Schließen

Registrierung

Melden Sie sich noch heute an, um gezielt und effektiv Ihre Nachrichten in der Gesundheitsbranche verbreiten zu können.

Kontoinformationen

Ansprechpartner:in

Adresse

Kontakt

Es wurde eine E-Mail zur Bestätigung an Sie gesendet. Nach der Bestätigung sind Sie erfolgreich registriert.


ALM weist in der MVZ-Debatte auf die Stärke der medizinischen Labordiagnostik während der COVID-19-Pandemie durch Trägervielfalt hin

Pressemitteilung

Anlässlich der morgigen abschließenden Plenardebatte des Deutschen Bundestags zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/die Grünen mit dem Titel „Medizinische Versorgungszentren reformieren” (Bundestagsdrucksache 21/1667) fordern die Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM e.V.) eine vorurteilsfreie Debatte zu nicht-ärztlichen Kapitalgebern bei Medizinischen Versorgungszentren (MVZ). Regulierung müsse vor allem auf sachlicher, faktenbasierter Grundlage stattfinden sowie eine qualitätsorientierte und patientenzentrierte Versorgung in den Mittelpunkt stellen.

„Wichtig für alle Versicherten sind eine bestmögliche medizinische Versorgung und Transparenz der Strukturen. Wir benötigen weiterhin eine fundierte Datenlage zur Beantwortung der Frage, ob und welche gesetzlichen Rahmenbedingungen gegebenenfalls angepasst werden müssen. Pauschale Wertungen nach Trägerschaft wirken unseriös – alle ambulanten Versorgungsformen fallen unter dieselben rechtlichen Vorgaben und sind wichtig, um eine flächendeckende Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherzustellen. An erster Stelle steht immer die Qualität der Patientenversorgung“, sagt ALM-Vorsitzender Dr. Michael Müller, Facharzt für Laboratoriumsmedizin und Ärztlicher Geschäftsführer eines Labor-MVZ.

„In diesem Sinne wurden durch uns initiiert bereits in der jüngeren Vergangenheit wichtige Beiträge zur MVZ-Debatte geliefert“, sagt Dr. Müller und verweist auf das von externen, in der Wissenschaft und Versorgung anerkannten Gutachtern erarbeitete Memorandum zur Versorgung mit MVZ“ und die von Prof. Dr. Frank-Ulrich Fricke (Technische Hochschule Nürnberg) erstellte Studie Evidenz hilft: Beeinflusst die Übernahme durch private, nicht-ärztliche Kapitalgeber das Abrechnungsverhalten von MVZ?“.„Diese wichtigen Diskussionsbeiträge tragen zur Positionsfindung bei. Beide schaffen eine faktenbasierte Grundlage für die Diskussion und bilden einen Leitfaden für eine mögliche Regulierung, die vor allem Transparenz im Blick haben sollte“, so Dr. Müller. Gerade in der Studie von Prof. Fricke werde aufgezeigt, dass die Einhaltung der geltenden regulativen Rahmenbedingungen zur Überprüfung des Versorgungsauftrages bei allen zugelassenen Versorgungseinrichtungen durch die ärztliche Selbstverwaltung überprüft werden und eine datenbasierte Grundlage für mögliche weitere gesetzliche Vorhaben geschaffen werden kann.

„Wir begrüßen, dass der Ausschuss für Gesundheit in seiner Beschlussempfehlung den Antrag der Grünen „Medizinische Versorgungszentren reformieren“ abgelehnt hat und dass vor allem die Regierungsfraktionen auf die Differenziertheit des Themas und die Bedeutung der Transparenz für eine Regulierung hingewiesen haben. Wir als Verband der fachärztlich geleiteten MVZ im Sinne akkreditierter Labore in der Medizin erwarten, dass die Debatte zukünftig primär im Sinne einer qualitätsorientierten und patientenzentrierten Versorgung faktenbasiert geführt wird. Im Zentrum einer künftigen Regulierung sollten Transparenz und die trägerunabhängige Überwachung vorhandener Regulierungsstandards durch die Selbstverwaltung stehen“, stellte Dr. Müller weiterhin fest.

„Ein gutes Beispiel für die Bedeutung der Trägervielfalt für die Versorgung war die COVID-19-Pandemie. Hier wurde die Leistungsfähigkeit der medizinischen Labordiagnostik durch MVZ mit Fachärzten für Laboratoriumsmedizin bzw. Fachärzten für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie in Deutschland deutlich“, sagt Dr. Müller. Der ALM hat dazu knapp drei Jahre nach dem offiziellen Ende der Pandemie ein Papier Pandemiemanagement und -vorsorge – Erfahrungen der fachärztlichen Labordiagnostik in der SARS-CoV-2-Pandemie“ veröffentlicht. „Das Dokument leistet einen Beitrag zur Diskussion zur nachträglichen Bewertung der Maßnahmen in der COVID-19-Pandemie aus dem Blickwinkel der fachärztlichen Labore. Die enorme Leistung der fachärztlichen Labore wäre ohne die vorhandene Trägervielfalt der fachärztlich geleiteten MVZ nicht möglich gewesen“, so Dr. Müller abschließend.

Zum Antrag der Fraktion Bündnis 90/die Grünen haben die Verbände BBMV e.V. und ALM e.V. bereits im September 2025 ein Faktenblatt veröffentlicht.

– – –

Wir versorgen Deutschland mit Labor #WirSindMehrwert

Über den ALM e.V.: Der ALM e.V. ist der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin und repräsentiert über 200 medizinische Laboratorien in Deutschland. Er engagiert sich für eine patientenzentrierte, qualitativ hochwertige und wirtschaftlich nachhaltige Labordiagnostik.