Übersicht / DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH / Meldung vom 15.02.2011

Dienstag, 15. Februar 2011, 12:07 Uhr

DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH

Falscher Hilferuf nach Knochenmarkspender mit bestimmter Blutgruppe im Umlauf

DKMS warnt vor Weiterleitung und bittet um Mithilfe

Köln / Tübingen – "Gesucht seltene Blutgruppe AB-Rhesus negativ"!!! heißt es in der Betreffzeile. "Wenn ihr nicht helfen könnt, Bitte weitersenden!! Wer hat diese Blutgruppe? Wegen Leukämieerkrankung dringend gesucht. Selber wäre man auch froh wenn's weitergeleitet werden würde..."

Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei warnt: Bitte leiten Sie diese Email nicht weiter. Es handelt sich nämlich dabei um eine so genannte Kettenmail, die bereits seit einigen Jahren grassiert und nicht stimmt. Die Suche von einem Leukämiepatienten nach einem passenden Spender hat nichts mit der Blutgruppe zu tun. Es kommt vielmehr auf die Übereinstimmung der Gewebemerkmale jedes Einzelnen an; dies ist weit aus komplizierter, mit Wahrscheinlichkeiten von 1:20.000 bis zu 1: mehreren Millionen.

Wichtig: Hilferufe per Mail, die erkennbar keine Kettenmail sind, können Sie natürlich gerne immer direkt an die DKMS schicken.

Um unsere Hilfe anzubieten und um sie über diesen Sachverhalt aufzuklären, hatten wir bereits im November 2000 Kontakt zu der vermeintlichen Autorin aufgenommen. Sie wurde schon damals mit Antworten überhäuft, versicherte jedoch, dass sie selbst nicht die Urheberin ist und das jemand die E-Mail in ihrem Namen aufgegeben hat. Leider ist die Ketten-E-Mail noch immer im Umlauf und nicht zu stoppen. Man kann sie eigentlich sinnvollerweise nur vernichten ohne sie weiterzuleiten und sollte Hilfswillige an die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei verweisen. Es wäre schön, wenn jeder der die Kettenmail erhält, diese Nachricht an seinen Verteiler weitergeben könnte.

Firmen können übrigens die DKMS gezielt durch eine "Firmentypisierung" unterstützen. In diesen Fällen übernimmt das Unternehmen die Typisierungskosten für eine bestimmte Anzahl von Mitarbeitern (jede Neuaufnahme eines potenziellen Lebensspenders kostet die DKMS 50 Euro). Oft tun sich Geschäftsführung und Betriebsrat in dieser Sache zusammen. Sollten Sie daran interessiert sein, freuen wir uns über einen Anruf.

Auf unserer eigenen Homepage haben wir auf der Seite http://www.dkms.de (Pressetext "Warnung vor Ketten-Mails" ) übrigens einen Artikel abgedruckt, der sich mit diesem Thema befasst.