Übersicht / Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg / Meldung vom 17.11.2008

Montag, 17. November 2008, 12:31 Uhr

Ministerium für Arbeit und Soziales Baden-Württemberg

Pressemitteilung

5. Deutscher Rehatag in Neuhausen eröffnet

Stuttgart – "Die Rehabilitation wurde durch die Gesundheitsreform gestärkt", sagte Arbeits- und Sozialministerin Dr. Monika Stolz am Montag (17.11.) in Neuhausen auf den Fildern. "Gerade angesichts der demografischen Entwicklung und Zunahme von chronischen Erkrankungen ist das das richtige Signal", so die Ministerin bei der Eröffnung der Landesveranstaltung des 5. Deutschen Rehatages. Mit der Reform wurde die medizinische Rehabilitation von einer Ermessensleistung der Krankenkassen zu einer Pflichtleistung aufgewertet.

"Wenn es um die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit und damit auch um den Erhalt der Erwerbsfähigkeit geht, leisten unsere Rehabilitationseinrichtungen einen wichtigen Beitrag", betonte die Ministerin. Es sei daher ein Gebot der Vernunft, die Rehabilitationseinrichtungen fit für die Zukunft zu machen. "Und wenn es um Qualität geht, stellen sich unsere Einrichtungen bestens dem Wettbewerb."

Auch auf die geriatrische Rehabilitation ging die Ministerin ein. "Ältere Menschen leiden häufig nicht nur an einer sondern mehrerer Krankheiten und Einschränkungen der Selbstständigkeit im Alltag, bis hin zur Pflegedürftigkeit. Die geriatrische Situation erfordert besondere diagnostische und therapeutische Abläufe", so Stolz. Das Geriatriekonzept des Landes sehe daher einzelne Versorgungsglieder vor: geriatrische Zentren, geriatrische Schwerpunkte und geriatrische Rehabilitationseinrichtungen. Die Ministerin betonte, dass das Geriatriekonzept mit allen Beteiligten abgestimmt und geschlossen worden sei - auch den Krankenkassen. "Ich nehme keinerlei Signale wahr, dass einer der Beteiligten abrücken will. Wir wollen und müssen aber mit den beteiligten Verbänden und Einrichtungen in einen Dialog treten um das Geriatriekonzept der Versorgungsrealität anzupassen. Dabei wollen wir weiterhin an einer geriatrischen Versorgung auf einem hohen Niveau festhalten", betonte die Ministerin. Ziel müsse es sein, den hervorragenden Stand der Gesundheitsversorgung im Land auch bei neuen Rahmenbedingungen zu halten und zu verbessern.