 erfolgte durch die Mitgliederversammlung eine Namensänderung in "Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V." Was klein begann, hat nun eine 20-jährige Erfolgsgeschichte: Inzwischen zählt der Verband über 3 000 Mitglieder. Damit ist er die größte, nicht staatlich geförderte Ernährungs- und Diätetik-Fachorganisation in Deutschland. Gemäß dem Leitbild: "VFED – den Menschen und der Ernährung verpflichtet" setzt sich der Verband besonders für die Anerkennung der Ernährungsfachkräfte als Heilmittelerbringer ein. Zu seinen Mitgliedern gehören Ernährungsfachkräfte wie Diätassistenten, Ernährungswissenschaftler und Oecotrophologen, aber auch Diabetesberater, diätetisch geschulte Köche, Apotheker, Ärzte sowie Vereine und Verbände. Die Mitglieder führen jährlich rund vier Millionen Diät- und Ernährungsberatungen durch.

„Unser Verein verdankt seinen Erfolg zum großen Teil seinen treuen und engagierten Mitgliedern“, so Hedwig Hugot, Leiterin der Geschäftsstelle des VFED in Aachen. Viele Gründungsmitglieder sind noch heute als Vorstandsmitglied oder Berater aktiv, im Laufe der Jahre wurden zahlreiche Arbeitskreise und Regionalgruppen gegründet.

Der VFED bietet ein vielfältiges Angebot aus fachlicher Weiterbildung, Unterstützung seiner Mitglieder bei der Berufspraxis sowie Informationen für Verbraucher. Er richtet nicht nur die Aachener Diätetik-Fortbildung aus, sondern publiziert auch die Fachzeitschrift „VFEDaktuell“ und unterhält bundesweit Regionalgruppen, die von engagierten Mitgliedern geleitet werden. Darüber hinaus zählt der VFED zu den wenigen Organisationen, die Ernährungsfachkräfte zertifizieren dürfen. Da der Begriff „Ernährungsberater“ in Deutschland nicht geschützt ist, bietet das Zertifikat „Qualifizierter Diät- und Ernährungsberater VFED“ eine gute Orientierung für Verbraucher und dient der Qualitätssicherung in der Ernährungsberatung.