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10 Jahre Epidemiologisches Krebsregister Niedersachsen – Gesundheitsministerin Aygül Özkan zieht positive Zwischenbilanz

Jahresbericht des Krebsregisters Niedersachsen 2006/2007 liegt vor

HANNOVER – Das Epidemiologische Krebsregister Niedersachsen (EKN) feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan zieht eine positive Bilanz: „Die in Niedersachsen im vergangenen Jahrzehnt geleistete Aufbauarbeit ist sehr gut. Wir brauchen wissenschaftlich fundierte Datengrundlagen, um mehr erfahren zu können über die Ursachen und Häufigkeiten von Krebserkrankungen. Auch nimmt ihre Bedeutung für die Qualitätssicherung der medizinischen Versorgung ständig zu.” Inzwischen liegt der Erfassungsgrad des EKN bei fast 98%.

Wie aus dem jüngsten Jahresbericht des EKN hervorgeht, erkrankten in Niedersachsen in den Jahren 2006 und 2007 jährlich im Durchschnitt 40.791 Menschen neu an Krebs. 21.105 Menschen sind im selben Zeitraum an Krebs verstorben. Von den 21.896 Krebsneuerkrankungen der Männer gingen allein 6.219 Fälle auf Prostatakrebs zurück. Zweithäufigste Krebsneuerkrankung ist Darmkrebs (3.091 Fälle), gefolgt von Lungenkrebs (2.664 Fälle). Bei den Frauen traten jährlich im Durchschnitt 18.895 Krebserkrankungen neu auf. Häufigste Krebsneuerkrankung der Frauen ist mit Abstand der Brustkrebs (6.467 Fälle). An zweiter Stelle folgt Darmkrebs (2.769 Fälle). Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebsart der Frauen (1.118 Fälle).

In einer Sonderauswertung stellt das EKN erstmals auch Daten zum Krebsgeschehen auf Kreisebene für die Jahre 2003 – 2007 zur Verfügung. Hier werden regionale Abweichungen der Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen und Krebssterbefällen vom gesamten Land Niedersachsen statistisch überprüft. Gesundheitsämter und Interessierte erhalten damit einen guten Überblick über das Krebsgeschehen in ihrem Landkreis.

Die Daten des EKN gehen in verschiedene wissenschaftliche Studien und Projekte ein. Auch an der Evaluation des Mammographie-Screenings beteiligt sich das EKN. Im Rahmen des Schwerpunktes ‚Qualitätssicherung der Versorgung’ erhalten Brustzentren im Rahmen eines Pilotprojektes inzwischen erste Überlebenszeitanalysen zu den dort behandelten Patientinnen.

Hinzuweisen ist auch auf eine Untersuchung zum Rauchverhalten und der Lungenkrebsmortalität bei Frauen. Nach Berechnungen des EKN ist damit zu rechnen, dass sich Lungenkrebs bei Frauen bis zum Jahr 2018 von der dritt- zur zweithäufigsten Krebstodesursache entwickeln wird. Aufgrund des im europäischen Vergleich deutlich höheren Anteils von Raucherinnen ist zu befürchten, dass Deutschland in einigen Jahren bei der Lungenkrebsmortalität der Frauen einen Spitzenrang in Europa einnehmen wird. Gesundheitsministerin Aygül Özkan betont: „Diese Zahlen zeigen, wie wichtig die konsequente Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetzes ist.”

Der hohe Erfassungsgrad des EKN ist vor allem auf Meldungen aus Instituten für Pathologie zurückzuführen, die einer Meldepflicht unterliegen. Der Anteil der Meldungen von behandelnden Ärztinnen und Ärzten, die dagegen dem Melderecht unterliegen und vor der Meldung eine Einwilli­gung der Patientin oder des Patienten einholen müssen, ist aber noch deutlich zu erhöhen. Über das EKN können hierfür Patienteninformations-Flyer mit vorgedruckter Einwilligung angefordert werden.

Servicehinweis Der Jahresbericht steht im Internet zur Verfügung unter http://www.krebsregister-niedersachsen.de . Die Druckfassung ist zu erhalten bei: Registerstelle des EKN, Industriestr. 9, 26121 Oldenburg.

Diese Presseinformation im Portal des Landes Niedersachsen: http://www.ms.niedersachsen.de