Übersicht / GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS / Meldung vom 25.07.2018

Mittwoch, 25. Juli 2018, 16:27 Uhr

GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS

14. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 19. und 20. September 2018 im Grand Elysée Hamburg

GWKnews: „Verlängert Krankenhaussterben Menschenleben?“
„Heißes Eisen“ auf dem 14. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS

Hamburg – Stimmt die Gleichung: „Weniger Krankenhäuser = mehr Gesundheit“ wirklich? Es gibt auf jeden Fall gravierende Unterschiede in der Qualität der medizinischen Behandlung. Immer mal wieder wird sogar behauptet, Menschen würden länger leben, wenn es gelänge, die schlechten Angebote vom Markt zu verdrängen. Dem wird regelmäßig heftig widersprochen.

Eine Analyse des WIdO zeigt unter anderem am Beispiel von Darmkrebsoperationen, dass die Versorgung der Patienten durch eine Zentralisierung deutlich verbessert werden könnte. 2015 sind in Deutschland rund 44.000 Darmkrebsoperationen in mehr als 1.000 Krankenhäusern vorgenommen worden. Doch von allen Kliniken, die diese Operation angeboten haben, führte ein Viertel den Eingriff maximal 17 Mal im Jahr durch, ein weiteres Viertel hatte zwischen 18 und 33 Eingriffe. Unter der Annahme, dass nur noch zertifizierte Zentren beziehungsweise Krankenhäuser, die mindestens 50 Darmkrebsoperationen durchführen, diese Leistung erbringen dürfen, blieben bundesweit 385 Kliniken für die operative Versorgung übrig. Auf dieser Grundlage würde sich der mittlere Anfahrtsweg für Patienten bundesweit von 8 auf gerade einmal 16 Kilometer verlängern. Im Fazit kommt das WIdO zu der Aussage, eine stärkere Zentralisierung würde die Therapiequalität und die Überlebenschancen verbessern. Schon jetzt nehmen Menschen längere Wege in Kauf, um in guten Krankenhäusern versorgt zu werden.

Wir wollen diesen Fragen beim 14. GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS auf den Grund gehen. In einer Podiumsdiskussion zum Thema „Weniger ist mehr: Verlängert Krankenhaussterben Menschenleben?“ unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas J. W. Goldschmidt diskutieren: Dr. Jürgen Malzahn vom AOK-Bundesverband, die Krankenhausexpertin Ines Manegold, der Abteilungsleiter Jochen Metzner aus dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der Vorstandvorsitzende der Lohfert & Lohfert AG, Dr. Jens Peukert, der Vizepräsident der Medizinischen Hochschule Hannover, Dr. Andreas Tecklenburg, sowie Peter Vullinghs, DACH-Chef von Philips.

Aktuelle Informationen und direkte Anmeldung zum diesjährigen GESUNDHEITSWIRTSCHAFTSKONGRESS am 19. und 20. September im Grand Elysée Hotel ständig unter: www.gesundheitswirtschaftskongress.de.