Mehr Reichweite im Gesundheitsmarkt

Schließen

Registrierung

Melden Sie sich noch heute an, um gezielt und effektiv Ihre Nachrichten in der Gesundheitsbranche verbreiten zu können.

Kontoinformationen

Ansprechpartner:in

Adresse

Kontakt

Es wurde eine E-Mail zur Bestätigung an Sie gesendet. Nach der Bestätigung sind Sie erfolgreich registriert.


Bahnbrechende wissenschaftliche Entdeckungen in der Still- und Laktationsforschung in Wien präsentiert

Presseinformation

Eching – “Muttermilch ist einzigartig, indem sie Säuglinge nicht nur mit der nötigen Ernährung versorgt, sondern auch mit Schutz.” Wie einzigartig diese Milch ist, zeigten die internationalen Wissenschaftlern auf dem 7. internationalen Still- und Laktationssymposium – organisiert vom Milchpumpenhersteller Medela. Dabei standen zwei bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse im Mittelpunkt: der Nachweis pluripotenter Stammzellen durch die junge australische Forscherin Foteini Hassiotou und die Entdeckung einzigartiger Oligosaccharide in der Muttermilch durch den deutschstämmigen Forscher Lars Bode. Für einen ganz besonderen Moment sorgte der Kinderarzt Prof. Uwe Ewald, der auf seiner Frühgeborenen-Station in Uppsala die Känguru-Pflege konsequent umgesetzt hat. Dort können Eltern mit ihren Frühchen in eigenen Familienzimmern leben, sie selbst versorgen und so den Stress für Kind und Eltern so gering wie möglich halten.

Stammzellen in Muttermilch

Professor Peter Hartmann und sein Team der Hartman Human Lactation Group an der Universtiy of Western Australia (UWA) haben bereits im Jahr 2008 Stammzellen in der Muttermilch entdeckt. Nun ist Dr. Foteini Hassiotou, einer PhD Studentin in Hartmanns Team, ein richtungsweisender Durchbruch gelungen. Die Gewinnerin des Aus-Biotech-GSK Student Excellence Award 2011 konnte erstmals beweisen, dass Muttermilch-Stammzellen in der Lage sind, sich in andere körpereigene Zelltypen wie Knochen-, Fett-, Leber- und Gehirnzellen zu verwandeln. Ethische Barrieren der embryonischen Stammzellenforschung könnten somit schon bald der Vergangenheit angehören.

Bei ihrer ersten Präsentation vor einem europäischen Publikum erklärte Dr. Foteini Hassiotou, dass ihre Entdeckung neue Wege für eine Reihe von Forschungsrichtungen eröffne, einschließlich der Brustkrebsforschung, der Stammzellentherapie und der Regenerativen Medizin. Dr. Hassiotou und das UWA Team werden sich nun weiterhin auf die Rolle dieser Zellen für die Entwicklung von gestillten Babys konzentrieren.

„Ich bin stolz, Teil dieser aufregenden Entdeckungsreise der Muttermilch-Stammzellen zu sein, die von Medela unterstützt wird und die eine Vielzahl von neuen Forschungshorizonten eröffnet. Da in Muttermilch eine relativ hohe Anzahl an Stammzellen vorhanden ist, interessiert mich vor allem deren Aufgabe an der Gewebegeneration und der Entwicklung von Säuglingen. Zudem ist es interessant, welche Rolle diese Zellen für die Gesundheit haben“, so Dr. Foteini Hassiotou.

Humanmilch Oligosaccharide – ein einzigartiger Schutz für gestillte Säuglinge

Basierend auf seiner Forschung in Bezug auf Humanmilch-Oligosaccharide (HMO), erläuterte Dr. Lars Bode von der University of California, wie Muttermilch das Immunsystem eines Säuglings stärkt und vor allem gegen Krankheiten schützt. HMOs sind komplexe Zucker, die in Muttermilch vorkommen und eine einzigartige präbiotische und antimikrobielle Wirkung aufweisen. Dr. Bode gelang es im Zuge seiner Forschungsarbeiten ein einzelnes HMO zu isolieren, das Säuglinge möglicherweise vor nekrotisierender Enterokolitis – einer ernstzunehmenden, lebensbedrohlichen Darmerkrankung – schützen kann. Diese Darmentzündung tritt bei rund fünf bis zehn Prozent aller Säuglinge mit sehr niedrigem Geburtsgewicht auf und weist eine Sterblichkeitsrate von 25 Prozent auf. Dr. Bode hat diverse Studien durchgeführt, die HMOs und ihr Potential zur Blockierung einer HIV-Übertragung durch Muttermilch von infizierten Müttern auf ihre Säuglinge untersuchen.

