Übersicht / AOK-Bundesverband / Meldung vom 14.06.2012

Donnerstag, 14. Juni 2012, 18:10 Uhr

AOK-Bundesverband

AOK-Vorstand Graalmann: Fortschritte in der Versorgung müssen Ansporn sein

Über-, Unter und Fehlversorgung bleiben auch zehn Jahre nach dem ersten SVR-Gutachten die größte Baustelle

Berlin – Der AOK-Bundesverband hat mehr Anstrengungen um eine höhere Qualität und mehr Transparenz im Gesundheitswesen angemahnt. Der Patient müsse bei all diesen Bemühungen im Fokus stehen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Graalmann auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin „Wir brauchen mehr wissenschaftlich fundierte Grundlagen für medizinische Entscheidungen, eine deutlich konsequentere Nutzenbewertung von Innovationen und eine nachhaltige Sicherung unserer Finanzierung", sagte Graalmann und ergänzte: „Das sind die Aspekte, um dauerhaft eine hochwertige, medizinische Versorgung für die gesamte Bevölkerung unabhängig von Alter, Geschlecht und Einkommen sicherzustellen."

Gleichzeitig forderte Graalmann eine Fortschreibung des Gutachtens des Sachverständigenrates (SVR) von 2001 zur Unter-, Über- und Fehlversorgung in Deutschland. Das Gutachten habe dem deutschen Gesundheitswesen wertvolle Impulse gegeben. „Auch wenn im Gesundheitswesen eher Evolution als Revolution angesagt ist, wir haben eine evidenzbasierte Medizin, wir haben eine leitlinienorientierte Medizin, die aufgegangen sind in Disease-Management-Programmen. Das ist glaube ich ein Quantensprung, den wir uns vor zehn Jahren so nicht haben vorstellen können", lobte der AOK-Vorstandschef. Als weitere wichtige Errungenschaften, die auf das Gutachten von damals zurückgehen, nannte er den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG). "Europa und die ganze Welt beneiden uns um diese Einrichtungen."

Video- und Audio-Beiträge zu diesem Thema finden Sie unter folgendem Link: http://www.aok-bv.de/politik/reformaktuell/index_08456.html