Übersicht / AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen / Meldung vom 21.10.2019

Montag, 21. Oktober 2019, 09:10 Uhr

AOK - Die Gesundheitskasse in Hessen

PRESSEMITTEILUNG - AOK HESSEN

Aphten: Was hilft gegen die schmerzhaften Bläschen im Mund?

Bad Homburg – Sie sind meist nur wenige Millimeter groß, aber sehr störend: Aphthen sind kleine, entzündete Stellen in der Mundschleimhaut, die beim Essen, Schlucken oder Sprechen starke Schmerzen verursachen. Wie sie entstehen, ist bislang nicht eindeutig bekannt, jedoch verschwinden die kleinen weißlichen Flecken meist nach ein bis zwei Wochen wieder von allein. Die AOK Hessen informiert über die Erkrankung und Hilfsmittel zur Beschwerdelinderung.

Aphten gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Mundschleimhaut. Viele Menschen leiden unter den schmerzhaften Bläschen, ansteckend sind sie jedoch nicht. Meist sitzen Aphten an der Innenseite der Wangen oder Lippen, seltener am Gaumen oder an der Zunge. Die häufigste Form ist die Minor-Aphte, ein linsengroßer weißlicher Fleck mit gerötetem Rand. Oft bilden sich zwei bis vier solcher Aphten gleichzeitig, die aber nach ein bis zwei Wochen wieder von selbst verschwinden. Sind die Flecken größer und dringen tiefer in die Schleimhaut ein, handelt es sich um so genannte Major-Aphten. Hierbei kann die Heilung bis zu einem Monat andauern.

Warum manche Menschen häufiger unter Aphten leiden als andere, ist bisher nicht eindeutig bekannt. Als mögliche Ursachen kommen eine familiäre Veranlagung und andere Faktoren, wie zum Beispiel Stress, ein geschwächtes Immunsystem, Mangelerscheinungen wie Vitamin-B- oder Eisenmangel sowie hormonelle Schwankungen, in Betracht. Darüber hinaus können auch Verletzungen der Mundschleimhaut, eine schlechtsitzende Zahnspange oder mangelnde Mundhygiene die Entzündungen verursachen.

Sind die Schmerzen erträglich, müssen Aphten grundsätzlich nicht behandelt werden. Es wird jedoch empfohlen, in dieser Zeit auf harte Lebensmittel, wie beispielsweise Brötchen, Zwieback oder Knäckebrot zu verzichten. Diese können die Schleimhaut zusätzlich reizen. Säuerliche, scharfe oder salzige Lebensmittel sollten ebenfalls besser vermieden werden. Nehmen die Beschwerden überhand, können Gelee, Cremes oder Sprays Linderung bringen, die auf die entzündeten Stellen aufgetragen werden. Manchen Menschen helfen Tinkturen auf Myrrhe- oder Rhabarberwurzel-Basis. In hartnäckigen Fällen kann der Arzt oder die Ärztin eventuell auch ein kortisonhaltiges Medikament verschreiben.