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Montag, 01. April 2019, 11:25 Uhr

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Huml: Kampf gegen Krebs wird verstärkt

Bayerns Gesundheitsministerin bei Einweihung der neuen Krebsregister-Vertrauensstelle in Gemünden am Main – Heimatstrategie bringt 16 qualifizierte Arbeitsplätze in die Region

München – Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml setzt auf weitere Fortschritte beim Vorgehen gegen Krebserkrankungen. Huml betonte am Montag anlässlich der Eröffnung der neuen Krebsregister-Vertrauensstelle in Gemünden am Main: "Der Kampf gegen Krebs wird verstärkt. Dafür ist auch das bayerische Krebsregister wichtig, das wir 2017 auf den Weg gebracht haben. Die heute eröffnete Vertrauensstelle in Gemünden ist ein wichtiger Baustein dieses Registers. Hier werden äußerst sensible Gesundheitsdaten verarbeitet."

Die Ministerin unterstrich: "Das bayerische Krebsregistergesetz stellt hohe Anforderungen an den Datenschutz. Es stellt klar, dass einzig die Vertrauensstelle dauerhaft Identitätsdaten kennen und speichern darf. Deshalb gehört die neue Dienststelle des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zur Vertrauensstelle, die organisatorisch und räumlich vom restlichen Krebsregister getrennt ist."

Der zentrale Umgang mit Identitätsdaten schließt die Erfassung der Daten aus Todesbescheinigungen, die zentrale Abrechnung mit den Krankenkassen, die Abrechnung der Meldevergütung mit den meldenden Einrichtungen sowie die Führung des Widerspruchsregisters ein.

Krebs ist in Deutschland die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bayernweit erkranken jährlich rund 64.000 Menschen neu an Krebs. Davon sind circa 52 Prozent Männer und 48 Prozent Frauen. Rund die Hälfte der bayerischen Krebspatienten ist 68 Jahre und älter. Die häufigsten Krebsarten bei den Männern sind Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Frauen erkranken am häufigsten an Brust-, Darm- und Lungenkrebs.

Huml hob hervor: "Daneben freue ich mich, dass Gemünden nun ein weiteres erfolgreiches Beispiel unserer Heimatstrategie ist. Damit verlagern wir qualifizierte Arbeitsplätze in Behörden dorthin, wo die Menschen wohnen und leben. Mit der Behördenverlagerung erhalten und stärken wir so den ländlichen Raum – damit auch künftig alle Regionen Bayerns zukunftsfähig und stark bleiben."

LGL-Präsident Dr. Andreas Zapf erläuterte anlässlich der feierlichen Eröffnung der neuen Diensträume: "Die ersten acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gemünden sind bereits in die neu renovierten Räume eingezogen, weitere Stellenbesetzungsverfahren laufen bereits.“