Übersicht / Deutsche AIDS-Hilfe / Meldung vom 28.02.2017

Dienstag, 28. Februar 2017, 12:02 Uhr

Deutsche AIDS-Hilfe

Pressemitteilung

Keine Angst vor HIV, HBV und HCV in der Zahnarztpraxis

Berlin – Erklärvideo für Praxispersonal gibt Tipps und zeigt: Besondere Vorsichtsmaßnahmen sind unnötig

Bei der zahnmedizinischen Versorgung von Menschen mit HIV und den Hepatitis-Viren HBV und HCV kommt es immer wieder zu Fragen. Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Deutsche AIDS-Hilfe (DAH) haben deshalb ein kurzes Erklärvideo für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) bei Youtube eingestellt. Es zeigt: Die meisten Sorgen vor einer eventuellen Übertragung im Praxisalltag sind unbegründet.

Bei Einhaltung der üblichen Hygiene- und Arbeitsschutzmaßnahmen besteht keine Infektionsgefahr für das Praxisteam oder für Patienten.

Bei Arbeitsunfällen, zum Beispiel Stich- oder Schnittverletzungen mit kontaminierten Instrumenten, kann ein potentielles Ansteckungsrisiko durch Sofortmaßnahmen oder eine Post-Expositions-Prophylaxe minimiert werden. Die meisten HIV-Patienten sind zudem aufgrund wirksamer Therapien nicht mehr infektiös.

Interessante Fakten, wichtige Hinweise und Antworten auf häufig gestellte Fragen haben beide Organisationen außerdem in der Kurzbroschüre „Keine Angst vor HIV, HBV und HCV! Informationen für das zahnärztliche Behandlungsteam“ zusammengestellt.

So sollen unbegründete Infektionsängste abgebaut werden und eine professionelle und diskriminierungsfreie Versorgung von Menschen mit Infektionserkrankungen wie HIV, HBV und HCV sichergestellt werden.

Die Broschüre steht online auf den Seiten von BZÄK und DAH zum Abruf.

Das Erklärvideo ist bei YouTube eingestellt.

Weitere Infos zur Post-Expositions-Prophylaxe gibt es auf der Seite der DAH.