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Montag, 24. März 2014, 08:01 Uhr

Deutsche DepressionsLiga e.V.

Volkskrankheit Depression

Drei von vier schwer Erkrankten werden nicht angemessen versorgt

Schwaikheim – 75 % der bundesweit an einer schweren Depression erkrankten Menschen erhalten laut "Faktencheck Gesundheit" der Bertelsmann Stiftung keine leitliniengerechte Therapie. Eine der Ursachen dafür ist das regional unterschiedliche Angebot an Psychotherapeuten sowie psychiatrischen und psychosomatischen Fachärzten. Wartezeiten von durchschnittlich 17 Wochen sind keine Besonderheit. Dr. Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung: "Insbesondere schwer Erkrankte benötigen schnelle und angemessene Hilfe. Dafür müssen die Therapieplätze bedarfsgerechter verteilt werden. Auch neue Versorgungsmodelle können dazu beitragen, die Situation der Patienten zu verbessern."

Die Betroffenenorganisation Deutsche DepressionsLiga e.V weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei der Überbrückung der langen Wartezeiten bis zu einer adäquaten Therapie die bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit ihren Hilfsangeboten wie Mail- und Telefonberatung wichtige Unterstützungsarbeit leisten. Als Anlaufstelle für Betroffene leisten sie „erste Hilfe“ und sind oftmals Wegweiser zur weiteren Therapie

Die Deutsche DepressionsLiga e.V. ist die einzige bundesweit aktive Patientenvertretung im Bereich Depressionen. Sie ist eine reine Betroffenenorganisation, deren Mitglieder entweder selbst von der Krankheit Depression betroffen oder deren Angehörige sind. Die DDL bietet Hilfe und Angebote der Selbsthilfe für Betroffene und vertritt die Interessen Depressiver gegenüber Politik, Gesundheitswesen und Öffentlichkeit. Die DDL arbeitet ehrenamtlich und ist satzungsgemäß unabhängig von der Pharmaindustrie oder sonstigen Interessengruppen.

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