In seiner Präsentation auf dem Symposium sagte Dr. Bode: “Humanmilch-Oligosaccharide weisen eine wesentliche Wechselwirkung mit dem Immunsystem eines Säuglings auf, die bislang in Muttermilchersatz noch nicht nachgebildet werden konnte.“

Medikamenteneinnahme während der Stillzeit

„Bei zwei Drittel aller am Markt erhältlichen Medikamente wurde noch nie getestet, welche Auswirkungen sie auf stillende Frauen und ihre Milch haben“, so Dr. Tom Hale, Professor für Kinderheilkunde und Assistenzdekan für Forschung an der Texas Tech University for Medicine. Auf den Beipackzetteln der meisten Medikamente finden sich standardisierte Empfehlungen, die von einer Einnahme während der Schwangerschaft oder der Stillzeit abraten. Häufig liege dies jedoch daran, dass die Auswirkungen bisher noch nicht ausreichend erforscht und bewertet worden sind.

Erste Forschungsergebnisse an der Texas Tech zeigen, dass nicht jede Medikation gestoppt werden muss, denn es gibt – vor allem für Antidepressiva und Neuroleptika – wirksame Alternativen. Der Kinderheilkunder Hale empfiehlt deshalb Frauen, sich bei einer unvermeidlichen Einnahme Rat vom Arzt und anderen Experten zu holen. Beim Ausweichen auf vermeintlich sanfte pflanzliche Alternativen rät Hale zu Vorsicht, denn diese sind in ihrer komplexen Wirkstoffzusammensetzung und möglichen Wechselwirkung selten klinisch erforscht.

Familienzentrierte Pflege in einer neonatalen Intensivstation

Professor Uwe Ewald von der Universitätskinderklinik Uppsala, Schweden, stellte die sogenannte Känguru-Pflege auf neonatalen Intensivstationen (NICUs) vor, die einen engeren Kontakt zwischen Frühgeborenen und ihren Eltern gewährleisten.

Professor Uwe Ewald unterstrich seine Zukunftsvision: „Keine Mutter und kein Vater darf auf einer neonatalen Intensivstation nur als ´Besucher´ betrachtet werden, da sie eine lebensnotwendige Rolle in der Entwicklung und der Pflege ihres Kindes spielen.“ Ewald betonte die Vorteile der Känguru-Pflege: sie verringere Stress und Schmerz für das Baby und fördere dessen Schlafmuster sowie das allgemeine Wachstum.

Dr. Leon Mitoulas, Head of Research bei der Medela AG, fasst zusammen:

„Beim diesjährigen Still- und Laktationssymposium wurden bahnbrechende Forschungsergebnisse präsentiert, die weit über tagesaktuelle Themen hinausgehen. Medela ist als langjähriger Unterstützer der Laktationsforschung stolz darauf, ein Teil dieser wissenschaftlichen Reise zu sein. Es ist uns ein besonderes Anliegen sowohl Familien als auch Fachpersonal beim Thema Stillen und Laktation erfolgreich zur Seite zu stehen.“

Die Beiträge der Wissenschafter sind auch als E-Books auf der Website von medela einsehbar sein unter http://www.medela.com .

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.medela.com.

Über Medela Medela bietet weltweit technologisch ausgereifte, qualitativ hochwertige Milchpumpen und Still-Zubehör für stillende Mütter an. Medela ist das einzige Unternehmen, das seine Produkte anhand der Forschungsergebnisse der weltbesten Laktationsexperten entwickelt. Daher sind Medela Milchpumpen die erste Wahl für Gesundheitsexperten und Gesundheitseinrichtungen rund um den Globus. Medela hat eine breite Produktpalette entwickelt, die auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse stillender Mütter zugeschnitten ist. Diese Produkte umfassen krankenhausgeeignete Doppel- oder Einzelmilchpumpen, die entweder elektrisch oder manuell betrieben werden; Zubehör fürs Stillen wie z.B. Pumpenreinigungsprodukte, Brustpflegeprodukte und spezielle Stillvorrichtungen sowie Schwangerschafts- und Stillwäsche. Medela wurde 1961 von Olle Larsson in Zug/Schweiz gegründet und wird auch weiterhin von der Larsson Familie geleitet. Medela verfügt über ein weltweites Netz an Vertriebspartnern in mehr als 90 Ländern und 15 Niederlassungen in Australien, den Benelux Staaten, Kanada, China, Deutschland (Österreich), Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, Polen, Russland, Spanien (Portugal), Schweden (Norwegen und Dänemark) und den Vereinigten Staaten von Amerika. http://www.medela.com

Das 7. Internationale Still- und Laktationssymposium von Medela

Das 7. Internationale Still- und Laktationssymposium von Medela fand am 20. und 21. April 2012 in Wien statt. Rund 300 Personen aus insgesamt 33 Ländern in Europa, dem Nahen Osten, den USA und Asien waren bei diesem Fachkongress anwesend, darunter viele Ärzte, Hebammen, Neonatologen und Laktationsexperten. Das 8. Internationale Still- und Laktationssymposium wird vom 12. bis 13. April 2013 in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen stattfinden.