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Mittwoch, 16. Dezember 2020, 12:00 Uhr

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH

Gastroenterologisches Phytopharmakon ausgewählt:

Myrrhe(nbaum) ist Arzneipflanze des Jahres 2021

Eschborn – Aufgrund seiner Bedeutung in der Kultur- und Medizingeschichte, der Forschung in der jüngeren Vergangenheit und dem Potential für die medizinische Nutzung hat der interdisziplinäre Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde den Myrrhenbaum zur Arzneipflanze des Jahres 2021 gewählt1. Myrrhe gehört zu den ältesten bekannten sowohl medizinisch als auch kultisch verwendeten Pflanzen – und findet daher in verschiedenen Bereichen Anwendung. So wird Commiphora myrrha in der höchsten pharmazeutischen Qualitätsstufe – in Arzneiqualität – hierzulande nur in einem einzigen Kombinationsarzneimittel angeboten: MYRRHINIL-INTEST®, einer weltweit einzigartigen Dreipflanzen-Kombination mit Kamille und Kaffeekohle zur unterstützenden Behandlung von Magen-Darm-Störungen. „Aufgrund seiner vielfältigen Inhaltsstoffe und des daraus resultierenden, ausgeprägten Multi-Target-Effekts setzen wir das Phytopharmakon bei einem breiten Spektrum gastroenterologischer Beschwerden ein“, erklärt Prof. Jost Langhorst, Leiter der Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde, Klinikum Bamberg, Lehrstuhl für Integrative Medizin der Universität Duisburg-Essen. Dazu gehört die unterstützende Behandlung von unspezifischer Diarrhoe, Spasmen und Flatulenzen.

Die „Arzneipflanze des Jahres 2021“ ist den meisten aufgrund ihrer biblischen Tradition an Weihnachten bekannt: bei den Heiligen 3 Königen und ihren Geschenken Myrrhe, Weihrauch & Gold. Aber Myrrhe spielte nicht nur am Anfang des Lebens Jesu eine Rolle, sondern auch an seinem Ende, der Auferstehung: Denn Jesu Leichentücher wurden mit Myrrhe getränkt – so wurde schon damals der medizinische, in dem Fall desinfizierende Effekt der Myrrhe genutzt. Das „heilende Harz“ wurde und wird aus Myrrhenbaum-Arten unter anderem in Afrika gewonnen. Der an der Baumrinde spontan oder nach Anschneiden austretende und an der Rinde eintrocknende goldbraune Saft, ergibt das Myrrhenharz. Heutzutage wird es als Kombinationsarzneimittel bei Darmbeschwerden in höchster pharmazeutischer Qualität eingesetzt.

Besonders bei chronischen Gastrointestinalerkrankungen geeignet

Da die Langzeiteinnahme des Phytopharmokons aufgrund guter Verträglichkeit indiziert ist, bietet sich die Behandlung der hoch prävalenten „Leitsymptomtrilogie“ Diarrhoe, Spasmen und Flatulenzen einzeln oder kombiniert besonders an, „wenn diese bei chronischen Darmerkrankungen wie Reizdarmsyndrom und Colitis ulcerosa auftreten“, so der Bamberger Gastroenterologe, der auch zahlreiche klinische Studien mit dem Myrrhe-Phytopharmakon durchgeführt hat. Insbesondere aufgrund seiner RCT2, in der die Nicht-Unterlegenheit gegenüber Mesalazin in der Remissionserhaltung bei Colitis ulcerosa belegt wurde, wird eine Kombination der drei Arzneipflanzen Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle in der aktuellen S3-Leitlinie Colitis ulcerosa zur Remissionserhaltungstherapie3 empfohlen.

Weitreichend wissenschaftlich erforscht

Flankierend zu den klinischen Studien wurden im vergangenen Jahrzehnt zahlreiche wissenschaftliche Paper zu den gastroenterologisch relevanten Wirkmechanismen publiziert. Diese Grundlagenforschungen, in toto durchgeführt an deutschen Universitäten und Kliniken, belegten unter anderem die antiinflammatorischen und spasmolytischen Eigenschaften der Myrrhe – sowohl alleine als auch in Kombination mit Kaffeekohle und Kamille, wo ausgeprägte synergistische Effekte gezeigt werden konnten. Besondere Erwähnung gilt dabei der Stabilisierung der Darmbarriere, die bis dato für kein anderes pflanzliches Arzneimittel in der Form wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Federführend geforscht wurde dazu an der Berliner Charité4 sowie an der Universität Leipzig5. „Mit unseren jüngsten In-vitro-Untersuchungen5 konnten wir zeigen, dass sowohl einzelne als auch kombinierte Inhaltsstoffe des Phytopharmakons nicht nur antiinflammatorische Wirkungen ausüben, sondern auch die Darmbarriere stabilisieren“, erläutert Dr. Cica Vissiennon, Projektleiterin an der Universität Leipzig. „Bei der kombinierten Untersuchung der drei Pflanzenextrakte haben wir darüber hinaus bei beiden Therapietargets – Inflammation und Darmbarriere – wechselseitige, synergistische Wirkverstärkungen beobachtet.“ Myrrhe und Kaffeekohle steigerten dabei die Darmbarrierefunktion des intestinalen Epithels jeweils vergleichbar mit der entzündungshemmenden Referenzsubstanz Budesonid. Auch in Kombination mit Probiotika kann das Myrrhe-Arzneimittel aufgrund dieser Darmbarriere-Stabilisierung als initiale Therapieempfehlung eingesetzt werden – denn nur bei intakter Darmbarriere können sich die probiotischen Kulturen bestmöglich ansiedeln.

Repha unterstützt Myrrhe-Bauern in Afrika

Um den Myrrhe-Anbau in Afrika ökologisch-nachhaltig zu fördern, die Biodiversität zu erhalten und damit die hiesigen hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu gewährleisten, unterstützt Repha – der Hersteller von MYRRHINIL-INTEST – das Projekt „Myrrhe in Pharmaqualität – Neue Einkommensperspektiven für die Einheimischen“. Koordiniert und durchgeführt wird diese Initiative via develoPPP.de von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), die nachhaltige Unternehmensinitiativen in Entwicklungsländern fördern. Dabei sollen äthiopische Nomaden und besonders Frauen und Jugendliche in der Myrrheernte geschult und weitergebildet werden.

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