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Dienstag, 12. Juni 2007, 11:29 Uhr

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Schnappauf und Schneider: Gesunde Verpflegung an Schulen wird ausgeweitet - Erstmals gemeinsame Empfehlungen

München – Vitaminstoß statt Kalorienbomben, frisches Obst statt abgepackter Fertigware, Saftschorle statt pappsüßer Limonade - das soll es nach dem Willen von Gesundheitsminister Werner Schnappauf und Kultusminister Siegfried Schneider in den Pausen an Bayerns Schulen geben. Erstmals ist es gelungen, dass sich alle Beteiligten - von Lehrkräften, Schülern und Eltern über die Hausmeister an den Schulen bis zu Kommunen, Landkreisen und die Ernährungswirtschaft - auf gemeinsame Empfehlungen für eine gesunde Schulverpflegung verständigt haben. "Übergewicht schon bei Kindern ist eine Hypothek für deren Gesundheit und unser Gesundheitssystem. Wir müssen alles daran setzen, dass unsere Kinder von Anfang an mehr zu Obst und Gemüse und zum Wasserglas greifen. Kinder sollen in der Schule schon einen gesunden Lebensstil lernen. Deshalb ist eine gesunde Schulverpflegung ein Muss," forderte Schnappauf. Schneider betonte: "Ohne richtiges Früh-stück oder Pa! usenbrot sind die Kinder weniger leistungsfähig. Um allen die gleichen Chancen zu sichern, ist auch Ernährungserziehung in der Schule am richtigen Ort. Die Schulen können die Eltern unterstützen, wenn sie ihre Kinder zu gesunder Ernährung und mehr Bewegung erziehen."

Nach den Empfehlungen sind Getreide und Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, Milch- und Milchprodukte, Wasser, Säfte und Tees für das Angebot am Schulkiosk geeignet. Regionale und saisonale Lebensmittel sollen dabei möglichst häufig angeboten werden. Aus reichlich pflanzlichen, mäßig tierischen Lebensmittel, sparsam an Fett mit großem Anteil an frischem Obst, Salat und Rohkost sollen sich die Mittagsmenüs zusammensetzen. Die Partner haben sich verpflichtet, an der Umsetzung der Empfehlungen mitzuwirken. Schnappauf und Schneider: "Das ist jetzt das Fanfaren-Signal an die Schulen, verbindliche, schulindividuelle Regelungen für eine gesundheitsförderliche Verpflegung zu treffen. Schulleitung! , Lehrer, Eltern, Schüler, Hausmeister und auch die Sachaufwandsträger entscheiden gemeinsam." Ergänzend zu den Empfehlungen und intensiver Informationsarbeit der Verbände selbst startet heuer noch der Wettbewerb S.P.I.C.E (Schüler-Preis für innovatives Cafeteria Essen). Gute-Praxis-Beispiele für gesundheitsförderndes Essen an Kiosken können gewinnen und werden zur Nachahmung empfohlen.

Mit der gesunden Schulverpflegung setzt Bayern seinen Kurs zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstil von Kindern und Jugendlichen konsequent fort. Allein 1,1 Millionen Euro aus der Gesundheitsinitiative des Gesundheitsministeriums Gesund.Leben.Bayern fließen 2007/2008 in Pilotprojekte zur Förderung von gesunder Ernährung und Bewegung. Projekte, wie Tiger Kids zur Ernährungs- und Bewegungserziehung in Kindergärten sind so erfolgreich, dass sie mittlerweile auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. Vom Kultusministerium wurde gerade erst Ende Mai das Programm ''Voll in Form: täglich bewegen - gesund ernähren - leichter lernen'' für Grund! schulen initiiert. Im Juli wird gemeinsam mit der Bayerischen Ärztekammer ein weiterer Baustein zu mehr Gesundheit und damit mehr Lebensqualität vorgestellt.

Weitere Informationen: http://www.gesundheit.bayern.de