Übersicht / AOK NORDWEST / Meldung vom 19.03.2018

Montag, 19. März 2018, 15:56 Uhr

AOK NORDWEST

Entfesselungspaket I:

AOK sieht gute Chance für eine zukunftsfähige Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen

Dortmund – „Qualitätsorientiert, verbindlich und schnell“. So lautet die Zielsetzung für die künftige Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen. Die Landesregierung hat mit ihrem „Entfesselungspaket I“ die entsprechenden Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht. Die AOK NORDWEST sieht darin eine gute Chance für den dringend notwendigen Umbau der Krankenhauslandschaft in NRW.

Wie das nachhaltig gelingen kann, zeigt das gemeinsam mit anderen Krankenkassen eingebrachte Konzept zur perspektivischen Krankenhausplanung. "Die Basis bildet eine „gestufte“ Versorgung, nach der die Krankenhäuser Leistungen der Grund-, Regel- und Maximalversorgung sicherstellen", erklärt Tom Ackermann, Vorstandsvorsitzender der AOK NORDWEST. Danach sollen für jede Planungsregion Versorgungsaufträge und Standorte für die Krankenhäuser der Grund-, Regel- und Maximalversorgung bestimmt werden. Die wohnortnahe Grundversorgung beinhaltet dabei insbesondere die Gebiete Innere Medizin und Chirurgie. Die Krankenhäuser der Regel- und Maximalversorgung haben durch ihre Versorgungsaufträge die Möglichkeit und Verpflichtung, sich zu spezialisieren.

"Die jeweiligen Versorgungsaufträge werden an Krankheitsbildern ausgerichtet, um eine patientenorientierte Versorgung sicherzustellen", sagt Ackermann. Kommen in einer Versorgungsregion - wie etwa in Ballungszentren wie das Ruhrgebiet - mehrere Kliniken für einen Versorgungsauftrag in Frage, ist eine Auswahl erforderlich. "Dazu müssen endlich verbindliche Kriterien im Krankenhausplan festgelegt werden, insbesondere zur Qualität, Mindestfallzahlen und Erreichbarkeit", so Ackermann.

Die Krankenkassen empfehlen dabei für Leistungen der Regel- und Maximalversorgung Mindestfallzahlen im Krankenhausplan festzulegen. Das würde Spezialisierungen und Kooperationen vorantreiben und unnötige Parallelstrukturen abbauen. Zudem verspricht die Bündelung der Ressourcen viele Vorteile: "Die Patienten profitieren von einer besseren Behandlungsqualität, die Plankrankenhäuser von einem effizienteren Personaleinsatz, einer besseren Auslastung und Wirtschaftlichkeit", so Ackermann.