Übersicht / CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH / Meldung vom 10.12.2020

Donnerstag, 10. Dezember 2020, 10:00 Uhr

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH

Pankreatin oder säurestabile Rizoenzyme bei EPI-bedingter Steatorrhoe?

Algorithmus zeigt praktisches Vorgehen für erfolgreiche Enzymersatztherapie

Eschborn – Bei einer exokrinen Pankreasinsuffizienz (EPI) müssen für eine ausreichende Verdauung und eine Besserung der gastrointestinalen Beschwerden Verdauungsenzyme zu jeder Mahlzeit eingenommen werden. Zur Enzymsubstitution stehen sowohl Enzyme tierischen Ursprungs als auch biotechnologisch hoch aufgereinigte und säurestabile Rizoenzyme aus Reispilzkulturen in NORTASE® zur Verfügung. Da sich die Behandlungsoptionen nicht nur hinsichtlich der Wirkstoffherkunft, sondern auch aufgrund ihrer Enzymeigenschaften unterscheiden, müssen die Vor- und Nachteile der verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten für eine effektive Symptombefreiung abgewogen werden. „Bevor eine Enzymersatztherapie eingeleitet wird, sollten sowohl medizinische Faktoren wie der Schweregrad der EPI, aber auch patientenindividuelle Bedürfnisse, beispielsweise ob der Patient vegetarisch lebt, abgeklärt werden“, weiß Dr. Volker Schmiedel, Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin sowie Naturheilverfahren aus Baar/Schweiz. „Nur so kann eine Patientencompliance erzielt werden, die sich günstig auf den Therapieerfolg auswirkt.“ Basierend auf den Erfahrungen des EPI-Experten zeigt der Algorithmus „Behandlungsmöglichkeiten der EPI-bedingten Steatorrhoe“, welche Entscheidungskriterien für eine patientenindividuell passende Enzymsubstitution ausschlaggebend sein können. Schlüsselstellen des Fließschemas verdeutlichen zudem, wann ein Therapieswitch, beispielsweise nach erfolgloser Enzym-Dosiserhöhung oder zur Vermeidung einer neutralisierenden Zusatzmedikation, hilfreich sein kann.

Hoher Stellenwert der Patientenbedürfnisse und medizinische Faktoren bei der Therapieauswahl

Eine exokrine Pankreasinsuffizienz, die labordiagnostisch mittels Fettstuhl >4,5 g/100g Stuhl oder fäkaler Pankreas-Elastase 1 im Stuhl <200 µg/g Stuhl nachweisbar ist, erfordert die Substitution der fehlenden körpereigenen Verdauungsenzyme zu jeder Mahlzeit, um Symptome wie Steatorrhoe, Blähungen und Oberbauchschmerzen, aber auch langfristig eine Mangelernährung, zu vermeiden. „Vor Therapiebeginn muss der Patient darüber aufgeklärt werden, dass therapeutisch sowohl Enzyme tierischen Ursprungs als auch eine vegetarische Alternative auf Reispilzbasis zur Verfügung stehen“, so Schmiedel über den ersten Schritt bei der Enzymauswahl. „Was nützt eine Verordnung von Pankreatin, wenn der Patient diese aufgrund von Bedenken gegenüber tierischen Wirkstoffen nicht einnehmen wird – sei es aufgrund religiöser Vorbehalte oder weil der Patient vegetarisch lebt“, stellt Schmiedel infrage. Aber auch die Ausprägung des Schweregrades der Pankreasinsuffizienz ist ein Indikator dafür, mit welchen Enzymen der bestmögliche Therapieerfolg wahrscheinlich ist. Je ausgeprägter sich die EPI manifestiert, desto saurer ist auch aufgrund der dann ebenfalls eingeschränkten pankreatischen Bicarbonat-Ausschüttung das gastrointestinale Milieu.

