Übersicht / Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars / Meldung vom 08.01.2016

Freitag, 08. Januar 2016, 09:56 Uhr

Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars

Patientenversorgung

Anstehende Patentabläufe von Biopharmazeutika bringen Chancen für Patientenversorgung und Finanzierbarkeit

Berlin – In den kommenden drei Jahren (2016-2018) laufen Biopharmazeutika mit einem Umsatzvolumen von 1,3 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt aus dem Patent, so eine Berechnung von INSIGHT Health. Somit können biotechnologisch hergestellte Nachfolgepräparate, sogenannte Biosimilars, in die Versorgung gebracht werden.

„Der damit verbundene Preiswettbewerb ermöglicht eine nachhaltig finanzierbare Versorgung der Patientinnen und Patienten mit diesen modernen und hochwirksamen Medikamenten“, so Dr. Andreas Eberhorn, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Pro Biosimilars.

Besonders angesichts steigender Arzneimittelausgaben für neue Medikamente gelte es, auch die potentiellen Einspareffekte durch Biosimilars zu nutzen, so Eberhorn weiter. Dafür seien jedoch ein funktionierender Wettbewerb und faire Bedingungen ausschlaggebend. Dieser könne beispielsweise durch eine „Stunde Null“ ohne „patentverlängernde“ Exklusivverträge mit dem Erstanbieter, eine rabattvertragsfreie Periode nach Patentablauf und regionale Zielvereinbarungen zwischen Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen zum Einsatz von Biosimilars gefördert werden.

Die AG Pro Biosimilars ist die Interessenvertretung der Biosimilarunternehmen in Deutschland. Sie steht allen Unternehmen offen, die Biosimilars entwickeln, herstellen und für die Versorgung bereitstellen. Die Arbeitsgemeinschaft unter dem Dach des Pro Generika e.V. engagiert sich für einen bedarfsgerechten Zugang der Patientinnen und Patienten zu modernen biopharmazeutischen Arzneimitteltherapien, für eine bezahlbare Versorgung und für faire und nachhaltige Wettbewerbsbedingungen.