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Mittwoch, 14. Februar 2007, 12:39 Uhr

BMG - Bundesministerium für Gesundheit

Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

Alkohol im Karneval - Bätzing fordert Beachtung des Jungendschutzgesetzes und begrüßt Verabschiedung des Alkoholverbots für Fahranfänger

Berlin – Zu Beginn der "närrischen Tage" appelliert die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, für einen verantwortlichen und zurück-haltenden Alkoholkonsum:

"Auch im Karneval gilt die Botschaft: Weniger ist Mehr. Der Karneval verführt jedes Jahr viele zum grenzenlosen Trinken. Gerade für junge Menschen ist der Karneval die Zeit des ersten Rausches und zu oft der ersten Alkoholvergiftung. Jugendliche schätzen die Risiken von Alkohol leider völlig falsch ein. Schon geringe Mengen sind für sie gesundheits-schädlich. Deshalb bestehen klare Regeln beim Jugendschutz. Eltern, Gaststättenbesitzer und Verkäufer müssen diese beachten: Bier und Wein erst ab 16 Jahren, Spirituosen ab 18 Jahren und nur in Maßen. Kampagnen während der Karnevalszeit wie 'Keine Kurzen für Kurze' sind hierbei ebenso wichtig wie der eigene kritische Umgang mit Alkohol. Auch im Karneval empfehle ich allen, nur maßvoll zu trinken und sich ein Limit zu setzen. Denn: Verantwortung setzt beim Alkohol die Grenze. Wir müssen gerade gegenüber jungen Menschen Vorbild sein und mit ihnen über die Gefahren des Alkoholkonsums sprechen."

"Verantwortung beim Alkoholkonsum heißt auch: kein Alkohol im Stra-ßenverkehr. Ich bin froh, dass heute das Bundeskabinett das Gesetz zur Einführung eines Alkoholverbots für alle Fahranfänger und Fahranfänge-rinnen während der zweijährigen Probezeit verabschiedet hat. Dies ist ein klares Zeichen für mehr Vernunft und weniger Alkohol im Straßenver-kehr", so die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing. "Alkoholeinfluss ist ein hohes Risiko beim Autofahren. Für jeden dritten Autounfall unter Alkoholeinfluss sind junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren verantwortlich. Bei Fahranfängern treffen Unerfahrenheit im Verkehr und die Wirkung von Alkohol als Unfallrisiken zusammen. Deshalb: Egal, ob Karneval oder anderer Anlass, Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen."

Hintergrund: Noch konsumieren in Deutschland mehr als 10 % der Bevölkerung ab 18 Jahren Alkohol in einer Größenordnung, die ein hohes Risiko gesund-heitlicher und sozialer Schäden mit sich bringt. Der erste Alkoholkonsum liegt nach Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung durchschnittlich bei 14 Jahren, der erste Rausch bei 15,5 Jahren.