Übersicht / Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL) / Meldung vom 13.03.2015

Freitag, 13. März 2015, 14:29 Uhr

Ärzte für das Leben e.V. (ÄfdL)

Pressemitteilung zu Tarabella-Bericht

Ärzte für das Leben e.V. kritisieren EU-Entschließung zu Abtreibung

Münster – Das Europäische Parlament hat sich am 10. März in einer Entschließung unter dem vagen Begriff des „Rechts auf sexuelle und reproduktive Gesundheit“ jeder Frau für ein Recht auf Abtreibung ausgesprochen. Ärzte für das Leben e.V. bedauern die Annahme des sogenannten Tarabella-Berichts, benannt nach dem belgischen Sozialisten Marc Tarabella, durch eine Mehrheit der EU-Parlamentsabgeordneten.

Ärzte für das Leben e.V. fordern, dass - aufgrund des in den EU-Staaten bestehenden Subsidiaritätsprinzips - in Deutschland das Grundgesetz, das Lebensrecht und Menschenwürde jedes Menschen von seiner Zeugung an garantiert, keine Änderung erfährt, weiterhin seine Gültigkeit behält und durch aufklärende und soziale Maßnahmen gestärkt wird. Der Verein verweist darauf, dass mehrfache Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts diesen Rechtsschutz für alle Phasen menschlichen Lebens von der Zeugung bis zum natürlichen Ende bestätigt haben.

Prof. Paul Cullen, Ärzte für das Leben e.V., 1. Vorsitzender


Über Ärzte für das Leben e.V.:

Ärzte für das Leben e.V. ist eine seit 1991 bestehende nicht-konfessionelle und unabhängige Gemeinschaft von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich für das Leben von der Befruchtung bis zum natürlichen Tod einsetzt und für die bedrohte Freiheit des Arztberufs, damit Ärzte sich unbeeinflusst von den Interessen Dritter für das Heil ihrer Patienten in hippokratischer Tradition einsetzen können.

Der Themenkreis umfasst dabei die Embryologie, Schwangerschaft („Spätschwangerschaft“), die sogenannte Präimplantationsdiagnostik, Pränataldiagnostik, eugenische Selektion, gefällige Genmanipulation i. S. von „enhancement“, adulte Stammzelltherapie gegen Embryonenverbrauch, Hilfen bei Behinderung sowie Hirntod und Organspende. Ärzte für das Leben e.V. sind für Sterbebegleitung, Palliativmedizin und Hospizarbeit, jedoch gegen assistierten Suizid und Sterbehilfe im Sinne von Euthanasie. Zu allen Themen ist ein Austausch mit anderen Fachdisziplinen (Philosophie, Psychologie, Soziologie, Jura, Theologie) erwünscht.

Ärzte für das Leben e.V. wird ausschließlich durch Spenden und die Beiträge seiner Mitglieder unterstützt.