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Budesonid – Entzündungsprozesse hemmen

Wirkstoff des Monats

Berlin – Asthmatiker leiden unter pfeifender Atmung, Husten und immer wiederkehrenden Anfällen von extremer Atemnot. Verursacht werden diese Beschwerden durch eine chronische Entzündung der Atemwege (Bronchien), die mit einer Überempfindlichkeit der Bronchialschleimhaut gegenüber äußeren Reizen einhergeht. In der Folge schwillt die Schleimhaut an und die Lunge produziert zähen Schleim. In Deutschland sind zirka zehn Prozent der Kinder und fünf Prozent der Erwachsenen betroffen. Damit ist Asthma bronchiale die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter.

Glucocorticoide (umgangssprachlich Kortisone) sind Standardtherapeutika für die Behandlung des mittelschweren und schweren Asthmas. Der Wirkstoff Budesonid ist ein stark wirksames Glucocorticoid. Er lindert die Atemwegserkrankung ursächlich, indem er den Entzündungsprozess stoppt. Budesonid leitet im Zellkern die Bildung körpereigener Proteine ein, die den Entzündungsprozess hemmen und unterdrücken. Da es eine gewisse Zeit dauert, bis sich dieser Effekt bemerkbar macht, ist Budesonid nicht für die Behandlung akuter Anfälle, sondern nur für die Langzeitbehandlung von Asthma geeignet.

Wegen seiner langanhaltenden antientzündlichen Wirkung ist Budesonid auch zur Therapie der chronischen Bronchitis, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und entzündlicher Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa geeignet. Weitere Einsatzgebiete sind Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündung und Allergien. Da Budesonid am Anwendungsort schnell aufgenommen und wieder abgebaut wird, beschränken sich die Nebenwirkungen meist auch auf diesen Bereich. Bei der Inhalation dieses Wirkstoffs kann es beispielsweise zu Heiserkeit oder einer Pilzinfektion des Mund- und Rachenraums (Mundsoor) kommen. Nebenwirkungen wie Stammfettsucht, Osteoporose und Bluthochdruck treten bei Asthmasprays und Rektalschäumen mit Budesonid hingegen kaum auf.

Budesonid kam 1983 auf den deutschen Markt. Das Gesamtumsatzvolumen zu Herstellerabgabepreisen liegt zurzeit bei 84,3 Mio. Euro. Die ersten Generika gab es 1996. Derzeit beträgt der Marktanteil der preisgünstigen Generika nach Umsatz dem unabhängigen Marktforschungsinstitut INSIGHT Health zufolge 67 Prozent.