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Freitag, 07. Juni 2013, 11:34 Uhr

Fachverband Sucht e.V.

Pressestatement zum 26. Heidelberger Kongress "Der Mensch im Mittelpunkt - Was bedeutet dies für die Suchtbehandlung?" des Fachverbandes Sucht e.V.

"2013: Anpassung des Reha-Budgets ist dringend geboten!" - Fachverband Sucht e.V. appelliert an die Politik

Bonn – Vor der Bundestagswahl sind die Chancen auf eine kurzfristige Einigung zur aktuellen Rentendiskussion äußerst gering. Dies bedeutet, dass auch die Umsetzung der politisch unstrittigen Teile des Rentenpaketes – wie etwa die dringende Anpassung des Reha-Budgets im Bereich der Rentenversicherung – vorerst noch auf sich warten lässt. Dies kritisiert der Fachverband Sucht e.V. anlässlich des 26. Bundeskongresses am 10. – 12.06.2013 zum Thema „Der Mensch im Mittelpunkt – Was bedeutet dies für die Suchtbehandlung?“ in der Stadthalle Heidelberg.

Es ist politisch mittlerweile unumstritten, dass insbesondere in den nächsten Jahren mit einer deutlichen Steigerung des Rehabilitationsbedarfs in Deutschland zu rechnen ist und von daher das gedeckelte Rehabilitationsbudget im Bereich der Deutschen Rentenversicherung (DRV) nicht mehr ausreichen wird, um den Bedarf zu decken. Maßgeblich verantwortlich für diese Entwicklung sind der demografische Wandel unserer Bevölkerung, die damit verbundene Zunahme chronischer Erkrankungen (wie z.B. Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen, psychische Erkrankungen) sowie die Verlängerung der Lebensarbeitszeit. In Deutschland verzeichnen wir nicht zuletzt aufgrund der guten Beschäftigungslage einen enormen Anstieg der Erwerbstätigen in der Altersgruppe der über 45-Jährigen. Gerade diese Altersgruppe hat einen erhöhten Bedarf an Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, denn mit steigendem Lebensalter erhöht sich auch das Krankheitsrisiko für chronische Erkrankungen. Dieser Entwicklung wird das gedeckelte Reha-Budget in der gesetzlichen Rentenversicherung, das aus dem Jahr 1997 stammt und seitdem nur um die Einkommensentwicklung in der gesetzlichen Rentenversicherung angepasst wird, nicht mehr gerecht.

Von daher besteht nach wie vor dringender politischer Handlungsbedarf, denn seit dem Jahr 2009 wurden aufgrund der Steigerung der Anträge und Bewilligungen die Budgets den Rentenversicherung für Leistungen der beruflichen und medizinischen Rehabilitation zunehmend ausgeschöpft und im Jahr 2012 bereits überschritten.

Im Statement wird auf aktuelle Entwicklungen sowie die volkswirtschaftliche Bedeutung der medizinischen Rehabilitation hingewiesen.

Von daher appelliert der Fachverband Sucht e.V. an die politisch Verantwortlichen möglichst rasch über die notwendige Anhebung des Rehabilitationsbudgets in der gesetzlichen Rentenversicherung zu beschließen.

Das gesamte Statement können Sie hier als pdf-Version herunterladen.

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