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Europaparlament will Spendenbereitschaft abfragen und in Ausweisen und Führerschein vermerken / grausame Praxis der Tötung zum Zweck der Organentnahme in China stoppen

Tag der Organspende in Deutschland

Brüssel – Um die Anzahl von Spenderorganen zu erhöhen, fordert der CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese, dass man die Menschen in Deutschland verstärkt mit dem Thema Organspende vertraut macht und sie explizit dazu auffordert, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden.

“Ich halte es politisch, rechtlich und ethisch für vertretbar, dass wir die Menschen konkret fragen, ob sie bereit sind, nach dem Tod ihre Organe für das Leben anderer zu spenden. Diese Bereitschaft könnte etwa bei der Ausstellung von öffentlichen Dokumenten, wie zum Beispiel Personalausweis oder Reisepass, Führerschein oder Sozialversicherungskarte abgefragt und gespeichert werden. Ich bin mir sicher, dass sich die Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich für die Organspende und damit für das Leben anderer entscheiden. Die Anzahl der verfügbaren Organe könnten so deutlich erhöht werden.” Darauf machte Peter Liese anlässlich des am 5. Juni stattfindenden Tags der Organspende aufmerksam. Liese betonte überdies, dass das Europäische Parlament eine ähnlich lautende Forderung an die Mitgliedsstaaten bereits im vergangenen Monat verabschiedet habe.

“Es ist richtig und wichtig sich für eine Organspende zu entscheiden. Derzeit warten allein in Deutschland rund 12.000 Patienten auf ein geeignetes Spenderorgan. Täglich sterben drei von ihnen. Jeder von uns kann in die Situation geraten, auf ein Spenderorgan angewiesen zu sein und im Fall der Fälle wären wir für ein gespendetes Organ auch unendlich dankbar”, so der gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion (EVP-Christdemokraten) im Europäischen Parlament. Diese Zahlen seien insbesondere vor dem Hintergrund erschreckend, dass ein einziger Organspender im Durchschnitt bis zu drei schwerkranken Menschen hilft.

Vor diesem Hintergrund forderte der CDU-Politiker dazu auf, deutliche Anstrengungen zu unternehmen, die Zahl der verfügbaren Organe zu erhöhen. Einen wichtigen Beitrag könnte nach Überzeugung von Peter Liese zudem die Einführung von Transplantationskoordinatoren in Krankenhäusern leisten. Dieses Instrument habe sich insbesondere in Spanien erwiesen. Spanien ist im Bezug auf die Organtransplantation in Europa mit Abstand das erfolgreichste Land. Im Gegensatz zur allgemeinen Vermutung, dass dies mit der in Spanien gültigen Widerspruchsregelung zu tun hat, sagen selbst die spanischen Behörden, dass der entscheidende Einfluss die Organisation in den Krankenhäusern sei. “Transplantationskoordinatoren gewährleisten, dass jemand mit ausreichender Erfahrung und Qualifikation die Aufgabe der Koordination im Krankenhaus übernimmt. Ohne Transplantationskoordinatoren gehen viele Organe verloren, obwohl die Patienten einen Organspendeausweis haben oder die Angehörigen bereit wären, einer Organspende zuzustimmen. Auch diese Forderung hat das Europäische Parlament erhoben.” Liese wies darauf hin, dass das Parlament im Aktionsplan die Kommission auffordert, verstärkt gegen Organhandel vorzugehen und Untersuchungen über Verstöße innerhalb Europas, aber auch weltweit, einzuleiten. “In einer Wertegemeinschaft wie der EU müssen wir Organhandel unter Beteiligung von EU-Bürgern mit aller Entschiedenheit bekämpfen sowie europa- und weltweite Missstände deutlich ansprechen. Deshalb hat das Europäische Parlament die Kommission mit großer Mehrheit aufgefordert, Vorwürfe gegen China zur prüfen, wonach inhaftierten Angehörigen der Falun-Gong-Gemeinschaft in einer tödlichen Operation Organe entnommen werden. Der ehemalige kanadische Staatssekretär David Kilgour hatte gemeinsam mit David Matas recherchiert und in dies einem Bericht zusammengefasst “, so Peter Liese abschließend.