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Deutsche DepressionsLiga e.V. präsentiert in Kooperation mit der Agentur GREY multimediale Aufklärungskampagne gegen Vorurteile und Missverständnisse.

Deutsche DepressionsLiga e.V. präsentiert in Kooperation mit der Agentur GREY multimediale Aufklärungskampagne gegen Vorurteile und Missverständnisse.

„Echt krank.“: So fühlen sich Depressive

Bonn – 15.10.2018: Durch eindrucksvolle Illustrationen und einen besonderen Kniff können sich Menschen ein Bild davon machen, wie sich Depressionen anfühlen. Anlässlich der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober ist dies ab sofort online für Betroffene und Angehörige erlebbar.

Depressionen sind allgegenwärtig. Egal ob bei Prominenten, Freunden oder in der Familie. Fast jeder hatte schon einmal Kontakt mit Depressionen. Trotzdem sind sie, obwohl gerne als „Volkskrankheit“ bezeichnet, ein Tabuthema. Selbst wenn darüber gesprochen wird, ist die Diskussion oftmals bestimmt von Vorurteilen und Missverständnissen.

Hinsehen. Verstehen. Zuhören.

Unter dem Titel „Echt krank.“ hat die Agentur GREY in Zusammenarbeit mit der Deutschen DepressionsLiga e.V. Illustrationen zu verschiedenen Aspekten der Krankheit erstellt. Der Clou dabei: Illustrator Hajo Müller, selbst an Depressionen erkrankt, kreierte seine Motive aus Schilderungen anderer Patienten und eigenen Erlebnissen. So entstanden Bilder zu den Facetten Angst, Wut und Überforderung, die die Gefühle und die Weltsicht der Erkrankten sehr eindrucksvoll und ungeschönt wiedergeben. Die Kampagne geht noch einen Schritt weiter und gibt dem Betrachter die Möglichkeit, den Erkrankten selbst zuzuhören. Hierfür wurde auf den Plakaten eine Telefonnummer integriert. Wer diese Nummer angerufen hat, hörte die Stimme des jeweiligen Betroffenen und konnte dessen Geschichte aus erster Hand erfahren.

Als Ergänzung der regional begrenzten Plakat-Kampagne können Betroffene und Angehörige die Motive nun auch online erleben: Auf www.depressionsliga.de werden in einem Video die Illustrationen und Schilderungen miteinander kombiniert. „Jeder kann sich von nun an den Film auf unserer Internetseite ansehen“, sagt DDL-Sprecher Armin Rösl. Auch das Teilen in Sozialen Medien ist wichtig, wie Carina, eine der Erkrankten, betont: „Mehr Verständnis bedeutet auch, dass man nicht für verrückt erklärt wird. Depression ist eine Krankheit, die man nicht sehen kann, deshalb ist es sehr schwer sie zu beschreiben. Aber je mehr Akzeptanz und Verständnis es gibt, desto einfacher wird es.“