Übersicht / FDP-Bundestagsfraktion / Meldung vom 11.08.2008

Montag, 11. August 2008, 13:04 Uhr

FDP-Bundestagsfraktion

PARR

Statt "Alkpolizei" intelligente Kassensysteme einführen und Jugendschutzgesetz ausschöpfen

Berlin – Zu den Vorschlägen der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing, jugendliche Testkäufer für Alkohol einzusetzen, erklärt der sucht- und drogenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Detlef PARR:

Flächendeckende Testkäufe von Alkohol sind nicht das richtige Mittel. Wir brauchen keine "Alkpolizei". Vielmehr müssen die bereits vorhandenen Regelungen des Jugendschutzgesetzes voll ausgeschöpft werden.

Die FDP lehnt den Einsatz jugendlicher oder jugendlich aussehender Testkäufer für Alkohol im Einzelhandel ab. Das Verantwortungsbewusstsein des Verkaufspersonals gegenüber der Problematik muss geschärft werden. Durch Fragen nach dem Ausweis an der Kasse kann der Verkauf von Alkohol kontrolliert und der Verkauf an Minderjährige gezielt unterbunden werden. Auf diesem Weg können intelligente Kassensysteme helfen, weil sie das Verkaufspersonal unterstützen und beim Verkauf von Alkohol automatisch auf die Kontrollpflicht hinweisen.