Übersicht / Heinrich-Böll-Stiftung e.V. / Meldung vom 13.02.2014

Donnerstag, 13. Februar 2014, 09:00 Uhr

Heinrich-Böll-Stiftung e.V.

Einladung

Deutschland im Pflegenotstand / Perspektiven und Probleme der Care Migration

Berlin – Datum: Montag, 10. März 2014, 17.30 Uhr - 21.30 Uhr
Dienstag, 11. März 2014, 10.00 Uhr - 16.00 Uhr
Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Anmeldung und detailliertes Programm
www.calendar.boell.de/de/event/deutschland-im-pflegenotstand

Mit u.a.:

  • Prof. Dr. Michael Isfort (Deutsches Institut für angewandte Pflegeforschung, Köln)
  • Dr. Elke Tießler-Marenda (Referat Migration und Integration, Deutscher Caritas Verband)
  • Prof. Dr. Helma Lutz (Domestic and Care Work, Gender, Migration, Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Universität Frankfurt)
  • Elisabeth Scharfenberg, MdB (Sprecherin für Pflege und Altenpolitik, Bündnis 90/Die Grünen)
  • Ministerialrat Hans-Dieter Fahnauer (Referatsleiter Arbeitsmarktpolitik im internationalen Bereich, Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer“, Bundesministerium für Arbeit und Soziales)
  • Prof. Dr. Thomas Klie (Forschungs- und Innovationsverbund an der Evangelischen Hochschule Freiburg e.V.)
  • Prof. Dr. Juliane Karakayali (Fachbereich Soziologie, Evangelische Hochschule Berlin)

Eine Tagung in Kooperation mit dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) und der International Domestic Workers' Federation (IDWF)

In Deutschland – wie auch im Rest Europas – steigt die Zahl der Hochbetagten drastisch an. Diese auf der einen Seite erfreuliche Perspektive angesichts einer im Durchschnitt höheren Lebenserwartung bringt auf der anderen Seite mit sich, dass mehr Menschen in ihrem Alltag eingeschränkt und auf (fremde) Hilfe angewiesen sind. Die Zahl Pflegedürftiger nimmt stetig zu, während es bereits akut an qualifizierten Pflegekräften mangelt.

Die Angehörigen von Pflegebedürftigen sind hin- und hergerissen zwischen menschlich-mitfühlendem Verhalten gegenüber ihren Nächsten, Anforderungen von Arbeitgeber/inne/n, zeitlichen Möglichkeiten und ökonomischen Folgekosten z.B. einer Vollzeitpflege. Die Hauptlast der Sorgearbeit liegt meist bei den Frauen. Um Beruf, Familie und Pflege überhaupt über einen längeren Zeitraum vereinbaren zu können, wird auf Pflege- und Hauswirtschaftskräfte aus dem Ausland zurückgegriffen. So ist eine sogenannte Care Migration entstanden.

Das Deutsche Institut für Angewandte Pflegeforschung geht davon aus, dass derzeit rund 150.000 Migrant/inn/en pflegebedürftige Menschen betreuen – häufig illegal, ohne vertraglich abgesicherten Lohn und geregelte Arbeitszeiten. Familien, die diese Form der häuslichen Pflege in Anspruch nehmen, bewegen sich in einem Graubereich zwischen illegaler und legaler Beschäftigung.
Die Fachtagung "Deutschland im Pflegenotstand" beleuchtet die diversen Spannungsfelder und versucht, politische Handlungsempfehlungen zu formulieren.

Hinweis:
Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen dieser Veranstaltung Foto-/Ton- und Filmaufnahmen von TV-Sendern sowie für öffentliche und nicht-öffentliche Zwecke gemacht werden können.

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