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Freitag, 22. September 2006, 12:00 Uhr

Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard, Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz

Aids ist kein Randgruppenproblem, sondern eine unheilbare Krankheit, die jeden treffen kann

Berlin – Aids geht alle an und betrifft nicht nur Risikogruppen. Das machte Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard heute im Rahmen der Festveranstaltung zum 20jährigen Bestehen des FrauenGesundheitsZentrums in München eindringlich deutlich. Bernhard: "Aids bleibt ein Hauptproblem unserer Zeit. Weltweit, europaweit, deutschlandweit ? auch in Bayern. Aids ist behandelbar, aber nach wie vor nicht heilbar, einen Impfschutz gibt es noch nicht." Bayern geht die Bekämpfung von Aids daher schon immer offensiv an und setzt auf konsequente Prävention und Beratung Betroffener. Der Staatssekretär dankte dem FrauenGesundheitsZentrum, das mit seinem speziellen Präventionsprogramm für Frauen und Mädchen, dieses Angebot sinnvoll ergänzt und frauenspezifisch vervollständigt.

Etwa 6.800 mit dem HI-Virus infizierte Menschen leben in Bayern, darunter 1.300 Frauen. Die Zahl der Neuinfektionen ist im Jahr 2005 leicht angestiegen ? auf rund 360. "Das Bewusstsein über die Bedrohung, insbesondere durch die steigende Zahl unentdeckter Infektionen, und die Gefährlichkeit dieser Krankheit darf nicht verloren gehen", so Bernhard. Zwar leben Infizierte länger und besser als früher, müssen aber intensive Therapien, auch mit teilweise erheblichen Nebenwirkungen, in Kauf nehmen. "Wir dürfen nicht zulassen, dass Aids aus unserem Bewusstsein verschwindet und der Schutz vernachlässigt wird. Hierdurch wird das eigene und das Leben des Partners bewusst und leichtfertig aufs Spiel gesetzt", so der Staatssekretär.