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ALM e.V. zum Darmkrebsmonat: Früherkennung rettet Leben – Labormedizin sichert Qualität

Pressemitteilung

Rund 55.000 Menschen erkranken in Deutschland jährlich neu an Darmkrebs, etwa 23.000 sterben daran. Dabei gilt: Früh erkannt, ist Darmkrebs in vielen Fällen heilbar. Anlässlich des Darmkrebsmonats weisen die Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM e.V.) auf die Schlüsselrolle der Labormedizin bei der frühzeitigen Erkennung und Heilung von Darmkrebs hin. „Laborleistungen zur Vorsorge von Darmkrebs bieten entscheidende Vorteile in der Diagnostik, da Veränderungen im Darm bereits im Frühstadium erkannt werden, noch bevor Beschwerden auftreten. Durch gezielte Blut-, Urin- oder Stuhluntersuchungen können Risikofaktoren und gesundheitliche Veränderungen rechtzeitig festgestellt und behandelt werden“, sagt ALM-Vorsitzender Dr. Michael Müller.

Die Inzidenz für Krebs steigt laut Müller ab dem 50. Lebensjahr, daher sei es notwendig, dass Ärztinnen und Ärzte auf Präventionsangebote aufmerksam machten. „Neben der Vorsorgekoloskopie ist der iFOBT, der immunologische Test auf okkultes Blut im Stuhl, ein wesentlicher Baustein, der eine wissenschaftlich etablierte, kosteneffiziente Screeningmethode mit hoher Sensitivität und Spezifität darstellt“, so Müller. „Seit April 2025 haben Versicherte ab 50 Jahren gleichberechtigt Anspruch auf den iFOBT alle zwei Jahre als Alternative zu maximal zwei Früherkennungskoloskopien im Abstand von zehn Jahren“, erklärt Müller.

Mehr als 30 Millionen Menschen in Deutschland haben Anspruch auf die Darmkrebsfrüherkennung. Tatsächlich werden jährlich jedoch nur rund 1,2 bis 1,3 Millionen iFOBT-Tests im Labor ausgewertet. „Fachärztliche Labore sorgen mit qualitätsgesicherter Diagnostik dafür, dass diese Untersuchungen zuverlässig durchgeführt und bewertet werden“, betont Müller. Die Durchführung des iFOBT unterliege den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Vorgeschrieben seien hohe Qualitätsstandards sowie die automatisierte Durchführung in zentralen medizinischen Laboratorien mit Akkreditierung. „Die Durchführung des iFOBT kann nur von Laborärzten durchgeführt werden, die ein System der Qualitätssicherung etabliert haben und sich regelmäßig an geeigneten externen Qualitätskontrollen beteiligen.“ Dazu sei es auch notwendig, dass die Labore nach der Medizinproduktevertreiberverordnung arbeiteten und an externen Ringversuchen teilnähmen.

„Die medizinisch-ärztlich verantwortete Labordiagnostik ist unverzichtbar für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung in Deutschland. Von der Prävention und Früherkennung bis zur Diagnose und der Steuerung von Therapien sichert sie die Versorgung in allen Altersgruppen, wohnortnah, in der Stadt und auf dem Land“, bilanziert Müller. Akkreditierte Labore stünden für geprüfte Prozesse, standardisierte Analytik und valide Ergebnisse. Das schaffe Vertrauen und erhöhe die Diagnosesicherheit. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Früherkennung von Darmkrebs. Unabdingbar für die Planbarkeit von Ressourcen sind verlässliche Rahmenbedingungen für die akkreditierten Labore, um diese Standards bundesweit auch in Zukunft zu gewährleisten“, so Müller abschließend.

Weitere Informationen zum Thema

Ausführliche Informationen zur qualitätsgesicherten Darmkrebsfrüherkennung finden Sie auf der Website des ALM e.V. in den Ausgaben 03 (Präventionsmedizin) und 04 (Krebserkrankungen) des Magazins Labor erleben.

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Wir versorgen Deutschland mit Labor #WirSindMehrwert

Über den ALM e.V.: Der ALM e.V. ist der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin und repräsentiert über 200 medizinische Laboratorien in Deutschland. Er engagiert sich für eine patientenzentrierte, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich nachhaltige Labordiagnostik.