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Dienstag, 11. März 2008, 11:36 Uhr

Hessischer Apothekerverband e.V.

Arzneimittelbestellung in Postfiliialen

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Postboten

Offenbach – Man könnte fast an einen verfrühten April-Scherz denken, wenn man den Artikel in einer Frankfurter Tageszeitung von heute liest. Da wird der Geschäftsführer der Easy-Apotheke mit dem Satz zitiert "Wir dürften jetzt die Schnellsten sein, was den Prozess von der Bestellung bis zur Zustellung angeht". Und dieser Artikel steht unter der großen Überschrift "Ver.di droht der Post mit Streiks". Da kann man den Patienten, die dringend auf ihre Medikamente angewiesen sind, schon jetzt gratulieren, wenn sie via Deutscher Post bei der "Einfach-Apotheke" ihre Arzneimittel bestellt haben.

"Gegen die Schnelligkeit der Apotheke vor Ort kann keine Versandapotheke konkurrieren. Und diese bietet noch einen unschlagbaren Vorteil: Man bekommt eine qualifizierte Beratung und die auch noch kostenlos und im Notfall sogar nachts", so reagierte der Vorsitzende des Hessischen Apothekerverbandes, Dr. Peter Homann, auf die Ankündigung des Versuches in 18 Postfilialen der Republik.

Als "bodenlose Frechheit" bezeichnete er die Werbung der Versandapotheke, die suggeriere, dass die Preise in den Apotheken vor Ort überteuert seien. "Ich kann nur jedem Bürger empfehlen, genau die Preise und die Versandkosten zu vergleichen. Gerade hat eine Untersuchung der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung ergeben, dass die Apotheke vor Ort im Preisvergleich besser abschneidet als beispielsweise eine holländische Versandapotheke", so Homann.