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Deutsche Hochschulmedizin bildet ausreichend Mediziner aus

Pressemitteilung

Berlin – In Deutschland werden ausreichend Ärztinnen und Ärzte für eine flächendeckende Versorgung ausgebildet. Dies belegen Daten des Statistischen Bundesamtes und der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development). 95 Prozent der Studierenden schließen ihr Studium erfolgreich ab. Darauf hat Dr. Volker Hildebrandt, Generalsekretär des Medizinischen Fakultätentages (MFT), im Rahmen einer Pressekonferenz am 14. Juli 2011 beim Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin in Berlin hingewiesen.

„Entscheidend ist, dass die hohe Qualität der Ausbildung erhalten bleibt und weiter verbessert werden kann“, sagte Hildebrandt. Eine Aufstockung der Studienplätze würde dies gefährden. Die aktuelle Erfolgsquote der Absolventen von 95 Prozent für die Fächergruppe „Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften“ zeige, dass auch künftig eine ärztliche Versorgung auf hohem Niveau sichergestellt werden könne. Landärzte brauchen für ihre Berufsausübung jedoch mehr Anreize und bessere Arbeitsbedingungen. „Durch eine Erhöhung der Studienplatzzahl oder die Gründung weiterer Fakultäten lassen sich Verteilungsprobleme innerhalb der Ärzteschaft nicht beseitigen“, sagte Dr. Volker Hildebrandt. Viel wichtiger sei es, dem Nachwuchs strukturierte fachärztliche Weiterbildungen anzubieten sowie Ärztinnen und Ärzte von bürokratischen Aufgaben zu entlasten, damit sie mehr Zeit für die Versorgung ihrer Patienten haben.

Verlässliche Daten für politische Entscheidungen

Sowohl in der Anzahl der Medizin-Absolventen als auch in der Anzahl der praktizierenden Ärztinnen und Ärzte steht Deutschland international mit an der Spitze. Um politische Entscheidungen auf verlässlicher Grundlage treffen und damit erfolgreiche und bedarfsgerechte Strukturen zu schaffen, müsse Schluss sein mit irreführenden Daten. „Insbesondere die vorhandenen Primärdaten zum Medizinstudium sollten mehr beachtet werden. Ferner müssen wichtige Kenngrößen für die Arztzahlentwicklung endlich bundesweit einheitlich erhoben werden. Hierzu zählt die Erfassung der ärztlichen Approbationen“, so Dr. Hildebrandt. Dazu brauche Deutschland außerdem unabhängige Einrichtungen zum Monitoring der Fachkräfteentwicklung, zur Bedarfsplanung und sachgerechten Ressourcenallokation.

VII. Innovationskongress der deutschen Hochschulmedizin

Der VII. Innovationskongress wird am 14. und 15. Juli 2011 in Berlin gemeinsam vom Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD), dem Medizinischen Fakultätentag (MFT) und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) veranstaltet. Experten aus der Hochschulmedizin diskutieren aktuelle Themen mit hochrangigen Vertretern aus Gesundheitswesen und Wissenschaft: Welche Rahmenbedingungen braucht die Universitätsmedizin in Deutschland, um ihre hohe Leistungsfähigkeit zu erhalten? Wie sollten sich Bund und Länder künftig finanziell und in der Gesetzgebung engagieren? Dabei steht die prekäre finanzielle Förderung der Universitätsmedizin im Mittelpunkt.