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Freitag, 04. Dezember 2009, 09:02 Uhr

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH

Pressemitteilung

Umfrageergebnisse bestätigen: Ärzte sollten funktionelle Dyspepsie häufiger kausal therapieren!

Hamburg – Allgemeinmediziner bringen die funktionelle Dyspepsie oft vorschnell mit einem Überschuss an Magensäure in Verbindung. „Zum Leidwesen der Patienten wird nur selten berücksichtigt, dass häufig kein Überschuss sondern ein Mangel an Magensäure ursächlich in Frage kommt“, so der Gastroenterologe Professor Volker Fintelmann aus Hamburg. Seine Feststellung wird durch aktuelle Umfrageergebnisse des Meinungsforschungsinstituts TNS Healthcare bestätigt: Fast 50% der zweihundert befragten Allgemeinmediziner machen einen Überschuss an Magen­säure für die funktionelle Dyspepsie verantwortlich. Obwohl zuviel Magensäure Fintelmann zufolge nur bei etwa einem Drittel der Patienten Ursache für die funktionelle Dyspepsie ist, empfehlen mehr als 50% der befragten Ärzte ihren Patienten bei funktionellen Magenbeschwerden Magen­säurehemmer bzw. –puffer. „Diese Therapien behandeln aber nur die Symptome und zwar auch nur dann, wenn tatsächlich eine Übersäuerung vorliegt“, macht Fintelmann klar. Besser sei eine Medikation, die die Freisetzung von Gastrin stimuliert und dadurch die Regulation des gesamten Verdau­ungssystems unterstützt.

Experte fordert kausales Wirkprinzip zur Regulierung der gestörten Magenfunktion Fintelmann bemängelt, dass bei den meisten Präparaten zur Behandlung der funktionellen Dyspepsie lediglich die Symptom­be­handlung im Fokus stehe. Sie heilen in der Regel die Funktionsstörung des Magen-Darmtraktes nicht. Einen grundlegend anderen Ansatz verfolgt das biologische Säure-Magenenzym­präparat Enzynorm® f. Durch die Stimulation der Freisetzung von Gastrin bewirkt es eine Regulation des gesamten Verdau­ungssystems. „Wir kennen heute mehr als einhundert gastrointestinale Hormone, die bedeutsam für die Verdauung sind. Gastrin nimmt dabei als Steuerungshormon eine Schlüsselrolle in der Regulation der Magensaft­produktion ein“, erklärt Fintelmann. Die wirksamen Be­standteile von Enzynorm® f sind Pepsin und säurebeladene Aminosäuren. Damit ähnelt das Präparat in seiner Zusam­men­setzung dem menschlichen Magensaft und hilft schnell und zuverlässig bei Magenfunktions­störungen, wie z. B. Störungen der Säure­sekretion. In den 50er bis 80er Jahren sei das biologische Arzneimittel sogar das Standard­therapeutikum bei Verdauungsbeschwerden gewesen, erläutert der Experte. Durch die Entwicklung und Einführung neuer Magenmedikamente sei das Präparat jedoch sukzessive vom Markt verdrängt worden. Erst die Erkenntnis, dass diese Medikamente langfristig häufig nicht die gewünschte Wirkung gebracht hätten – meist werden nur die Symptome, nicht aber die Ursache behandelt – habe bei ihm wieder zu einer Rückbesinnung zu dem bewährten Säure-Magenenzympräparat geführt, resümiert Fintelmann. Die Wirksamkeit des Arzneimittels Enzynorm® f ist durch Studien (Brilmayer et al. 1986; Gabriel 1986) belegt, Nebenwirkungen sind in der mehr als 70jährigen Anwendung bislang nur sehr selten (< 0,01 %) aufgetreten. Dank seiner guten Verträglichkeit ist das Säure-Magenenzym­präparat auch zur Langzeittherapie geeignet.

PPI: Gefahr der Abhängigkeit und Pneumonierisiko Neueste Studienergebnisse einer Untersuchung am Klinikum der Universität Kopenhagen (Reimer et al. 2009) legen nahe, dass die säureblockierenden Protonenpumpeninhibitoren (PPI) möglicherweise die Gefahr der Abhängigkeit bergen. Die dänischen Wissenschaftler untersuchten die Aus­wirkungen einer Daueranwendung von PPI in einer randomisierten Doppelblindstudie. 44% der Probanden, die PPI erhielten, klagten in den ersten Wochen nach Absetzen der Medikation über Symptome wie Sodbrennen, saures Aufstoßen oder Dyspepsie. In der Kontrollgruppe waren dies nur 15%. Vermutet wird, dass die Symptome durch eine reflektorische Hypersekretion der Magensäure entstanden sind. Sollte diese reflektorische Sekretion tatsächlich säurebedingte Symptome verursachen, wäre eine Abhängigkeit von PPI die Folge. Die Studie bestätigt damit die Annahme, dass eine Abhängigkeit von PPI zu einem rasanten Anstieg in der Verwendung dieser Medikation geführt haben könnte.

Weitere Studien aus den USA (Herzig et al. 2009), Groß-Britannien (Sarkar et al. 2008) und Dänemark (Gulmez et al. 2007) lassen vermuten, dass der Einsatz von Pro­tonenpumpeninhibitoren mit einem erhöhten Risiko ver­bunden ist, an einer Pneumonie zu erkranken. Allerdings steht der abschließende Beweis des verstärkenden Effekts der PPI auf eine Pneumonie noch aus.

Literatur: Brilmayer, H., Faust, W., Schiemann, J.: Non-ulcer dyspepsia. Beschwerden und deren medikamentöse Beeinflussung. In: Periodica Medica – Enzynorm forte, Funktionelle Bedeutung und klinische Wirksamkeit. 1988. Gabriel, Herwig: Der Einfluß eines Säure-Magenenzym-Präparates auf die Oberbauchbeschwerden geriatrischer Patienten. In: Ärztliche Praxis. Die Zeitung des Arztes in Klinik und Praxis. 1986. Gulmez, Sinem Ezgi, Holm, Anette, Frederiksen, Henrik, Jensen, Pedersen, Court, Hallas Jesper: Use of Proton Pump Inhibitors and the Risk of Community-Acquired Pneumonia. In: Arch Intern Med. 2007; 167:950-955. Herzig, Shoshana J., Howell, Michael D., Marcantonio, Edward R.: Acid-Suppressive Medication Use and the Risk for Hospital-Acquired Pneumonia. In: JAMA 2009; 301(20):2120-2128. Reimer, Christina, SØndergaard, Bo, Hilsted, Linda, Bytzer, Peter: Proton-Pump Inhibitor Therapy Induces Acid-Related Symptoms in Healthy Volunteers After Withdrawal of Therapy. In: Gastroenterology 2009; 137:80-87. Sarkar, Monika, Hennessy, Sean, Yang, Yu-Xiao: Proton-Pump Inhibitor Use and the Risk for Community-Acquired Pneumonia. In: Ann Intern Med. 2008; 149:391-398.

Abdruck honorarfrei, Belegexemplar erbeten.

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