Übersicht / Statistisches Bundesamt / Meldung vom 03.04.2007

Dienstag, 03. April 2007, 10:42 Uhr

Statistisches Bundesamt

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72% der Beschäftigten im Gesundheitswesen sind Frauen

Wiesbaden – Wie das Statistische Bundesamt zum Weltgesundheitstag am 7. April mitteilt, waren Ende 2005 3,1 Millionen der 4,3 Millionen Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen Frauen. Der Anteil weiblicher Beschäftigter im Gesundheitswesen lag damit überdurchschnittlich hoch bei 72,3%; in der Gesamtwirtschaft betrug er 44,9%.

Einzelne Berufe im Gesundheitswesen haben einen Frauenanteil von über 90%: Arzthelferin und zahnmedizinische Fachangestellte (99,1%), pharmazeutisch-technische Assistentin (98,1%), pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte (98,0%) sowie Diätassistentin und medizinisch-technische Assistentin mit jeweils 92,5%. Frauen stellen bei der Mehrzahl der Berufe im Gesundheitswesen die Mehrheit der Beschäftigten. Ausnahmen waren Ende 2005 hingegen Berufe wie Arzt (39,2%) und Zahnarzt (38,3%), aber auch Berufe wie Pharmakant (49,4%), Orthopädiemechaniker (28,5%), sonstige Gesundheitshandwerker wie zum Beispiel Hörgeräteakustiker (24,6%) und Gesundheitstechniker (6,5%).

Auch in vielen Einrichtungen des Gesundheitswesens sind Frauen in der Mehrzahl. Sowohl in den ambulanten als auch in den stationären und teilstationären Einrichtungen waren Ende 2005 drei von vier Beschäftigten weiblich. Die Einrichtungen der ambulanten Pflege stellten innerhalb der ambulanten Gesundheitsversorgung mit 87,7% den höchsten Anteil weiblicher Beschäftigter. Es folgten die Apotheken mit 81,8% und die Zahnarztpraxen mit 81,2%. In den Einrichtungen der stationären und teilstationären Gesundheitsversorgung wiesen ebenfalls die Pflegeeinrichtungen mit 84,9% den höchsten Frauenanteil auf. Es folgten die Krankenhäuser (74,9%) sowie die Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen (74,5%).

Frauen arbeiten aber auch wesentlich häufiger in Teilzeit oder in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis als Männer. Während 85,1% der Männer Ende 2005 einer Vollzeitbeschäftigung und 14,9% einer Teilzeitbeschäftigung beziehungsweise einer geringfügigen Beschäftigung nachgingen, lagen die entsprechenden Anteile der Frauen bei 52,2% und 47,8%. Somit arbeiteten 1,5 Millionen weibliche Beschäftigte im Gesundheitswesen in einer Teilzeitbeschäftigung oder in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis, bei den Männern waren es knapp 180.000.

Diese und viele weitere gesundheitsbezogene Daten finden sich auch unter der Adresse http://www.gbe-bund.de im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

Weitere Auskünfte gibt: Zweigstelle Bonn, Michael Müller, Telefon: (01888) 644-8161, E-Mail: gesundheitsrechensysteme@destatis.de