Übersicht / Deutsche Leberstiftung / Meldung vom 20.06.2022

Montag, 20. Juni 2022, 12:00 Uhr

Deutsche Leberstiftung

Pressemitteilung

Die Deutsche Leberstiftung zeichnet Publikation zu Fettlebererkrankungen aus

Hannover – In diesem Jahr geht der Preis der Deutschen Leberstiftung für eine herausragende Publikation an eine Arbeit, die sich mit den Mechanismen beschäftigt, die das Fortschreiten der nicht-alkoholischen Fettleberhepatitis (NASH) beeinflussen.

Die Deutsche Leberstiftung lobte auch im Jahr 2022 den Preis für eine herausragende Publikation im Bereich der Hepatologie aus und erhielt zahlreiche exzellente Bewerbungen und Vorschläge für die mit dem Preis auszuzeichnende Publikation. Der Preis wurde von einem Gutachterkomitee vergeben, dem Prof. Dr. Maura Dandri-Petersen aus Hamburg, Prof. Dr. Christian Strassburg aus Bonn und Prof. Dr. Frank Tacke aus Berlin angehören.

„Es waren auch in diesem Jahr zahlreiche Arbeiten, die zur Auszeichnung mit dem Publikationspreis eingereicht wurden. Alle Veröffentlichungen haben eine extrem hohe Qualität und bilden Ergebnisse von hochrangiger und wegweisender Forschung ab. Auch thematisch war die Bandbreite sehr groß. Daher hatten wir tatsächlich die Qual der Wahl“, beschreibt Prof. Dr. Christian Strassburg die Aufgabe des Gutachterkomitees.

Nach gründlicher Prüfung und Diskussion der eingereichten Arbeiten beschlossen die Gutachter einstimmig, den Preis der Arbeit „Liver-fibrosis-activated transcriptional networks govern hepatocyte reprogramming and intra-hepatic communication“, erschienen in Cell Metabolism, August 2021, zuzuerkennen. Das Preisgeld in Höhe von 7.500,00 Euro erhielten die beiden gleichberechtigten Erstautorinnen der Publikation, Dr. Anne Loft und Dr. Ana Jimena Alfaro Nunez.

„In der für die Auszeichnung ausgewählten Arbeit hat die Forschungsgruppe von Stephan Herzig wichtige neue Erkenntnisse über die Mechanismen gewonnen, die das Fortschreiten der nicht-alkoholischen Fettleberhepatitis (NASH) beeinflussen. Die Studie identifizierte ein kooperatives Netzwerk von Leberfibrose-aktivierten Transkriptionsfaktoren, die die genomische Reprogrammierung von Leberzellen bei NASH und die intrahepatische Kommunikation steuern. Diese Erkenntnisse könnten neue therapeutische Ansätze zur Behandlung von fortgeschrittener NASH liefern und machen die Studie zu einem Paradebeispiel für translationale Forschung. Daher haben wir uns entschieden, diese Arbeit mit dem „Preis der Deutschen Leberstiftung“ auszuzeichnen“, erläutert Prof. Dr. Christian Strassburg die Entscheidung des Komitees.

Verliehen wurde der Preis am 18. Juni 2022 im Rahmen des 18. HepNet Symposiums durch Prof. Dr. Elke Roeb. Das Preisgeld wurde von der Gilead Sciences GmbH, einem Partner der Deutschen Leberstiftung, zur Verfügung gestellt.

Publikation: Anne Loft, Ana Jimena Alfaro, Søren Fisker Schmidt, Felix Boel Pedersen, Mike Krogh Terkelsen, Michele Puglia, Kan Kau Chow, Annette Feuchtinger, Maria Troullinaki, Adriano Maida, Gretchen Wolff, Minako Sakurai, Riccardo Berutti, Bilgen Ekim Üstünel, Peter Nawroth, Kim Ravnskjaer, Mauricio Berriel Diaz, Blagoy Blagoev, Stephan Herzig: ”Liver-fibrosis-activated transcriptional networks govern hepatocyte reprogramming and intra-hepatic communication”. Cell Metabolism, Volume 33, Issue 8, 3 August 2021, Pages 1685-1700.e9. doi: 10.1016/j.cmet.2021.06.005. Epub 2021 Jul 7.

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Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Weitere Informationen zur Stiftung unter www.deutsche-leberstiftung.de. Auf der Website finden Sie unter anderem umfangreiche Informationen sowie Bildmaterial für Betroffene, Interessierte, Angehörige der Fachkreise und Medienvertreter.

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