Übersicht / AOK-Bundesverband / Meldung vom 22.03.2013

Freitag, 22. März 2013, 15:48 Uhr

AOK-Bundesverband

Eckpunkte zur Krankenhausfinanzierung vorgestellt

AOK: Mehr Geld für die Krankenhäuser, dann aber auch Reformen angehen

Berlin – Zu den bereits mehr als 62 Milliarden Euro, die die Krankenhäuser im Jahr 2012 erhalten haben, wird die Bundesregierung nun nahezu eine Milliarde Euro für die Jahre 2013/2014 zusätzlich zur Verfügung stellen.

„Einmalige Finanzhilfen als Notfallmaßnahme sollten bei den Krankenhäusern ankommen, die wirklich in einer finanziellen Klemme sind. Jetzt allen Kliniken einen Zuschlag zu geben, macht die Nothilfe unnötig teuer. Vor allem werden die strukturellen Defizite noch nicht wirksam gelöst. Mit der Verbesserung der Hygiene wird nur ein erster Schritt getan“, sagte Uwe Deh, geschäftsführender Vorstand des AOK-Bundesverbandes zu dem Beschluss der schwarz-gelben Koalition. „Doch machen wir uns nichts vor, am zugrundeliegende Problem der Krankenhäuser – zu viele Operationen, die nicht notwendig und in der Qualität häufig mangelhaft sind sowie zu wenig Landesmittel für die Modernisierung - wird sich damit nichts ändern.“

Dazu brauche es den Mut und den Willen zu tiefgreifenden Reformen. Deshalb sei es zu begrüßen, dass die Bundesregierung in einem nächsten Schritt die Qualität der Versorgung verbessern will.