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Freitag, 31. August 2018, 16:11 Uhr

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Themenspezial: Schwangerschaft / Kind

Presseinformation

Nausea gravidarum und Vitamin-B6-Mangel
Supplemente mit Vitamin B6 stabilisieren Hormonsystem

Oldenburg – Übelkeit und Erbrechen sind häufige unangenehme Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft. Die Nausea gravidarum tritt nahezu bei jeder Schwangeren während des ersten Trimenons auf. Bis zu 80 Prozent leiden sogar nahezu ganztägig darunter. Meistens kommt es ab der 12., spätestens ab der 20. Schwangerschaftswoche zu einer deutlichen Besserung. In bis zu 20 Prozent der Fälle halten die Symptome jedoch die gesamte Schwangerschaft über an.

Die schwere Form des Schwangerschaftserbrechens, die Hyperemesis gravidarum, betrifft bis zu drei Prozent der Schwangeren. Erbrechen von mehr als fünf Mal am Tag, Gewichtsabnahme von mehr als 5 Prozent des Körpergewichtes sowie die erschwerte Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme erhöhen deutlich das Risiko einer Dehydratation sowie eines Elektrolyt- und Vitaminmangels.

Pyridoxin - Mangel häufig bei Nausea gravidarum

Die Hauptursache von Schwangerschaftsübelkeit liegt in den Hormonveränderungen. Die Produktionen des Schwangerschaftshormons β-hCG (humanes Choriongonatropin), von Estrogen und Progesteron[1] ist deutlich erhöht. Vitamin B6 (Pyridoxin) hat nachweislich einen regulierenden Effekt auf die überschießende Hormonsynthese und federt deren übelkeitsauslösende Wirkung ab. Es wird diskutiert, dass Vitamin B6 an einen Lysinrest des Hormon-Rezeptor-Proteins der Steroide[2] bindet und die Hormonsynthese deutlich reduziert. Übelkeit und Erbrechen treten weniger häufig und intensiv auf.

Insbesondere Schwangere, die an Übelkeit und Erbrechen leiden, haben deutlich häufiger einen Vitamin-B6-Mangel.[3] Besonders gefährdet sind Frauen, die zuvor mit der Antibabypille verhütet haben.

Studien bestätigen positiven Effekt von B6

Klinische Studien zeigen, dass die tägliche Substitution von Vitamin B6 die Schwere der Schwangerschaftsübelkeit und das Auftreten von Erbrechen bereits nach vier bis sieben Tagen signifikant reduziert[4]. Empfehlenswert ist es, die synergistischen Effekte von Vitamin B6 mit Vitamin B1 sowie Vitamin B12 (in Nausema®, rezeptfrei in der Apotheke erhältlich) zur Behandlung von Nausea gravidarum optimal zu nutzen. Vitamin B1 und B12 mindern zusätzlich Geruchsempfindlichkeit und Übelkeit. Mit täglich drei Mini-Dragees Nausema® lassen sich nachweislich Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft reduzieren – und das ganz natürlich, denn Nausema® ist sehr gut verträglich. Im Einzelfall kann die tägliche Dosis auch gesteigert werden. Die Einnahme dieser laktose-, gluten-, farb- und aromastofffreien Mini-Dragees kann über die gesamte Schwangerschaft erfolgen.

[1]Zmyslowska E.: Morgens immer schlecht. ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=4595 (2014)
[2]Hahn A. et al.: Vitamin B6 – eine nutritive Therapieoption bei Nausea gravidarum? gyne 05/16
[3] Wibowo N. et al.: Vitamin B6 supplementation in pregnant women with nausea and vomiting. International Journal of Gynecology and Obstetrics 116 (2012) 206-210
[4]Vutyavanich T. et al.: Pyridoxine for nausea and vomiting of pregnancy: A randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Am J Obstet Gynecol 1995; 173:881-4