Säurestabile Rizoenzyme bei niedrigem pH-Niveau

„Bei unzureichender Alkalisierung des sauren Speisebreis sollten Enzyme substituiert werden, die auch im übersäuerten Duodenum wirksam sind“, so Schmiedel. Wer auf eine neutralisierende Zusatzmedikation verzichten will, sollte Rizoenzyme aus Reispilzen in NORTASE® in Erwägung ziehen, da diese aufgrund der weitestgehend pH-Wert-unabhängigen Wirkweise1-3 auch noch bei schwerer EPI erfolgreich eingesetzt werden können4-7. „Rizoenzyme mit einem Wirkspektrum von pH 3-9 sind auch eine gute Behandlungsalternative, wenn trotz Dosiserhöhung von säuregeschütztem, nach Freisetzung aus dem galenischen Überzug jedoch säurelabilem Pankreatin immer noch keine Symptomfreiheit gegeben ist“, so Schmiedel weiter.

Algorithmus zeigt Handlungsoptionen bei bestehender Restsymptomatik auf

„Für eine erfolgreiche Behandlung der EPI-Symptome gibt es viele Stellschrauben“, so die Erfahrungen von Schmiedel. „Kein Patient muss dauerhaft mit gastrointestinalen Symptomen einer EPI leben, welche die Lebensqualität stark einschränkten.“ Ein Überblick über mögliche Entscheidungswege bei nicht zufriedenstellender Symptomreduktion der eingeleiteten Enzymtherapie zeigt daher der praktischer Leitfaden „Behandlungsmöglichkeiten der EPI-bedingten Steatorrhoe“ im Fachbereich von www.nortase.de auf. Flankierend verdeutlichen Praxisbeispiele, wie Patienten an den Schlüsselstellen von einer Therapieanpassung, z.B. einem Medikamentenswitch nach erfolgloser Pankreatin-Dosiserhöhung oder von einer Add-on Therapie mit Rizoenzymen, profitieren können. Aber auch Fallbeispiele bei mangelnder Akzeptanz von tierischen Enzymen oder eine Dosiserhöhung aufgrund des individuell erhöhten Enzymbedarfs verdeutlichen auf der Website, wie eine Anpassung im Sinne einer erfolgreichen Therapie aussehen kann.

Hintergrundinformationen für die Redaktion:
Rizoenzyme sind erstattungsfähig
NORTASE® kann nach AM-RL Anlage 1 Nr. 36 zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung verordnet werden, vorausgesetzt der Patient leidet an chronischer, exokriner Pankreasinsuffizienz oder Mukoviszidose oder funktioneller Pankreasinsuffizienz nach Gastrektomie bei vorliegender Steatorrhoe.

Die Abbildung sowie die Quellenangaben erhalten Sie auf Anfrage beim Pressekontakt.

Weitere Informationen über NORTASE® finden Sie unter www.nortase.de.

Pflichttext Fachkreise
NORTASE®
Anwendungsgebiete: Störungen der exokrinen Pankreasfunktion, die mit einer Maldigestion einhergehen. Zusammensetzung: 1 Kapsel enthält: Rizolipase (Lipase aus Rhizopus oryzae) entspr. 7.000 FIP-E., Protease aus Aspergillus oryzae mind. 54 FIP-E., Amylase aus Aspergillus oryzae mind. 700 FIP-E.. Sonstige Bestandteile: Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC), Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, Farbstoffe: Titandioxid E 171, Eisen(III)-oxid E 172. Enthält Lactose. Gegenanzeigen: Akute Pankreatitis, akuter Schub einer chronischen Pankreatitis, bekannte Überempfindlichkeit gegen Schimmelpilze (Schimmelpilzallergie) oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Selten: unspezifische Begleiterscheinungen wie Diarrhoe, Übelkeit, Obstipation und Oberbauchbeschwerden sowie allergisch bedingte Atem- und Hautreaktionen nach berufsbedingter Sensibilisierung mit Schimmelpilzenzymen. Pharmazeutischer Unternehmer: Repha GmbH Biologische Arzneimittel, Alt-Godshorn 87, 30855 Langenhagen.

Pflichttext Laien
NORTASE®
Anwendungsgebiete: Ersatz von Verdauungsenzymen bei Maldigestion (Verdauungsschwäche) infolge einer gestörten Funktion der Bauchspeicheldrüse. Enthält Lactose.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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