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Montag, 29. Januar 2007, 14:10 Uhr

RRC-Congress GmbH

Darmkrebs ist die zweihäufigste Tumorerkrankung

Auf dem Krebskongress von Vivantes werden aktuelle Diagnose- und Therapieverfahren im interdisziplinären Ansatz ausführlich dargestellt

Berlin – 3. Interdisziplinärer Krebskongress von Vivantes "Der Darmkrebs" Highlights aus Forschung und Klinik - Die Tagung für das onkologische Team, 20. - 21. April 2007, Berlin

Darmkrebs ist mit über 70.000 Neuerkrankungen und etwa 29.000 Todesfällen pro Jahr die zweithäufigste Tumorerkrankung in Deutschland. Trotzdem ist die Bereitschaft bei der Bevölkerung nicht sehr groß, sich einer Vorsorgekoloskopie zu unterziehen, obwohl diese Behandlung inzwischen in kürzester Zeit auch ohne Narkose vorgenommen werden kann, wie der Gastroenterologe Dr. R.-M. Liehr (Vivantes Humboldt-Klinikum, Berlin) betont. Er ist einer der über 50 Referenten des 3. Interdisziplinären Krebskongresses von Vivantes zum Thema Darmkrebs. Der Kongress will die Mediziner umfassend über Probleme und Chancen bei Screening und Frühdiagnose informieren, so Prof. Dr. T. Seufferlein (Gastroenterologe Universitätsklinik, Ulm). Schließlich ist die Vorsorgekoloskopie seit 2002 in die gesetzliche Krebsfrüherkennung aufgenommen worden und wird von den Kassen bezahlt. Frau Dr. C. Maar (Vorsitzende der Felix-Burda-Stiftung, München) wird in einem der ersten Vorträge auf dem Kongress die Frage nach der vergessenen Risikogruppe mit familiärem und erblichem Darmkrebs stellen.

Für die an Darmkrebs erkrankten Patienten ist es wichtig, dass sie flächendeckend multimodal nach den neuesten Erkenntnissen und Leitlinien jeweils der konkreten Situation des Erkrankten angepasst behandelt werden. Unter dem Vorsitz von Prof. P. Feyer werden adjuvante und palliative Therapien ausführlich erörtert. Denn mit tumorspezifischen Antikörpern können Ärzte heute auch den Patienten helfen, bei denen eine Chemotherapie nicht anschlägt. Dies erfordert eine "zielgerichtete Therapie", wie Prof. Dr. K.-P. Hellriegel (Vivantes Tumorzentrum, Berlin) ausführt. Nach einem Impulsreferat von Prof. Dr. M. Bamberg (Vorsitzender der Deutschen Krebsgesellschaft) diskutieren unter Beteiligung von Dr. G. Jonitz (Vorsitzender der Berliner Ärztekammer), Frau K. Lompscher (Gesundheitssenatorin Berlin) und J. Bovelet (Vorsitzender der Geschäftsführung Vivantes Berlin) über moderne Strukturen und Zentrenbildung in Deutschland.

In Kooperation mit der ILCO werden in einem Spezialprogramm für Pflegekräfte unter Vorsitz von F. Mecke (Pflegedirektorin Vivante, Berlins) neueste Ansätze für optimale Therapien sowie ganz gezielte Ernährungsfragen beim colorektalen Karzinom ausführlich erläutert und diskutiert. Ein Round-table-Gespräch über die Wichtigkeit einer ausgewogenen Lebensweise, über Stomaversorgung und die Bedeutung von Selbsthilfegruppen schließt diesen Spezialteil ab.

Auf einem parallenen Spezialsymposium "Update Mammakarzinom 2007" werden neueste Ergebnisse aus den Brustzentren vorgestellt. Unter anderem wird, wie auch schon im letzten Jahr, Prof. Dr. V.A. Borisov (MAMI Moskau) über die Behandlung des Mammakarzinoms in Russland referieren.

Der 3. Interdisziplinäre Krebskongress von Vivantes ist wegen der Komplexität des Krankheitsbildes Darmkrebs mit dem durchgängigen interdisziplinären Ansatz besonders ausgerichtet auf das onkologische Team in der ambulanten Praxis, in Ärztezentren, Gemeinschaftspraxen und im Krankenhaus.

Der Kongress wird geleitet von Prof. Dr. Dr. Alfred Holzgreve, Direktor der chirurgischen Klinik und Leiter des Tumorzentrums im Vivantes-Klinikum Neukölln, Berlin.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.krebs-interdisziplinaer.de

Kontakte:

• Prof. Dr. Dr. med. Alfred Holzgreve, Vivantes-Klinikum Neukölln, Rudower Strasse 48, 12351 Berlin, T: 030-6004-2060, F: 030-6004-3268, Mail: alfred.holzgreve@vivantes.de • Dipl.-Kfm. Rolf Rossbach, RRC-Congress GmbH, Charlottenstrasse 65, 10117 Berlin, T: 030-723933-12, Fax: 030-723933-22, Mail: rolf.rossbach@rrc-congress.de